Archiv für April 2010

Besetzung von Leiharbeitsfirma

Rund 170 Leute haben in Bremen am 29. April kurzzeitig eine Leiharbeitsfirma in der Bremer Innenstadt besetzt. Das Bremer mayday-Bündnis hatte zu einer Kundgebung gegen Prekarisierung und Ausbeutung aufgerufen, in deren Anschluss dann die Besetzung stattfand.

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Urteil im Brechmittelprozess kassiert

Das Urteil des Langerichts Bremen im Fall des durch einen Polizeiarzt im Jahr 2004 getöteten Laye Alama Condé wurde vom Bundesgerichtshof aufgehoben. Die Bremer Richter hatten den Polizeiarzt im Dezember 2008 vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen, weil er „unzureichend ausgebildet“ gewesen sei. Er hatte Condé, der ein mutmaßlicher Drogendealer gewesen sein sollte, zwangsweise ein Brechmittel eingeflößt, woraufhin Condé einige Tage später wegen Ertrinkens starb [INFO]. Gegen das Urteil hatte die Bremer Anwältin der Angehörigen des Opfers Revision eingelegt.
Die obersten Bundesrichter in Leipzig gaben der Revision nun statt und verwiesen den Fall zurück an das Landgericht Bremen. Der Polizeiarzt steht nun also wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge wieder vor Gericht.


Bericht auf buten un binnen [hier]

Sponti in Delmenhorst

Als Reaktion auf einen versuchten Brandanschlag von Neonazis auf das elterliche Auto eines Antifaschisten in Delmenhorst fand am Mittwoch Abend eine Spontandemonstration unter dem Motto „Naziterror stoppen!“ auch unter der Beteiligung zahlreicher Bremer AntifaschistInnen statt.
Im Folgenden ein Bericht der Delmenhorster Antifa.

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Naziaktionswoche in DEL

Nachdem Delmenhorster Nazis am Mittwochmorgen versucht haben, das elterliche Auto eines Antifaschisten in Brand zu setzen, rufen sie nun zu einer Aktionswoche unter dem Motto „Bundeswehr raus aus Afghanistan“ auf.
So kündigen der Milchbubi und JN-Landesführer Julian Monaco zusammen mit Kevin Boeck die Aktionswoche in einem ziemlich theatralischen Youtube-Video auf der Seite der JN-Delmenhorst an. Nach eigenen Angaben soll es einen faschistischen Infotisch am 12. Mai, 10 bis 13 Uhr, und eine Kundgebung am 15. Mai ab 11 Uhr geben.

DIE DELMENHORSTER NAZIS IN DIE DELME SCHMEISSEN!
alle anderen natürlich auch :)

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heute: Antifa-Demo in DEL

Naziterror stoppen! Heute Demonstration. 28.04.

In der heutigen Nacht, 28. April, ereignete sich gegen 00.30 Uhr ein Brandanschlag auf das Auto der Familie eines antifaschistisch engagierten Jugendlichen.

Nur durch Zufall konnte der Anschlag in letzter Minute vereitelt werden. Bereits eine Woche zuvor wurde ein Brief an die Eltern versandt, in diesem derselbe Jugendliche mit Diffarmierungen konfrontiert wird und ihm und seiner Familie in erpresserischer Form gedroht wird – sollte der Jugendliche weiterhin politisch gegen Neonazis aktiv sein, so würden „Aktivitäten“ folgen, eben jene „Aktionen“ gegen „Linksextremisten“ äusserten sich nun in einem Brandanschlag.

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Anti-Atom-Demo am 26.4.

Bericht zur anti-atom-demo am 26.04.2010 in bremen

Um 16h30 gesellten wir uns zu den 7 vollbesetzten wannen, 2 mopeds und den 2 streifenwagen. Als anmelder stellte ich mich dem einsatzleiter vor und fragte für wen denn das aufgebot bestellt sei. Wegen der mobilisierung zum- und der aktionen des wochenendes rechneten die vorgesetzten des cops mit wesentlich mehr als 100 demonstrierenden. Wir bastelten den lauti zu ende, der aufgrund verpeilter orga dann auf einen fahradanhänger mit autobatterie und ghettoblaster geschrumpft war.
Um kurz vor 5 kam ein radfahrer vorbei und wies uns darauf hin, daß andreas hackmann, überregional aktives anti-antifa-kameraloch, in der bahnhofstraße rumstrolche. Nach der weitergabe dieses tips wollten erstmal einige menschen über „hacki“, „bacardi beach“ und anti-antifa informiert werden.

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Veranstaltung: Kritik der Konsumkritik

Kritik der Konsumkritik

Abendveranstaltung am Dienstag, 11. Mai 2010, 19h im Infoladen in der St.-Pauli-Str. 10-12

Kritik an der Art, wie produziert wird, gibt es eine Menge. ZB. daran, dass in Sweatshops zu miserablen Bedingungen Turnschuhe in Trikont-Ländern hergestellt werden, die man hier zum Spottpreis kauft. Tier und Umwelt wird auch übel mitgespielt, nur damit „wir“ konsumieren können. Um das zu ändern, empfehlen allerlei Kampagnen dem Konsumenten bewusstes Einkaufen. Er solle nur für Dinge bezahlen, die unter guten Bedingungen produziert wurden.

Das Problem daran ist kein Mangel an guter Absicht. Sondern: Vieles Kritikable wird durch die Hintertür für gut befunden. So wird sich positiv auf die Konkurrenz der Unternehmen bezogen, wenn die schlechten zugunsten der guten abgestraft werden. Im Lohn wird nur dann ein Ausbeutungsverhältnis gesehen, wenn er niedriger als niedrig ist. Und die Umweltnutzung durchs Kapital ist kein Problem, wenn nicht mehr als üblich zerstört wird. Außerdem wird suggeriert, dass die Konsumentin in der Masse über die Produktionsbedingungen entscheiden könne. Warum man mit einer konsequenten Kritik an Armut und Umweltzerstörung nicht bei einer Konsumkritik-Kampagne, sondern bei einer Kapitalkritik rauskommt, wollen wir auf dieser Abendveranstaltung diskutieren.

www.junge-linke.org

Geburtstagsfeier

Raven Gegen Atomkraft

Gestern und heute gab es in Bremen zwei Raves gegen Atomkraft.
Der erste fand am gestrigen Samstag am Sielwalleck mit circa 150 Leuten statt. Die Stimmung dabei war ziemlich gut. Musikalisch war von Minimal-Elektro bis Ska alles dabei. Zwischen den Liedern gab es Anti-Atom Ansagen und während der gesamten Aktion keinen größeren Stress mit den Cops. Weiter unten im Beitrag findet ihr noch ein Video zum Rave.

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Google Street View

Der Internetdienst Google zeichnet inzwischen nicht nur die Straßen in großen Städten auf, sondern scannt nun auch unter anderem in Bremen sämtliche Funknetze, darunter auch die WLAN-Netze, ab. In Oldenburg wurde dieser Angriff auf den Datenschutz sogar schon sabotiert [INFO].