Aufwertung des 1/4

Letztes Jahr hat die Bremer Bürgerschaft unter anderem den Ostertorsteinweg per Gesetz zum Innovationsbereich erklärt. Dies soll bewirken, dass sich die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke zusammensetzen, um in Eigenregie und mit eigenen Mittel ihren Standort aufzuwerten. Für diese Zwecke soll von den Grundstückseigentümern ein bestimmter Geldbetrag an die Interessengemeinschaft „Das Viertel“ gezahlt werden.
Laut Weser-Kurier „erreichen die Bescheide Beträge von bis zu 10000 Euro.“ Gegen diesen Zwangsbeitrag regt sich nun Widerstand. So ist ein erstes Treffen zahlungsunwilliger Eigentümer geplant und einige Anlieger haben sich einen Anwalt genommen und Widerspruch eingelegt.
Leider regt sich derzeit nur Widerstand gegen die Zahlung der Zwangsbeiträge und nicht generell gegen diesen gewollten Umstrukturierungsprozess.
Schweinske war nur der Anfang. Wir wollen kein yuppisiertes Viertel!


12 Antworten auf „Aufwertung des 1/4“


  1. 1 Zecke 01. März 2010 um 23:45 Uhr

    Yuppies – sind das „die Anderen“, die drohen unsere herbei-halluzinierte heile Viertel-Welt zu zerstören? S

  2. 2 Zecke 02. März 2010 um 0:28 Uhr

    heile?
    die yuppies machen das viertel wieder heile

  3. 3 BILD 02. März 2010 um 2:09 Uhr

    passt thematisch:
    http://www.bild.de/BILD/regional/bremen/aktuell/2010/03/02/bremen-wird-zugeklebt/wilde-plakate-verschandeln-das-viertel.html

    Wilde Plakate verschandeln das Viertel
    Bremen wird zugeklebt

    Das Viertel zwischen Goethe-Theater und Humboldtstraße. Wo man hinguckt, kleben Plakate an Wänden, Hausecken, Ampelmasten und Telefonzellen. Der urige Stadtteil wirkt total heruntergekommen.

    Beispiel Fehrfeld: Die Hauseingänge sind mit Zetteln zugekleistert. Zigaretten-Automaten und Verkehrsschilder sind unter dicken Schichten von Aufklebern verschwunden.

    Der Ostertorsteinweg: Kaum eine Hauswand, die nicht mit alten und neuen Plakaten zugeklebt ist. Die Humboldtstraße: Das zugemauerte Häuschen ist beschmiert und mit alten Plakaten verunstaltet. Beispiel Sielwall: Die ehemalige Stuck-Fassade einens Hauses ist übersät von abgekratzen Plakat-Resten.

    Bewohner und Geschäftsleute sind genervt. Haus-Eigentümer Said Sharifi (43): „Die Fassade an meinem Haus am Sielwall lasse ich einmal im Monat sauber machen. Nach zwei Tagen ist sie schon wieder zugeklebt.“

    An anderen Stellen hängen vom Regen aufgeweichte, dicke Plakatplatten von den Wänden. Jürgen von der Behrens (47) vom Quartier-Service sammelt sie mit einem Pickup ein. Jürgen: „Sie drohen auf Kinder oder geparkte Autos zu krachen.“

    Prem Chand (54), Inhaber von „Corona Pizza“ im Fehrfeld: „Kein schöner Anblick. Hier sieht es überall schmuddelig aus. Wann hört das bloß endlich auf?“

    Vermutlich erst, wenn die Polizei auf Tätersuche geht. Denn für Sachbeschädigung gibt’s bis zu zwei Jahre Gefängnis, ersatzweise Geldstrafe. Und Schadenersatz-Forderungen.

  4. 4 Renn 02. März 2010 um 10:10 Uhr

    Yuppi, renn!

    Denn wir haben ja ein RECHT auf UNSER VIERTEL! Oder etwa nicht?

  5. 5 Zecke 03. März 2010 um 1:02 Uhr

    Am Samstag wurde übrigens in einer Straße ne Barrikade gebaut die Bullen musst mit der Feuerwehr zusammen nachtschicht schieben ;-)

  6. 6 Commie 03. März 2010 um 8:32 Uhr

    Sehr gut! Zweck linker Politik ist es schließlich Bullen und Feuerwehr Überstunden machen zu lassen. One solution, revolution, oder so…

  7. 7 nie_wieder 03. März 2010 um 23:36 Uhr

    Zitat von BIld.de
    „Dieser Stadtteil ist nun mal asozial! ich erinnere nur an die alte Dame vom Fischladen die ihre Nachtruhe einfordern wollte und sich von Drogendealern als Nazisau beschimpfen lassen musste und beschpuckt wurde! Man sollte wirklich mal eine Bürgerwehr gründen, man kann nich mehr auf die Politik warten da dort Stillstand herscht, jetzt ist der Bürger gefragt, wir sollten unsere Zukunft selber in die Hand nehmen!“

    http://www.bild.de/BILD/regional/bremen/aktuell/2010/03/02/bremen-wird-zugeklebt/wilde-plakate-verschandeln-das-viertel.html

  8. 8 lisa 04. März 2010 um 13:27 Uhr

    ganz ketzerisch gesagt:
    *das schweinske wurde nicht von autonomen niedergerungen.
    *euer viertel ist schon „yuppisiert“ (wenn schon in solchen kategorien gedacht und politik gemacht wird).

    @renn:
    yuppie renn, ist unter aller kanone.
    zum emanziptivem gehalt von yuppies jagen (amm beispiel des hip hoppers holger burner):
    http://kis.blogsport.de/2009/12/03/flugblatt-gegen-holger-burner/
    holger burner im original:
    http://www.youtube.com/watch?v=8ZbKHhFR7Es&feature=player_embedded

  9. 9 @lisa 06. März 2010 um 14:00 Uhr

    Nun ja, eigentlich wollte ich nur das Wort Yuppi etwas aufs Korn nehmen. ;)
    Im übrigen ist alles auf der welt nach dem emanzipatorischen inhalt zu untersuchen auch nicht wirklich das, was ich mir unter linker politik vorstelle. Aber das nur am Rande.

  10. 10 Kara 22. März 2010 um 14:11 Uhr

    @lisa
    Holger Burner ist scheiße ok. Aber die Kritik der KIS ebenfalls. Inhaltsloses Phrasengedresche und Behauptungen ohne Quellen bzw. ohne Aussage. Das reine zitieren von ausgewählten Textstellen mach noch keine Kritik.
    Das einzige was inhaltlich daher kommt ist die Kritik an der personifiezierung des Kapitals.
    Ansonsten einfach nur scheiß Antideutsche.

  11. 11 endofroad.blogsport.de 31. März 2011 um 23:02 Uhr

    Aufwertung des 14.. Slap-up :)

  1. 1 Zwangsbeitrag zur Aufwertung legal « end of road Pingback am 05. Juli 2010 um 23:45 Uhr
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