Nazimahnwache in Delmenhorst – Bericht

Heute fand in Delmenhorst die unten angekündigte, vom JN Landesführer Julian Monaco angemeldete, neonazistische Mahnwache gegen die Eröffnung der Wanderausstellung „Verfassungsschutz gegen Extremismus – Demokratie schützen vor Rechts- und Linksextremismus“ statt.
Dies wurde von knapp 50 AntifaschistInnen versucht zu verhindern, indem der Platz vor dem Standesamt, auf dem die Nazis ihre Veranstaltung abhalten wollten, besetzt werden sollte. Aufgrund der hohen Polizeipräsenz gelang dies leider nicht. Von zwei Seiten versuchten die AntifaschistInnen auf den Platz zu gelangen, wurde aber sofort sehr brutal, von PolizistInnen angegangen und teilweise eingekesselt.


ein kümmerliches Häuflein an Nazis

Zahlreiche Antifas erhielten Platzverweise für die ganze Stadt Delmenhorst, andere wurden von den Cops durch die Innenstadt gejagt. Es kam auch zu Festnahmen.
Gegen 19.30, also mit einer Stunde Verspätung, erschienen dann auch die Nazis auf dem Marktplatz, schwenkten ihr Fähnchen und skandierten ziemlich peinliche „Parolen“. Auch im Laufe der Nazimahnwache gelang es AntifaschistInnen nicht, an die 15 FaschistInnen heranzukommen. Dies mag an der Polizei, die sich mit einem großen Aufgebot schützend vor die Nazis stellte, aber auch an der Zersplitterung der einzelnen AntifaaktivistInnen gelegen haben.
In allem war der Tag aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit der Polizei für uns nicht so ganz erfolgreich, wie erhofft. Schön war es aber zu sehen, dass trotz des späten Bekanntwerden der Nazimahnwache, immerhin wurde diese erst einen Tag vorher in den Abendstunden bekannt, circa 50 Leute zusammenkamen, um die Mahnwache der Neonazis aktiv zu verhindern.


Nazi-Hackfressen vor dem Delmenhorster Rathaus

Bericht der Antifa DEL
Bericht der Recherche Nord
Fotos der Recherche-Nord
Fotos bei flickr


18 Antworten auf „Nazimahnwache in Delmenhorst – Bericht“


  1. 1 wayne? 26. Februar 2010 um 1:04 Uhr

    Nazis aus Delmenhorst verhöhnen Antifaschistischen widerstand!!!

    http://www.jn-delmenhorst.de/index.php?option=com_content&task=view&id=44&Itemid=1

  2. 2 Frage 26. Februar 2010 um 14:15 Uhr

    Wurde eigentlich auch die bürgerliche Ausstellung kritisiert? Sonst sehe ich nämlich keinen Sinn darin, Extremismustheorie(verfechterInnen) gegen Nazis zu verteidigen.

    Flugblatt, Flyer oder so?

  3. 3 @frage 26. Februar 2010 um 15:00 Uhr

    die nazi-mahnwache wurde erst am tag vorher bekannt, daher gab es keine flyer. ich bin mir sicher, kein_e antifaschist_in war gestern dort, um die ausstellung zu verteidigen, sondern um die nazi-mahnwache zu verhindern.
    übrigens hat es auch das bürgerliche forum gegen rechts abgelehnt, die ausstellung öffentlich zu unterstützen.
    ein paar leute wollten gestern abend wohl noch spontan an der eröffnung der ausstellung teilnehmen, um die verantwortlichen mit kritik zu konfrontieren, zugelassen waren jedoch nur geladene gäste.

  4. 4 wayne? 26. Februar 2010 um 17:34 Uhr
  5. 5 Zivis-Klatschen!!! 27. Februar 2010 um 3:17 Uhr

    Um auf das vdrhindern zu sprechen zu kommen. Warum sollte die eigentlich verhindert werden? Damit deren Inhalt eben nicht in die oft Zitierte Mitte der Gesellschaft gelangt. Das diese Mitte, eben genau die selbsternannte demokratische Mitte, denn alles anderes sind ja extremisten, damit verteidigt wird, wenn sich Antifas auf die Seite der Demokraten schlagen finde ich ehrlich gesagt dumm. Wenn ich schon Nationalismus kritisere, dann bitte auch auch komplett und nicht nur den „bösen“ der Nazis, der eben auch nur der Ursprung des, in ihrer Sicht unerfolgreichen, Nationalismus der DemokratInnen ist.
    Ein Tag wird ja wohl grad noch reichen, um eine mehr oder weniger (besser wär natürlich mehr…) vernünftige Kritik am Nationalismus zu verfassen. Gegen die Nazis konnte schließlich auch mobilisiert werden.

