Gewalteskalation in DEL

Nachdem in der letzten Woche einige regional bekannte Neonazis erfolgreich geoutet wurden [Info] , rächten sich die Neonazis am Wochendende bzw. gestern für diese Aktion.
Innerhalb von 15 Stunden kam es zu mehreren Gewaltexzessen, bei denen alternative Jugendliche angegriffen und verletzt wurden.
So fand am Freitag, 09.10.09, ein Übergriff auf einen Jugendlichen in einer Harpstedter Gaststätte statt, bei dem der Jugendliche vom altbekannten Neonazi Mario Müller wiederholt ins Gesicht geschlagen wurde. Leider konnte Müller ungehindert flüchten.
Am gestrigen Montag, 12.10.09, fanden die Eltern eines alternativen Jugendlichen ihr Auto völlig zertrümmert in ihrer häuslichen Einfahrt wieder. Die Nazis zertrümmerten fast alle Scheiben und übergossen es anschließend mit Farbe.
Im Verlauf des Montags gipfelte die Gewalt der Neonazis dann im Angriff auf einen von alternativen Jugendlichen besuchten Jugendclub. Eine vermummte Gruppe von bis zu 30 Nazis versuchte zeitweilig, mit abgebrochenen Flaschen, Teleskopschlagstöcken, Quarzsandhandschuhen und Reigas bewaffnet, in den Jugendtreff mittels Türaufbruch einzudringen. Durch geschicktes Handeln gelang es einem Großteil der Nazis, sich zwei Mal der herbeigeeilten Polizei zu entziehen, wobei immerhin sieben Neonazis (laut Polizeibericht) festgenommen wurden.

Diese traurigen Ereignisse zeigen wieder einmal, dass sich Delmenhorst allmählich zum verlorenen Pflaster entwickelt, wenn nicht langsam mehr von antifaschistischer Seite unternommen wird und solange sich die Delmenhorster Antifa alleine gegen neonazistische Strukturen zur Wehr setzen muss.

Ausführlichere Infos gibt es bei der Antifa Delmenhorst