Archiv für Januar 2010

Blockade in Bremerhaven

In den seit Monaten andauernden Auseinandersetzungen um die Umstrukturierung in den Bremer/Bremerhavener Häfen kam es am 27.01.10 zu einen weiteren Höhepunkt. Etwa 100 ArbeiterInnen und UnterstützerInnen blockierten die Hauptzufahrtsstraße des Bremerhavener Hafens.
Anlass waren die massiven Entlassungen und Lohn-Kürzungen im Hafenbereich in den letzten Monaten. Trotz harter Repression (Kündigung bei Teilnahme und Urlaubsverbot für diesen Tag) im Vorfeld kam es zu einer breiten Solidarisierung durch HafenarbeiterInnen und Unterstützerkreise. Getragen wurde der Protest durch VertreterInnen des GHB (Gesamthafenbetriebsverein), GLB, Autotec und Eurogate, sowie anderen Betrieben aus Bremerhaven, Bremen und Hamburg.
Die Polizei, die von Anfang an präsent war, hielt sich zunächst zurück, drohte im weiteren Verlauf allerdings mit einer gewaltsamen Räumung der Blockade. Nach dem weitere Einsatzkräfte sowie der Staatsschutz eingetroffen waren, entschlossen sich die ArbeiterInnen zum Rückzug, weil das Hauptziel der Blockade, das Herstellen von Öffentlichkeit, gelungen war.“

Militant reflection II

MILITANT REFLECTION – Strategien und Perspektiven linksradikaler Politik
Wie angekündigt [INFO] findet vom 6. bis 7. Februar 2010 in Bremen ein „militant reflection – Wochenende“ statt. Die Veranstaltung im Paradox beginnt an beiden Tagen um 10 Uhr.
Es gibt dazu ab sofort einen Reader, der an den üblichen Orten ausliegt, sowie eine Infoseite. Der Reader ist eine Sammlung interesanter Texte, die Input bieten, in Hinblick auf die Militant Reflection, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme sind.

militant reflection

5 Monate: eine Bilanz

Ganze fünf Monate gibt es den Bremer Info-Blog „endofroad“ schon. Immerhin haben wir es in dieser Zeit auf fast 6000 BesucherInnen geschafft. Grund zum Jubeln? Naja…
Eigentlich ist dieser Blog dazu gedacht, das politische Geschehen in Bremen und Umgebung zu dokumentieren. Aber leider können wir paar Leute, die diesen Blog betreuen, nich das komplette Bremer Geschehen erfassen, sodass teilweise einige Geschehnisse undokumentiert bleiben, wie beispielsweise die SchülerInnenproteste der letzten Zeit. Wir sind also auf eure Mithilfe angewiesen.
Dieser Blog soll davon leben, dass auch andere Menschen, außerhalb unsere Gruppe daran mitwirken können und uns Artikel zusenden können. Und dies soll sich nicht nur auf das Zusenden von Werbung und Veranstaltungshinweisen beschränken. Es wäre sogar anzudenken, dass Menschen, die uns öfter Sachen zusenden, durchaus einen Zugang zum Blog bekommen könnten.
Also schwingt ruhig mal den Federkiel!

endofroad

Na Gott sei Dank!

Darauf haben wir alle schon lange gewartet! Endlich haben WIR unsere eigene 2-Euro Münze!
Ab heute im Umlauf. Kosten pro Stück: nur 2 Euro

Bericht: Chrstival-Prozess

Heute, am 28.01.2010 wurde im Bremer Verwaltungsgericht die Klage von zwei Anti-Christival-AktivistInnen gegen die Stadt Bremen verhandelt. Es ging um den Polizeieinsatz und die Ingewahrsamnahmen am 2.5.2008 auf dem Bremer Marktplatz, wo eine kleine Gruppe queer-feministischer AktivistInnen nach dem gelungenen Kiss-In in der Martini-Gemeinde irritierende Präsenz zeigen wollten, mit Erdbeersekt, geschlechtlich uneindeutigem Auftreten und Transpi, um den heterosexistischen Inhalten des Christivals etwas entgegenzusetzen. Damals wurden sie direkt massiv von der Polizei angegangen, gekesselt, geschubst und geschlagen; zwei von Ihnen wurden in Gewahrsam genommen. Die PolizistInnen reagierten völlig überzogen und unorganisiert – es gab weder einEn EinsatzleiterIn, noch die Möglichkeit eine Spontandemo anzumelden, stattdessen keine Ansprechperson und rigoros eskalatives Verhalten.

