VS gegen Rechtsextremismus

„Ver­fas­sungs­schutz gegen Rechts­ex­tre­mis­mus“ ist der Titel einer Aus­stel­lung, die ab dem 19. April im Haus der Wis­sen­schaft gezeigt wird. Die Wan­der­aus­stel­lung gibt einen Über­blick über die ak­tu­el­len Er­schei­nungs­for­men des Rechts­ex­tre­mis­mus und ver­mit­telt einen Ein­druck von den jün­ge­ren Ent­wick­lun­gen der rechts­ex­tre­mis­ti­schen Szene ins­be­son­de­re auch von deren Musik. Neben Lied­tex­ten und CD-​Il­lus­tra­tio­nen wer­den auch Kurz­pro­fi­le der Bands sowie An­ga­ben über In­di­zie­rung und straf­recht­li­che Re­le­vanz der Musik dar­ge­bo­ten. Die Aus­stel­lung, die das Lan­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz in Bre­men in Ko­ope­ra­ti­on mit dem nie­der­säch­si­schen Ver­fas­sungs­schutz or­ga­ni­siert, rich­tet sich ins­be­son­de­re auch an Schü­le­rin­nen und Schü­ler ab der 8. Klas­se. Für Schul­klas­sen und Grup­pen wer­den Füh­run­gen von einer Mit­ar­bei­te­rin des Ver­fas­sungs­schut­zes an­ge­bo­ten. Die Aus­stel­lung wird am 19. April um 18. 00 Uhr vom Se­na­tor für In­ne­res und Sport, Ul­rich Mäu­rer, er­öff­net.

Quelle [hier]

Videobeitrag bei buten un binnen [hier]


1 Antwort auf „VS gegen Rechtsextremismus“


  1. 1 Senatorenarsch für Inneres und Sport 19. April 2010 um 20:12 Uhr

    Mäurer: Rechtsextremismus in Bremen verändert sich Verfassungsschutz zeigt Ausstellung über die aktuelle Szene

    Der Senator für Inneres und Sport hat heute (Montag, 4. April 2010) die Ausstellung „Verfassungsschutz gegen Rechtsextremismus“ eröffnet, die bis zum 8. Mai im Haus der Wissenschaft gezeigt wird. Veranstaltet wird die Ausstellung vom Landesamt für Verfassungsschutz, das auch Führungen insbesondere für Schülerinnen und Schüler anbietet.

    Mäurer wies in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass zwar Mitgliederzahlen bei Parteien wie der NPD und der DVU in Bremen rückläufig seien, der Rechtsextremismus aber nach wie vor eine politische Bedrohung für das demokratische Zusammenleben darstelle. Es entwickele sich zunehmend ein rechtsextremes Potential in kleineren nicht fest organisierten Gruppierungen, wie den neonazistischen Kameradschaften oder den subkulturell geprägten Skinheads, die auch ihr äußeres Erscheinungsbild verändert haben. Der Senator erinnerte daran, dass es insbesondere dem enormen zivilgesellschaftlichen Engagement vieler Vereine, Verbände, Institutionen und Privatpersonen in Bremen zu verdanken sei, dass der Rechtsextremismus hier bislang keinen nachhaltigen Erfolg hatte. Da auch die Mitgliederwerbung der Rechtsextremisten aktiver und aggressiver geworden sei, gelte es, weiter aufmerksam zu bleiben und die Aufklärungsarbeit zu intensivieren. Die Ausstellung des Landesamtes für Verfassungsschutz leiste dazu einen wichtigen Beitrag.

    „Bremen ist keineswegs eine Rechtsextremismus-freie Zone. Die Szene ist aktiv, verändert sich und versucht auch in Bremen, junge Leute für sich zu gewinnen“, betonte der Senator. Dazu setzen sie nach seiner Darstellung Instrumente wie Internet, Musik und aktionsorientierte Handlungsformen wie z.B. so genannte Flashmobs ein. Diese Veränderungen werden in der Ausstellung thematisiert. Sie gibt einen Überblick über die aktuellen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und vermittelt einen Eindruck von den jüngeren Entwicklungen der rechtsextremistischen Szene, insbesondere auch von deren Musik. Neben Liedtexten und CD-Illustrationen werden auch Kurzprofile der Bands sowie Angaben über Indizierung und strafrechtliche Relevanz der Musik dargeboten.

    Im Rahmen der Ausstellung veranstaltet das Landesamt für Verfassungsschutz am Donnerstag, dem 22. April um 18.00 Uhr im Haus der Wissenschaft eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Wohin führt der Weg der Rechten“.

    Es diskutieren Prof. Dr. Richard Stöss (FU Berlin), Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber (Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung), Christine Kröger (Weser-Kurier), Holger Münch (Polizeipräsident Bremen) und Hans-Joachim von Wachter (Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz Bremen).
    Moderiert wird die Veranstaltung von Cornelius Peltz-Förster von der Bremer Beratungsstelle „pro aktiv gegen rechts“.

    http://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?id=30813

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