Archiv für April 2010

Neues vom GW3

von der GW3 Website:

Hallo an alle!
Soeben ist die Verhandlung mit den Vertreter_innen des Dezernat 4 und der Unileitung zuende gegangen. Unser Unmut über die Verzögerungen bezüglich der Einhaltung der Absprachen wurde zur Kenntnis genommen-hoffentlich mit dem Erfolg, dass auch Konsequenzen folgen.
Leider war keiner der anwesenden offiziellen Vertreter_innen bereit, unsere vorgelegten Baupläne zu akzeptieren. Wir stehen nun vor einer neuen Sachlage, da es offensichtlich Missverständnisse und Unklarheiten bezüglich der ursprünglichen Abmachungen gab. Für uns sieht es nun leider so aus, dass wir nun vor Tatsachen gestellt werden, vor deren Hintergrund wir niemals eingewilligt hätten, das GW3 abzubauen.
Der weitere Umgang mit der Situation muss im Plenum mit allen geklärt werden, die sich für das GW3 interessieren und sich ihm zugehörig fühlen.
Da zur Vermeidung weiterer Verzögerungen bereits ein weiterer Termin festgelegt wurde hier nun der Aufruf an alle:
Kommt am nächsten Mittwoch, 21.04. um 14:00Uhr in den Konferenzraum im AStA!
Dort können wir uns besprechen, hoffentlich eine gemeinsame Position zur neuen Situation und dem bestmöglichen Umgang damit finden und diese dann strategisch in die
Verhandlung mit den “offiziellen” Vertreter_innen ab 15:00 Uhr hineintragen.

Der Kampf geht weiter! Lassen wir uns nicht über den Tisch ziehen!

Beirat für Schließung

SPORTSFREUND Rechtes Sportgeschäft in der Faulenstraße soll weichen

Der Beirat Mitte hat sich für die Schließung des Geschäfts „Sportsfreund“ in der Faulenstraße ausgesprochen. In seiner Sitzung am Montag fällte das Gremium einstimmig einen entsprechenden Beschluss gegen das vor einigen Jahren eröffnete Geschäft.

Dort wird neben Sport- und Nahrungsergänzungsmitteln auch Bekleidung verkauft – und es gilt als Anlaufpunkt der rechten Szene. Das sehen nicht nur Antifas so, sondern „auch die Sicherheitsbehörden“, schreibt der Beirat. In dem Beschluss heißt es, der „Sportsfreund“ sei „kein harmloses Bekleidungsgeschäft“, sondern nehme „Funktionen im Rahmen einer rechtsradikalen Strategie wahr, die darauf angelegt ist, insbesondere Jugendliche im Sinne einer rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Gesinnung zu beeinflussen.“

(mehr…)

bremen.antifa.net

Die Homepage der Bremer Antifa [http://bremen.antifa.net/] ist derzeit offline. Dies liegt nicht etwa daran, dass in Bremen sämtliche antifaschistischen Aktivitäten eingestellt wurden, sondern daran, dass alle Websites, die auf „antifa.net“ enden, momentan nicht mehr zu erreichen sind. Der Grund für den Server-Ausfall ist bis jetzt nicht bekannt, bekannt ist lediglich, dass derartige Ausfälle schon öfter vorgekommen sind – allerdings nie für derart lange Zeit.

    Die Seite ist inzwischen übrigens wieder online.

Veranstaltungswoche zum 6. Mai

Habt ihr noch Helme im Keller?
Bremen ’80: Von militanten Aufbrüchen und antimilitaristischem Widerstand – Ein Rückblick, um wieder nach vorne zu schauen.

Am 6. Mai 1980 wurde der 25. Jahrestag des Natobeitritts der BRD mit einem öffentlichen Rekrutengelöbnis im Bremer Weserstadion gefeiert [wir berichteten]. Es kam zu breiten Protesten und vehementem militanten Widerstand, die dieses Ereignis zu einem Schlüsselmoment Bremer wie bundesweiter außerparlamentarischer Politik werden ließen. Zum 30. Jahrestag der „Schlacht am Osterdeich“ findet vom 3. bis zum 11. Mai eine Veranstaltungsreihe in Bremen statt.

Mit einem Blick zurück wollen wir dabei auf die Hochphase der Antikriegsbewegung und zu den Anfängen einer undogmatischen, autonomen Bewegung zurückschauen. Jenseits von Mythenbildung und Idealisierung, wollen wir so zur (Wieder)Aneignung unserer eigenen, Widerstandsgeschichte beitragen. Mit einem weiteren Blick, diesmal nach
vorne, wollen wir deshalb die Brücke ins Jahr 2010 und darüber hinaus schlagen. Deutschland ist wieder im Krieg und Bremen einer der wichtigsten nationalen Rüstungsstandorte.
Autonome und linksradikale Politik ist derweil schon lange in der Defensive, auch wenn in jüngster Zeit hier und da Gegentendenzen auszumachen sind. Im Wissen um unsere kollektive Geschichte und Erfahrungen wollen wir daher einen Anknüpfungspunkt schaffen, um über unsere Motivationen, unsere Strategien, unsere Organisierung und unsere
Aktionsformen zu streiten.

