Archiv für Januar 2010

Wildeshausen: Alf gegen Hulk

Am 13. Januar 2010 endete der erste Prozesstag gegen den Neonazi Mario Müller am Amtsgericht Wildeshausen – Resultat: 50 Sozialstunden. Der „beste Anwalt“ (Zitat des Angeklagten) schützte den bundesweit bekannten Neonazi in Kooperation mit Staatsanwalt und Richter vor einer angemessenenen Strafe für mehrere Gewalttaten, die unter anderem durch fünf ZeugInnen detailliert geschildert wurden. Grund genug für antifaschistische Selbsthilfe!


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Soli-Party

Soli-Party für Antirepressionsarbeit zur Kostendeckung der Verfahren zur Demo vom 13.12.08 [INFO]

Kriegsmaterial made in Bremen

Der Rüstungskonzern OHB hat letzte Woche den Auftrag zum Bau des Navigationssystems „Galileo“ erhalten.
Dies ist nicht der erste militärische Auftrag, den die Firma ,mit Sitz an der Bremer Universität, ausführt. Für die Bundeswehr hat OHB das Aufklärungssatellitensystem SAR-Lupen produziert, die OHB-Tochterfirma Luxspace ist an der Entwicklung des EU-Satellitennetzwerk GMES beteiligt, welches die Grenzschutzgentur Frontex nutzen will, um unter anderem Flüchtlingsboote auf hoher See abzuweisen.

Galileo

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Stadionverbot per Fingerzeig

Artiel aus der taz

Bremer Fußballfans erhalten nach einer Auseinandersetzung mit Nazis Stadionverbote – obwohl bislang nur die Nazis sie belasten. Gegen die wird nicht ermittelt. VON CHRISTIAN JAKOB


Bekannt für die Arbeit gegen Rassismus: die Werder-Fans. Foto: dpa

Eigentlich war für die Werder Bremen-Fangruppierung „Ultras“ alles bestens gelaufen, am 30. August des vergangenen Jahres. Wie bei jedem Auswärtsspiel waren die Fans auch heute die 400 Kilometer bis nach Berlin gefahren – und ihre Mannschaft hatte Hertha BSC gleich zu Beginn der Hinrunde mit 3 : 2 besiegt. Der ganze Ärger kam erst auf der Rückfahrt.

Am Abend machte der Bus mit rund 50 Bremer Fans Halt an der Raststätte Allertal, nördlich von Hannover. In der Gaststätte stießen einige der Werderaner auf vier Bundeswehrsoldaten. Die, so schildern es die Fans, seien als Neonazis zu erkennen gewesen. Einer habe ein T-Shirt mit der Zahl 88 darauf getragen – die Neonazi-Chiffre für den verbotenen Gruß „Heil Hitler“. Ein anderer habe ein T-Shirt mit der Aufschrift „Auch ohne Sonne braun“ angehabt, zudem eine „Schwarze Sonne“ auf den Ellbogen tätowiert – ein aus zwölf Runen gebildetes Symbol der SS.

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5 Jahre ist’s her…

So ziemlich genau vor 5 Jahren, nämlich am 7. Januar 2005, starb der Sierra-Leoner Laya-Alama Condé in einem Bremer Krankenhaus an den Folgen zwangsweise eingeführten Brechmittels durch die Bremer Polizei im Gewahrsam.
Condé wurde am späten Abend des 26.12.2004 im Viertel von zwei Zivibullen verhaftet und unter Verdacht des Drogenbesitzes in das Polizeirevier Vahr verbracht. Dort wurde Laye-Alama Condé von zwei Polizisten gewaltsam auf eine metallene Untersuchungsliege gefesselt (beide Füße fixiert mit Kabelbindern, linke Hand mit Handschellen an die Untersuchungsliege). Igor Volz, der Arzt des ärztlichen Beweissicherungsdienstes, pumpte über eine Magensonde Wasser in Condés Magen, welches diesen überflutete. Condé erstickte aufgrund der großen Menge an Wasser in seinem Magen.
Der damalige Innensenator und heutige CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp bezeichnete diese grausame Quälerei als eine „gerechtfertigte Maßnahme“ gegen mutmaßliche Drogendealer.

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Karl-Peters-Straße bleibt

In Bremen gibt es eine Straße, die nach Carl Peters benannt war. Doch wer war dieser Mensch überhaupt, nach dem sogar Straßen benannt werden?
Wikipeida schreibt, dass er „ein deutscher Politiker, Publizist, Kolonialist und Afrikaforscher mit stark ausgeprägter rassistischer Einstellung [war]. Er gilt als der Begründer der Kolonie Deutsch-Ostafrika.“ Er war also eine höchst fragwürdige Persönlichkeit.

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Freiraum bleibt erhalten!

Gute Nachrichten vom Bremer Uni-Campus: Das Gebäude „GW3″ bleibt den StudentInnen weiterhin als Freiraum erhalten.
Das GW3 bleibt zwar nicht in der Form erhalten, wie es heute noch steht. Als Entgegenkommen gegenüber der Universitätsleitung wurde sich aber bereiterklärt, den alten Standort zu verlassen und nur einige Meter entfernt ein neues, größeres und sowieso viel cooleres GW? zu bauen. Und da es nie der Wunsch war, das alte Haus aufzugeben, sondern damit der Unileitung einen ziemlich großen Gefallen entgegen gebracht wird, sollen und werden diese auch für den entstehenden Ärger und die Kosten aufkommen.

GW3 BLEIBT!

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Thor-Steinar gehackt

Im Rahmen des 26. Chaos Communication Congress wurde der Onlineversand „thorsteiner.de“ gehackt. Die Kleidungsmarke ist in der Neonaziszene äußerst beliebt und dient als Finanzquelle für rechtsextreme Strukturen. [Hier] kann eine Liste von KundInnen aus Bremen eingesehen werden.

weitere Infos bei indymedia

Antifa

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Musikschau der Nationen

Vom 28. bis 31. Januar soll in Bremen die 46. Musikschau der Nationen, welche laut Wikipedia die größte Blasmusikveranstaltung in Europa ist, stattfinden.
Bei dieser Veranstaltung, die laut VeranstalterInnen „ohne Unterstützung der Bundeswehr kaum durchzuführen wäre“ und in der Bremer Stadthalle stattfindet, treten diverse Militärorchester aus neun Staaten auf (aus Deutschland das Heeresmusikkorps 1 aus Hannover) und verharmlosen ua. durch das Spielen von Marschmusik militärisches Vorgehen.
Dieses Propagandaspektakel dient augenscheinlich einer Akzeptanzerhöhung für das Militär in der Bevölkerung.
Die Erlöse aus den Eintrittsgeldern kommen nicht etwa sinnvollen Zwecken zugute, sondern dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Gegen die Militarisierung der Gesellschaft!!!