Kundgebung

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Der Junge von nebenan

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wieder rassistischer Vorfall

Letzte Woche, am 19. Januar, kam es erneut zu einem rassistischen Vorfall, der in Handgreiflichkeiten gipfelte. Ein Mann befuhr dabei mit seiner Familie die Lloydstraße, als ein unbekannter Mann neben ihm fuhr, ständig ins Auto des Familienvaters gaffte, offentichtlich schimpfte und schließlich sogar einen Hitlergruß zeigte.
Der Familienvater, türkischer Abstammung, kurbelte das Autofenster herunter, um nach dem Grund dieser Beleidigungen zu fragen. Daraufhin stürmte der Unbekannte auf den Familienvater zu, beschimpfte ihn als „Scheiß-Ausländer“ und schlug dem Mann mehrfach mit der Hand ins Gesicht. Auch die Ehefrau wurde verletzt. Nach dem Angriff setzte sich der offensichtliche Rassist in sein Auto und fuhr davon.

Dies ist nicht der erste Vorfall, der in Handgreiflichkeiten gegenüber vermeintlichen „Ausländern“ gipfelt.
Übergriffe rächen sich! Wartet’s nur ab!

Bundeswehr wirbt wieder in Arbeitsagentur

Bremer Erwerbslosenverband fordert Absage von Bundeswehrwerbeveranstaltung

Am 11. Februar wird um 16 Uhr im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur erneut eine Werbeveranstaltung der Bundeswehr durchgeführt.
Angesichts der Tatsache, dass sich die Bundeswehr seit Jahren (Jugoslawien) und aktuell in Afghanistan an Kriegseinsätzen beteiligt, ist die Anwerbung von Menschen für die Bundeswehr eine Unterstützung von Tötung unschuldiger Menschen.
Dass gerade im Arbeitsamt eine solche Veranstaltung stattfindet, deutet darauf hin, dass gezielt die Arbeits- und Perspektivlosigkeit junger Menschen ausgenutzt wird, um Soldaten für Auslandseinsätze zu gewinnen. Der enorme Druck auf junge erwerbslose Menschen, insbesondere der BAgIS treibt sie in die scheinbar sichere Laufbahn bei
der Bundeswehr.
Der Umbau der Bundeswehr zu einer Interventionsarmee steht im Widerspruch zum Grundgesetz und bedient die Interessen des deutschen Kapitals, Einflusssphären durch militärische Einsätze zu sichern.
Das Interesse junger Menschen an einem gesicherten Einkommen und einer beruflichen Perspektive darf nicht für den Dienst in einem militärischen Tötungsapparat missbraucht werden.
Der Bremer Erwerbslosenverband hat in einem Brief, den Leiter der Agentur, Herrn Stern, aufgefordert, die Veranstaltung abzusagen. Darauf ist bisher keine Reaktion erfolgt.
Der Bremer Erwerbslosenverband ruft daher für den 11. Februar um 15,30 Uhr zu einer Kundgebung vor dem BIZ, Doventorsteinweg 48 auf.
Die Bundeswehr gehört nicht in Schulen und Arbeitsagenturen.

Bremer Erwerbslosen Verband

Klage gegen Polizeieinsatz beim Christival

Am 2.5.2008 wurde ein öffentliches Kiss-in gegen die homophoben und sexistischen Inhalte des Christivals durch einen Polizeieinsatz gewaltsam beendet [Info]. Hierbei erlebten mehrere AktivistInnen Übergriffe durch die Bremer Polizei.
Gegen den Polizeieinsatz und zwei Ingewahrsamnahmen wurde geklagt, die öffentlichen Verhandlungen finden am 28.1.2010 ab 11 Uhr im Justizzentrum, Am Wall 198, statt.
Dazu soll es ab 16 Uhr eine Kundgebung am Marktplatz geben [Info].

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Dresden calling

Montag, 25.01. Information und Mobilisierung zu den Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch in Dresden um 19.30 im Infoladen Bremen.

Samstag, 06.02. Soli-Party zur Unterstützung der Proteste in Dresden im Sielwallhaus

weitere Infos hier

Infoseite zum Aufmarsch