(mehr…)

…und was machen BremerInnen am 1. Mai?

Wie wäre es mit Oldenburg?

TAKE BACK THE NIGHT

GW3 – AKTUELLER STAND

Nachdem das alte GW3 nun abgerissen wurde, verzögert die Uni durch Nichteinhaltung von Zusagen massiv den Bau des neuen GW3, indem sie sich nicht an Absprachen hält: die Bauarbeiten erfolgen nicht wie versprochen zuerst im vorderen Bereich des zukünftigen Campusparks, so dass das neue Gebäude schnell gebaut werden könnte, sondern an anderen Stellen; das Geld für den Neubau sollte schon längst überwiesen sein, es wurde allerdings noch kein Cent davon gesehen.
Zudem missbraucht das Baudezernat seine Befugnis, über die Statik des neuen Hauses zu urteilen und kritisiert an den aktuellen Bauplänen der Bau-AG herum, obwohl von Anfang an vereinbart war, dass einzig und allein die GW3-Initiative über die Gestaltung des neuen Hauses entscheidet.
Augrund dessen hat die GW3-Initiative entschieden, ein Treffen mit dem Kanzler, dem Vertreter des Baudezernats und anderen Leuten, die Entscheidungen treffen, zu vereinbaren und dort darauf zu beharren, dass die vereinbarten Zusagen, die ja ausschlaggebend für die freiwillige Räumung des Freiraums waren, endlich umgesetzt werden.
Der Neubau soll erfolgen , sobald die Uni wie versprochen ein Fundament auf die Wiese gesetzt hat. Geplant ist ein Fachwerkhaus aus Lehm und Holzbalken, die Grundfläche wird ca. 35 m^2 betragen.

GW3 4ever

Seite des GW3

Besser zu spät als nie…

Wappen vom mexikanischen Honorarkonsulat entführt

Folgende Erklärung wurde uns [directactionde] zugeschickt:

„Wir haben in der Nacht vom 16.03.2010 auf den 17.03.2010 das Wappen der Schlechten Regierungen Mexikos vom mexikanischen Honorarkonsulat in Bremen (Kap-Horn-Straße) abgebaut und entführt.

Wir betrachten das mexikanische Honorarkonsulat in Bremen als Kollaborateur der Schlechten Regierungen in Mexiko. Mindestens seit dem Massaker an hunderten Demonstrant_innen auf dem „Platz der Drei Kulturen“ (Tlatelolco) am 02.10.1968 in Mexiko-Stadt führen die mexikanischen Regierungen einen blutigen Krieg gegen alle, die sich ihrer zerstörerischen und ungerechten Schlechten Politik in den Weg stellen, um für Würde und Gerechtigkeit zu kämpfen. In den letzten Jahren traf die blutige Antwort der schlechten Regierungen u.a. die Menschen in Atenco, die sich gegen den Neubau eines Flughafens und der daraus resultierenden Vertreibung von ihrem Land zur Wehr setzten und dafür brutal angegriffen wurden. Aber auch die sich in Oaxaca organisierenden Menschen, die im Jahr 2007 monatelang einen würdevollen Kampf gegen das Unrecht der dortigen Schlechten Regierung führten, traf die brutale Antwort der Schlechten Regierung, die willkürlich Menschen schlug, vergewaltigte und einsperrte. Derzeit sind die Zapatistas in Chiapas den Angriffen von paramilitärischen Einheiten ausgesetzt, die von den Schlechten Regierungen unterstützt werden. Die Schlechten Regierungen ermuntern die paramilitärischen Gruppen zu Angriffen und im Falle von schweren Verbrechen garantieren sie gleichzeitig Straffreiheit für die Täter_innen.

(mehr…)

AVV am 11.April

AVV 11.04.

30 Jahre 6. Mai

Der 6. Mai 1980 ist ein wichtiges Datum in der Geschichte der militanten Autonomen. Einige sehen in den Geschehnissen diesen Tages sogar die „Geburtsstunde der Autonomen“. Demnächst findet der 30-jährige Jahrestag zu diesem Datum und damit auch eine Veranstaltungswoche [INFO] statt.
Aber was passierte damals überhaupt?
Im Bremer Weserstadion fand eine öffentliche Rekrutierungsveranstaltung zum 25jährigen Bestehen der Bundeswehr statt.
Gegen dieses Gelöbnis demonstrierten circa 10 000 Menschen. Es kam zu heftigen Ausschreitungen. Tausende MilitarismusgegnerInnen, in Gewaltbereitschaft und Anzahl von den Bullen unterschätzt, viele davon in militanten Gruppen organisiert, lieferten sich am Weserstadion Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften. Der Konflikt konnte erst beendet werden, als die Bullen Verstärkung aus Niedersachsen bekamen.


Thomas Grziwa hat uns per E-Mail mitgeteilt, dass er auf dieses Bild ein Copyright habe. Falls dies so ist, ist das Foto dann wohl von ihm und wir sollen eine Quelle angeben: Foto: Thomas Grziwa/ docuMoments.de
Vielen Dank Thomas, für diese rechtliche Belehrung!

(mehr…)