… und das GW3 steht immer noch nicht…

Nachdem die Unileitung die GW3lerInnen mit Zusagen und Versprechungen zum Bau eines neuen Gebäudes dazu verleiten konnte, ihr altes Gebäude aufzugeben, will die Unileitung heute nichts mehr davon wissen.
So haben gestrige Verhandlungen zwischen beiden Parteien nichts wirklich neues ergeben. Die Unileitung will, dass die GESAMTfläche des GW3 nicht mehr als 35m² betragen soll , d.h. eine Dachterasse, die ja die Nutzfläche erhöhen würde (wenn auch nicht die Grundfläche) wird nicht toleriert, womit auch ein zweites Geschoss nicht in Frage kommt. Die GW3lerInnen teilten mit, dass sie keinesfalls bereit sind, noch weiter von ihren Positionen abzurücken, als sie es eh schon getan haben. Der Kompromiss aus der Verhandlung am 15.04.2010 (kein zweiter Stock aber eine begehbare Dachterasse und ein Streifen-fundament) ist das Maximum an entgegenkommen, was noch aufgebracht werden könnte, ohne sich lächerlich zu machen und den Sinn des GW3 komplett obsolet zu machen indem sie sich immer mehr gängeln und zurechtweisen lassen.
Das GW3 ist selbstorganisiert und wird so gebaut, wie die beteiligten es planen und nicht so, wie es der Unileitung am Besten gefällt.

In der Konsequenz sind wir heute mit ein paar Leuten im Büro des Kanzlers aufgetaucht und haben ihm klar mitgeteilt dass wir uns in groben Maße veräppelt vorkommen. Lustigerweise lieferte uns der Kanzler kurz vorher für diese bereits gestern geplante Besuchsaktion in Form eines Faxes noch eine Art Einladung. In dem Schreiben heißt es, dass wir uns nicht so beschweren sollten, denn es wären uns ja so viele Sachen zugestanden worden, und die Ansagen entsprächen doch den Abmachungen vom Dezember. Faktisch ist das jedoch Blödsinn, denn diese “Machtwort” -Ansage, die er uns durch Mittelsmenschen mitteilen liess, wieder- sprechen allen bisherigen Vereinbarungen.
Bei unserem kleine Besuch im Kanzlerbüro heute wiederholte Kück die Behauptung, er würde sich doch an alle Abmachungen halten, wofür er heftige Widerrede erntete. Letztendlich schob er dann zwischen den Zeilen seinen Vertreter_innen (also Hoffmann und Ohrlock und Schäfer) die Schuld in die Schuhe, indem er behauptete, sie hätten ihm die Verhandlungsergebnisse dann wohl “anders dargestellt” als wir sie erlebt haben. Das ist ziemlich feige und unfair.
Es gibt einige Punkte, die wir strategisch klar kriegen müssen: Wofür brauchen wir die Uni? (Wir können ein GW3 durchaus ohne deren Geld und Hilfe auf die Beine stellen…) und Inwiefern bringt und ein weiterer Versuch zur Kooperation noch Vorteile für unser Ziel, endlich wieder einen selbstorganisierten, unabhängigen Freiraum zu haben, der mit Programm gefüllt werden kann?
Die Ansage an den Kanzler heute war eindeutig: Entweder, er geht auf den Kompromiss vom 15.04. ein, oder es besteht keine weitere Verhandlungsgrundlage für uns. Die Entscheidung, ob Kück mit unserem Minimalkonsens leben kann oder nicht, teilt er uns nächste Woche Mittwoch (28.04.) um 15:00Uhr mit (er wird also auf unser Plenum kommen). Wir sollten uns darauf vorbereiten, dass er sich weiterhin gegen uns stellt und schon einmal beginnen, zu planen wie wir dann eben ohne die Uni unser GW3 bauen.
Übrigens gibt es einen Audio-Mitschnitt von dem Gespräch im Kanzlerbüro heute.
Soweit der Stand.

Nächstes Plenum ist am nächsten Mittwoch, 28.04.2010 um 14:00 Uhr im Konferenzraum.

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