Karl-Peters-Straße bleibt

In Bremen gibt es eine Straße, die nach Carl Peters benannt war. Doch wer war dieser Mensch überhaupt, nach dem sogar Straßen benannt werden?
Wikipeida schreibt, dass er „ein deutscher Politiker, Publizist, Kolonialist und Afrikaforscher mit stark ausgeprägter rassistischer Einstellung [war]. Er gilt als der Begründer der Kolonie Deutsch-Ostafrika.“ Er war also eine höchst fragwürdige Persönlichkeit.

Dies nahmen das Waller Ortsamt und der Stadtteilbeirat als nachvollziehbaren Grund, die Straße umzubenennen. In anderen Städten passiert dies auch. In Delmenhorst ist man laut Weser-Kurier gerade dabei.
Deshalb befragte man die BewohnerInnen der Straße. Das Ergebnis der Befragung war ernüchternt: Es gab 18 Zustimmungen, und 36 Ablehnungen. Laut Weser-Kurier gab es ähnliche Fälle schon in anderen Städten. „Als sich Hannover vom Karl-Peters-Platz samt Denkmal trennen wollte, bedurfte dies eines dreijährigen Weges durch die Gerichtsinstanzen, allerdings mit Erfolg: 1994 wurde der Platz schließlich in Bertha-von-Suttner-Platz umbenannt.“
Was also machen in Walle, wo nun die AnwohnerInnen dagegen sind?
Der Beirat beschloss, dass der Name einfach behalten wird, der Name sich aber ab sofort auf einen Strafrechtsreformer gleichen Namens beziehen soll. Dies soll ein angebrachtes Hinweisschlid unter dem Straßennamen erkären.
Auch über eine Umbenennung von Leutweinstraße, Agnes-Miegel-Straße und Nachtigalstraße darf einmal laut nachgedacht werden.
Wie wäre es denn einmal, mit einer Mumia-Abu-Jamal-Straße???