Klimagipfel Kopenhagen

Der Klimagipfel in Kopenhagen steht kurz bevor. Dass der Zug schon längst abgefahren ist, dürfte wohl so ziemlich allen bewusst sein. Dennoch ist es momentan überhaupt fraglich, ob sich die Regierenden beim Klimagipfel überhaupt auf etwas einigen werden. Falls es dennnoch zu einer Einigung kommen sollte, wird diese wohl so ausfallen, dass sie das Handel der großen Industriestaaten nicht wirklich beschneidet.
Deshalb ist es wichtig, im Dezember in den Straßen Kopenhagens deutlich zu machen, dass klimatechnisch sofort gehandelt werden muss und dass dabei keine Kompromisse eingegangen werden dürfen!
Auch aus Bremen werden im Dezember Menschen in die dänische Hauptstadt fahren. Damit das möglichst viele werden, wird es in den nächsten Wochen mehrere Informationsangebote geben.
Einen Terminüberblick über die Aktivitäten in und um Kopenhagen findet ihr hier

Für ein ganz anderes Klima — von Bremen nach Kopenhagen!
Hintergründe der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 und Perspektiven linker Klimapolitik.

ReferentInnen: Gerrit Hansen (climate justice action und gegenstrom Berlin) und Bernd Brouns (Referent für Umweltschutz und Energiepolitik Fraktion DIE LINKE im Bundestag)
Donnerstag, 29. Oktober 2009, Beginn: 19.30 Uhr, Ort: Lagerhaus, Mediencoop, Schildstr.12-19

Im Dezember wird auf dem UN-Weltklimagipfel in Kopenhagen über die Nachfolge des Kyoto-Protokolls verhandelt, also über die zukünftige internationale Regulierung der Treibhausgas-Emissionen. Dabei wird im Kern um die globale Wirtschaftsordnung und die Verteilung der verbleibenden Ressourcen gestritten. Zu erwarten ist, dass sich Macht, Märkte und technologische ‚Lösungen‘ gegen wirksamen Klimaschutz und echte Klimagerechtigkeit durchsetzen.
Ob Kopenhagen nun scheitert oder einem grünen Kapitalismus den Weg bereitet — der permanente Wachstumszwang des Kapitalismus bedroht die Existenz von Millionen Menschen und vereitelt die notwendige sozial-ökologische Transformation.
Die Veranstaltung soll die Widersprüche internationaler Klimapolitik offenlegen und die Eckpunkte einer radikalen Kritik daran erläutern.
Ebenso werden die Protestakteure mit ihren jeweiligen Analysen und Forderungen sowie die geplanten Aktionen in Kopenhagen vorgestellt. In diesem Zusammenhang wollen wir diskutieren, wie linke Klimapolitik in Kopenhagen eingreifen kann: Wie können die Aktionen zum Klimagipfel wichtiger Kristallisationspunkt und vielfältiges Interventionsfeld einer sich global vernetzenden Klimabewegung von unten sein?