5 Jahre ist’s her…

So ziemlich genau vor 5 Jahren, nämlich am 7. Januar 2005, starb der Sierra-Leoner Laya-Alama Condé in einem Bremer Krankenhaus an den Folgen zwangsweise eingeführten Brechmittels durch die Bremer Polizei im Gewahrsam.
Condé wurde am späten Abend des 26.12.2004 im Viertel von zwei Zivibullen verhaftet und unter Verdacht des Drogenbesitzes in das Polizeirevier Vahr verbracht. Dort wurde Laye-Alama Condé von zwei Polizisten gewaltsam auf eine metallene Untersuchungsliege gefesselt (beide Füße fixiert mit Kabelbindern, linke Hand mit Handschellen an die Untersuchungsliege). Igor Volz, der Arzt des ärztlichen Beweissicherungsdienstes, pumpte über eine Magensonde Wasser in Condés Magen, welches diesen überflutete. Condé erstickte aufgrund der großen Menge an Wasser in seinem Magen.
Der damalige Innensenator und heutige CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp bezeichnete diese grausame Quälerei als eine „gerechtfertigte Maßnahme“ gegen mutmaßliche Drogendealer.

2008 wurde der Arzt Igor Volz vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Zwar habe Volz Fehler begangen, die zum Tod Condés führten, doch wegen fehlender Erfahrung sei er überfordert gewesen, so das Landgericht. Dies bedeutet: Volz hatte keine Ahnung, wie mit dem Brechmittel umzugehen sei und probierte die Vergabe einfach mal aus.
So ist Laye-Alama Condés Tod das Resultat einer heuchlerischen Drogen-Verbotspolitik, die die gesetzliche Grundlage für die Brechmitteleinsätze liefert.
Laye-Alama Condés Tod liegt in der Verantwortung konkreter Personen!!!


3 Antworten auf „5 Jahre ist’s her…“


  1. 1 Artikel auf Indymedia 10. Januar 2010 um 15:02 Uhr

    Gedenken an Laye Conde und Oury Jalloh

    In Bremen fand heute eine Kundgebung in Gedenken an Laye Conde statt, der vor 5 Jahren von der Bremer Polizei durch zwangsweise Brechmittelvergabe umgebracht wurde. Anschließend gingen die TeilnehmerInnen ins einige Meter weiter gelegene Paradox, wo eine Fotoausstellung zu den Protesten gegen den Versuch der Verschleierung des Mordes an Oury Jalloh, der fast zeitgleich wie Konde umkam eröffnet wurde.
    Zahlreiche Menschen versammelten sich heute am Sielwalleck um dem Tod von Laye Conde zu gedenken, der vor 5 Jahren unweit dieser Stelelle verhaftet und dann von einem mittels zwangweiser Brechmittelvergabe grausam umgebracht wurde. In einer beispiellosen Farce wurde dieser Polizeiartzt mit Verweis auf seine ärztliche Inkompetenz freigesprochen ( siehe http://thecaravan.org/node/1747 ). Der Bundesgerichtshof hat jetzt zu entscheiden, ob das Verfahren erneut aufgerollt wird.

    Im Anschluss an die Kundgebung wurde im einige Meter entfernten Kommunikationszentrum Paradox in der Bernhardstr. 10-12 die Fotoausstellung des Umbruch Bildarchivs ( http://www.umbruch-bildarchiv.de/ ) zur Dokumentation des Flüchtlingswiderstandes für Aufklärung, Würde und Gerechtigkeit bzgl. Oury Jalloh, der in Dessau in einer Polizeizelle verbrannte. Dass es dabei überhaupt zu einem Prozess gegen beteiligte Polizeibeamte kam ist nur diesem energischen Widerstand zu verdanken. Aber auch dieser Prozess war eine Farce, auch hier wurden die Polizisten freigesprochen – manmgels an Beweisen, weil sich alle Polizeizeugen in bester Manier des Korpsgeistes abgesprochen hatten. Doch in diesem Fall hat gerade erst das BGH entschieden, dass der Fall neu verhandelt werden muss
    http://thecaravan.org/taxonomy/term/28

    Die Ausstellungseröffnung bot bei Kaffee und Kuchen eine gute Gelegenhaeit des Austausches und der Reflektion der Kampagnen gegen rassistische Polizeigewalt
    NIXSPAM.karawane_bremen@web.de http://thecaravan.org

    http://de.indymedia.org/2010/01/270699.shtml

  2. 2 altjunkie 27. April 2010 um 21:06 Uhr

    so,da dieser ganze kram wieder aufgerollt wird,kann ich mir es nicht mehr verkneiffen,ich bin seit mitte der 80iger bremer morphinist,habe selbstreden viele zusammentrefen mit der rd gehabt,am sielwall und anderen orten,auch mir wurde mehrmals ,auch unter zwang brechmittel verabreicht.dieses war meisst sehr schmerzahft,und ja,auch unmenschlich,nun war ich nie dealer sondern immer endkonsument,also wurde sicher immer übertrieben,nun denke ich mir,wär ich bei einer dieser mahsnahmen über den jorden gegangen,hätt sicherlich kein mensch sich daran gestört,halt nochn toter junkie,wer sich in gefahr begiebt kommt darin um,ich versteh einfach nicht warum hier mit 2erlei mass gemessen wird,zumal es sich bei diesen herren sicherlich nicht um einen konsumenten handelte,er verkaufte sein zeuchs nur um des geldes wegen,auch ist sochlen herren das schicksal seiner mitmenschen herzlich egal,sicher hätt er sein zeuch auch kindern verkauft,wenns geld stimmt,selbstreden ist die brechmittel praxis unmenschlich und gehört verboten,aber auch drogenhandel ist kein kavaliers deliktmdas möcht ich einfach ma anmerken,auch wenns eh kaum einen intressiert,ich versteh einfach nich warum da so ein fass aufgemacht wird

  1. 1 Urteil im Brechmittelprozess kassiert « end of road Pingback am 30. April 2010 um 21:18 Uhr
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