  6. 6 Zivis klatschen Beifall 27. Februar 2010 um 12:45 Uhr

    Man hätte in diesem Zuge ja vielleicht auch gleich noch eine angemessene Kapitalismuskritik vorbringen können und anschließend die Revolution durchführen können. Wenn man in einem Tag eine „vernünftige Kritik am Nationalismus“ und antifaschistische Gegenaktivitäten organisieren kann, dann kann man das oben genannte ja auch locker!

  7. 7 No Pasaran 27. Februar 2010 um 21:57 Uhr
  8. 8 true Antifa 28. Februar 2010 um 12:53 Uhr

    Ich weiß nicht was das Gelaber hier soll: Antifa heißt Angriff, verdammt! Für euer Theorie-Adorno-Gelaber ist da kein Platz in unserer autonomen Welt!

  9. 9 @true antifa 28. Februar 2010 um 16:18 Uhr

    Hey True Antifa,
    so komme du doch mit deiner Sportgruppe nach DEL und räum da mal auf.
    Scheint ja für dich alles so einfach zu sein!
    Glaube mir, es wird in DEL nicht nur gelabert, aber es wird keiner (ausser n paar Spinnern) jemals einen Artikel hochladen in dem steht: „Gestern Abend haben wir (5 Leute) 3 Nasen verhauen! Mit allem drum und dran, boah haben die geblutet! ANTIFA HEIßT ANGRIFF! VS du kriegst uns doch eh nie :P

    Immer diese rummackerei!!

    Geh wieder schlafen!

  10. 10 Suppenhuhn of hell 28. Februar 2010 um 16:40 Uhr

    „komme du doch mit deiner Sportgruppe nach DEL und räum da mal auf.“
    Gebt uns doch mal einen konkreten Anlass, der mal nicht zwei Tage vorher angekündigt wird!!!

  11. 11 Player 1 28. Februar 2010 um 18:41 Uhr

    ACH DELMENHORST IST INZWISCHEN DOCH EH VERLORENES PFLASTER

  12. 12 true Antifa 28. Februar 2010 um 20:19 Uhr

    Oh mensch, wie bitter, mein Eintrag weiter oben war doch offensichtliche Ironie! Traurig, traurig, traurig…

  13. 13 antifa heisst verteidigung 28. Februar 2010 um 23:23 Uhr

    „Wenn man in einem Tag eine „vernünftige Kritik am Nationalismus““
    Wenn Ihr euch vorher noch nie gedanken über antifapraxis gemacht habt, dann ist das euer Problem. Grundsätzliches zum Thema Nationalsimus wird ja wohl noch jede_r überzeugte_r Antifa hinbekommen oder?

    „und antifaschistische Gegenaktivitäten organisieren kann“
    Ja genau, merkwürdig das es gerade dafür dochh irgendwie doch noch immer reicht. Aber Nazis scheinen ja irgendwie immernoch das hauptproblem der deutschen Linken zu sein.
    Und von Adorno halt ich persöhnlich auch eher weniger.

  14. 14 anticap 02. März 2010 um 0:43 Uhr

    oh mensch Leute, Antifa ist ja wohl nicht alles!

  15. 15 konkrter anlass 02. März 2010 um 16:53 Uhr

    Also ich kann nur sagen, dass jedes WE die im Umfeld des Lion oder anderer Kneipen in DEL zu finden sind.
    Aber das hier jetzt öffentlich zu diskutieren ist schwachsinn.

    Dass es von DEL-Seite vllt immer zur kurzfristig war oder so kann angehen ich bin zwar ortskundiger aber bin da nicht der kontaktmensch, ich würde mich gerne mal mit ner fähigen sportgruppe zusammensetzen und es ist so gut wie 100%ig dass man sie da trifft wo ich es dann vermute ..

    aber dafür geht dann halt mal n freitag/samstag abend flöten! oder der anfang von diesem!

  16. 16 4. Stadtmusikant 03. März 2010 um 3:38 Uhr

    Wie wäre es denn mal, wenn die AFA DEL nicht nur reagiert, sondern auch mal agiert? Die Welt besteht nicht NUR aus Nazis, andere Themen wollen auch besetzt werden.
    Denn inzwischen machen nur noch die Nazis Politik in Delmenhorst.

  17. 17 MC Ordes! 03. März 2010 um 21:48 Uhr

    Wie schon weiter oben gesagt wurde, viele Menschen sehen einfach nicht, was alles in DEL passiert (auch von Seiten der AFA DEL). Es wird nur davon abgesehen für jedes Outing, jede Aktion oder sonst was ein Artikel auf Indy zu posten oder sonst was – deswegen wohl der Verdacht.
    Es passiert ne Menge in Del und die Trolls die hier rumposen und labern, haben die wenigste Ahnung wie es vor Ort aussieht und was in Del so abgeht!

  1. 1 Delmenhorst - Blog - 25 Feb 2010 Pingback am 26. Februar 2010 um 11:29 Uhr
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