Kooperationsvertrag ausgesetzt

Letzte Woche wurde ein Vertrag zur Unterstützung der Polizei durch private Sicherheitsfirmen geschlossen (wir berichteten). Ziel des Vertrages ist es, private Sicherheitsfirmen dazu zu verpflichten, begangene Straftaten sofort der Polizei zu melden. Laut Weser-Kurier sollen die Sicherheitsfirmen dafür den Schriftzug „Wir unterstützen die Polizei“ an ihren Fahrzeugen anbringen dürfen. Der schlecht ausgebildete Security darf also nun Polizist spielen.
Dieser Kooperationsvertrag stieß nicht nur bei uns auf Kritik, sondern auch bei Parteien von CDU bis Linke und sogar die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte den Vertrag.
Die GdP urteilte, dass der Vertrag die Personalknappheit, hervorgerufen durch die Geldnöte bei der Bremer Polizei, ausgleichen solle, was Innensenator Mäurer natürlich dementierte. Weiterhin, so die GdP, werde es für die BürgerInnen immer schwerer, einen Polizeibeamten von einem privaten Wachmann zu unterscheiden.
Fakt ist, dass der geschlossene Vertrag nach der Kritik der GdP erst einmal außer Kraft gesetzt wurde. Traurig, dass erst die Gewerkschaft der Polizei dies erreichen konnte.