Archiv für Mai 2010

DVU-Infostand in B‘haven

Am Samstag, den 29. Mai, hat die nazistische DVU nach eigenen Angaben einen Infostand in der Bremerhavener Innenstadt aufgebaut und Flugblätter zur bevorstehenden Männer-Fussball-Weltmeisterschaft verteilt.


Nazi H. Müller am Wochenende am DVU-Infostand
Na dann mal auf ein glückliches Vorrundenaus für Deutschland!

Das laust den Affen.

Der Ablehnungsbescheid, mit dem die Bremer Gesundheitsbehörde Experimenten an Makaken-Affen an der Universität Bremen untersagen will, wurde nun vom Verwaltungsgericht aufgehoben. Hirnforscher Professor Andreas Kreiter darf mit seinen umstrittenen Tierversuchen fortfahren.
Das Gericht begründete das Urteil damit, dass die Gesundheitsbehörde erst aufklären muss, „wie groß die Belastung der Versuchstiere und die Bedeutung des Forschungsvorhabens sind.“ Damit geht eine jahrelange Auseinandersetzung in die nächste Runde. Ob die Stadt Bremen Berufung gegen das Urteil einlegt, ist noch unklar.

mehr Infos gibt es…
… im Weser-Kurier [hier]
… in der taz [hier]

Chronologie über die Affenversuche [hier]


Makaken-Affen wird bei vollem Bewusstsein eine Sonde ins Gehirn geschoben

Fussball und Nationalismus

Mit schierer “Fußballbegeisterung” (gegen die an sich nichts einzuwenden ist) kann man bestimmt nicht erklären, warum jetzt wieder so viele Leute ihre Autos, Dächer und Körperteile mit schwarz-rot-goldenen Flaggen schmücken.
Schließlich sind das nicht die Farben des Fußballs, sondern die der Nation. Und so steht dann auch für ziemlich alle WM-Interssierten von vornherein fest, wem sie in diesem Wettkampf die Daumen drücken: “Unserer” Elf. Warum eigentlich?

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mal wieder Critical Mass

Am Freitag fand in Bremen mal wieder eine Critical Mass statt. Dabei haben sich circa 40 Leute mit ihren Fahrrädern am Hauptbahnhof, Ausgang Bürgerweide, getroffen.
Anschließend ging es auf dem Fahrrad durch den Findorfftunnel, weiter an der Polizeiwache Stephanitor vorbei, in der Faulenstraße parolenrufend am Naziladen Sportsfreund vorbei, durch die Martinistraße, von dort aus zum Stern, der 8 Minuten blockiert wurde, zurück zum Hbf, zum Herdentor…
Insgesamt eine erfolgreiche Aktion!

Demo am 10. Juni

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Ländliche Großstadtidylle

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden in Osterholz-Scharmbeck (30.000-Einwohner-Stadt nördlich von Bremen) neun Autos an drei verschiedenen Orten von Unbekannten angezündet. Fünf Fahrzeuge sind dabei völlig ausgebrannt.

Angriff auf Polizei

Gestern Nachmittag wurde an der Schlachte kein Remake des Hitchcock Klassikers „Die Vögel“ gedreht. Trotzdem fühlten sich einige Passanten und vier Polizeibeamte des Innenstadtreviers wie Akteure des Kinohits aus dem Jahr 1960.

Nachdem der Polizei gemeldet worden war, dass an der Schlachte im Bereich Fangturm Passanten von Krähen angegriffen werden würden, wurden die entsandten Einsatzkräfte gleich mit der Realität konfrontiert. Als sie sich nämlich einer mit hängenden Flügeln auf dem Gehweg hockenden und offenbar verletzten Krähe nähern wollten, wurden sie von zwei Artgenossen sofort angegriffen. Diese hatten zunächst im Geäst über dem verletzten Tier gesessen. Nachdem die Kollegen sich zunächst in Sicherheit gebracht hatten, erfuhren sie von Passanten, dass diese beiden Krähen sich immer wieder im
Sturzflug auf ahnungslose Passanten und Radfahrer stürzen würden, sobald diese sich dem verletzten Tier nähern würden.
Dabei hackten die Vögel mit ihren spitzen Schnäbeln auf die Leute ein. Mehrere Personen wurden dabei verletzt und mussten zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Nachdem die Beamten sich mit Schutzschildern, einer Decke und einer Tierkiste „bewaffnet“ hatten, konnten sie die verletzte Krähe einfangen und die wütenden Angriffe der Krähen unverletzt abwehren. Die beiden Krähen beruhigten sich nun und unterließen weitere Angriffe auf Passanten. Ihre Artgenossin verstarb auf dem Weg zur Tierklinik.

Quelle: Polizeipresse Bremen

Die Polizei hat immer Recht

„Die ersten Ergebnisse bestätigen unsere Vermutung, dass die Gewalt gegen Polizeibeamte in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Das ist besorgniserregend und ein Auftrag an uns, den Schutz der Polizeibeamtinnen und -beamten noch weiter zu verstärken.“ KOMMENTAR VON INNENSENTAOR ULRICH MÄURER ZUR STUDIE ZUR GEWALT GEGEN POLIZEIBEAMTE

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) plant derzeit die Erhöhung des Strafrahmens des § 113 StGB bei Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte. Das Thema Gewalt gegen PolizeibeamtInnen und härtere Strafen gegen Ausübende ist heute auch Thema bei der Innenministerkonferenz in Hamburg. Dabei geht es schon wieder darum, dass PolizistInnen vermehrt zur Zielscheibe von Gewalttaten würden und dass die TäterInnen härter bestraft werden müssen.
Gestützt werden soll diese Entwicklung von den ersten Ergebnissen einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zur Gewalt gegen Polizeibeamte. Dabei wurden PolizeibeamtInnen aus zehn Bundesländern per Fragebogen interviewt, welche Erfahrungen sie zwischen 2005 und 2009 mit Gewalt gemacht hätten. Insgesamt nahmen an der Befragung mehr als 20 000 BeamtInnen teil.


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Neulich beim Bells…

…neulich bei der Nazikneipe „Bells“…

In der Nacht vom 25 zum 26 Mai wurde die Nazikneipe Bells in Bremen angegriffen. Es wurden eine Scheibe beschädigt, Graffitis angebracht und der Bells-Schriftzug entwendet.

Kämpfen du musst!

Anlässlich der Krise der Finanzmärkte soll der Rotstift in allen sozialen Bereichen angesetzt werden. Auch im ohnehin chronisch unterfinanzierten Bildungssektor:

Wir können und wollen uns das nicht gefallen lassen, sondern fordern:
- mehr Geld für Bildung statt für Banken
- Demokratische Strukturen und Mitbestimmung
- Ent-Ökonomisierung der Bildung (kein: 12-Jahre-Abi, Bologna-Reform)
- Nach Ausbildung und Abschluss eine Arbeit mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag
- Selbstbestimmtes Lehren und Lernen
- Gesundes Lernen und Arbeiten anstelle von Leistungs- und Konkurrenzdruck
- Noch viel mehr!

An alle StudentInnen, SchülerInnen, Azubis, Lehrende, ErzieherInnen, KindergärtnerInnen, DozentInnen, ProfessorInnen, Eltern und alle, die verstehen, dass Bildung unsere Zukunft ist!
Kommt am 10. Juni um 11 Uhr zum Bremer Hauptbahnhof, damit wir gemeinsam laut und kreativ demonstrieren können.