Antimilitaristische Demo in OL

Am Wochenende fand im nahegelegenen Oldenburg eine antimilitaristische Demo unter dem Motto „no bombs, no war, no capitalism“ statt. Es folgt der Bericht des Infoblogs „[regentied]“.

Am 20. März fand in Ol­den­burg mal wie­der eine an­ti­mi­li­ta­ris­ti­sche Demo statt. Unter dem Motto »no bombs, no war, no ca­pi­ta­lism« tra­fen sich etwa 120 Leute (fast aus­schließ­lich aus dem au­to­no­men Spek­trum) bei mä­ßi­gem Wet­ter beim Al­ham­bra und zogen von dort aus erstein­mal durch den alten Ar­bei­te­rIn­nen­stadt­teil Os­tern­burg, in wel­chem da­mals wohl nicht zu­fäl­lig ein Groß­teil der mi­li­tä­ri­schen In­fra­struk­tur un­ter­ge­bracht wurde.

An der Ecke De­de­stra­ße/Dra­go­ner­stra­ße gab es dann ein wenig Ge­drän­gel und Ge­schub­se zwi­schen De­mo­teil­neh­me­rIn­nen und der mas­siv an­we­sen­den Po­li­zei auf­grund von ver­schie­de­nen Rou­ten­vor­stel­lun­gen. Wie schon so oft ka­pi­tu­lier­te schließ­lich team green – al­ler­dings nicht ohne vor­her ein paar Mal or­dent­lich zu­ge­langt zu haben.

So ging es dann über die Ha­mo­nie­stra­ße, Kamp­st­ra­ße und den Gas­weg wei­ter, ein­mal rings um das Bundeswehr-Ver­sor­gungs­amt Nord, das einen Teil des Nach­schu­bes für die deut­schen Trup­pen nach Af­gha­nis­tan lie­fert.

An­schlie­ßend führ­te der Weg der Demo über die Bre­mer­stra­ße zum Kreis­wehr­er­satz­amt und der Bun­des­wehr­fach­hoch­schu­le, wo dann auch die Zwi­schen­kund­ge­bung mit zwei Re­de­bei­trä­gen statt­fand – einer zum Zu­sam­men­hang zwi­schen Kriegs­füh­rung und Ka­pi­tal­in­ter­es­sen, der an­de­re haupt­säch­lich zu den Re­kru­tie­rungs­ver­su­chen der Bun­des­wehr an Schu­len und im Ar­beits­amt.

Da­nach setz­te sich die Demo wie­der in Be­we­gung und ver­ließ über die Cä­ci­li­en­brü­cke Os­tern­burg, um am Schloß­platz in der City die Ab­schluss­kund­ge­bung ab­zu­hal­ten. Im dor­ti­gen Re­de­bei­trag ging es u.a. um die Ver­lo­gen­heit der deut­schen Kriegs­pro­pa­gan­da, den preu­ßi­schen Mi­li­ta­ris­mus und die na­he­zu un­ge­bro­che­nen Kon­ti­nui­tä­ten zwi­schen Ol­den­bur­ger Ein­hei­ten der Wehr­macht und der heu­ti­gen Luft­lan­de­bri­ga­de 31.

Es bleibt dabei:
»Keine Frau, kei­nen Mann für das deut­sche Kriegs­pro­gramm!«

Bericht vom Infoblog „[regentied]