Polizei-Privatisierung

Im September berichteten wir über die Geldengpässe bei der Bremer Polizei [INFO] und über die Absicht, ab sofort mehr auf Private Sicherheitsdienste von Seiten der Polizei zurückgreifen zu wollen.
Anfang dieser Woche erschien dann in der Bremer Polizeipresse die Bestätigung. Laut Polizei hätten der „Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen und die Polizei Bremen einen Kooperationsvertrag“ geschlossen, der es ermöglichen soll, „schnellere und verbesserte Meldungen an die Polizei zu geben. So können die Mitarbeiter der Wach- und Sicherheitsdienste besondere Vorkommnisse wie Ampelausfälle, akute Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum aber auch verdächtige Personen der Polizei melden. Auch bei Mitfahndungen nach vermissten Personen arbeiten die Wach- und Sicherheitsdienste künftig noch enger mit der Polizei Bremen zusammen.
Auch erhoffe sich die Polizei einen präventiven Effekt, da nun das „Entdeckungsrisiko für mögliche Straftäter [Innen]“ erhöht würde.
Da fragt man sich nun, was das soll. Bringt man diese Kooperation mit den Geldengpässen in Verbindung, ergibt sich der Schluss, dass aufgrund der Geldprobleme ein Outsourcing von Aufgabenbereichen stattfindet und dies kommt in diesem Falle einer Privatisierung ziemlich nahe…

Quelle: Polizeipresse
nachgereicht: TAZ-Artikel zum Thema


1 Antwort auf „Polizei-Privatisierung“


  1. 1 Kooperationsvertrag ausgesetzt « end of road Pingback am 18. November 2009 um 17:32 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.