Nazikundgebung in DEL

Neonazikundgebung- und Spontandemonstration in Delmenhorst, Antifa-Versammlung bleibt verboten, Journalist_Innen und Gegendemonstrant_Innen werden durch Teilnehmer_Innen der „nationalen Kundgebung“ attackiert

Allem Protest zum Trotz konnte die Neonazikundgebung am 15. Mai 2010 stattfinden. Doch nicht nur die Versammlung fand gemäß den Planungen statt – die Polizei gestattete (oder tolerierte) zudem eine spontane Demonstration über mehrere Kilometer. Parolen gröhlend zogen die 60 Teilnehmer_Innen der Kundgebung (teils vermummt und mit Holzlatten bewaffnet) nach Delmenhorst-Deichhorst. Eine antifaschistische Gegendemonstration blieb hingegen untersagt, diese wurde bereits im Vorfeld in einer pauschalen Gleichsetzung von linker Politik und neonazistischer Ideologie durch die Stadt verboten. Am Rande der durch die „Freien Kräfte“ und „Jungen Nationaldemokraten“ organisierten Versammlung, versuchten die größtenteils weither angereisten Neonazis Gegendemonstrant_Innen und Journalist_Innen zu attackieren. Die anwesenden Polizeikräfte tolerierten die Vermummung und Bewaffnung der Neonazis und hinderten Journalist_Innen aktiv an der Berichterstattung über die „nationale Kundgebung“. Eine Dokumentation der Veranstaltung, die sich thematisch gegen die militärische Intervention in Afghanistan richtet, war folglich auch den renommierten Journalist_Innen des Pressekollektivs „Recherche Nord“ nur bedingt möglich. Das Presserecht wurde durch die Polizei eingeschränkt, antifaschistische Proteste durch die Stadt kriminalisiert und verboten, Neonazis konnten uneingeschränkt ihre Pläne durchsetzen.


Antifaschistischer Gegenprotest. “Nazikundgebung geht garnicht!”.

Vorfeld
Die am gestrigen Tage abgehaltene Kundgebung stellte den Abschluss einer „Aktionswoche“ der „Jungen Nationaldemokraten“ – um Julian Monaco – und „Freien Kräfte“ – um Mario Müller dar.
Im Kontext dieser „Aktionstage“, die den militärischen Einsatz in Afghanistan thematisierten, wurden unter anderem zahlreiche „Graffititags“ im gesamten Stadtgebiet angebracht. Auch „zierten Wandmalereien“ mehrere Wände in Delmenhorst-Düsternort. Unter anderem propagierten die Neonazis gemäß der antisemitischen Attitüde „Nie wieder Israel“ – und paradoxerweise auch „Nie wieder Krieg“. Mehrfach versammelten sich Neonazis an diversen Orten in der Innenstadt (etwa Einkaufszentren) und verteilten Flugblätter.
Als Auftaktaktion diente die Pflege eines „Ehrenmals“ auf der Nordwolle – hierbei reinigten die Neonazis Inschriften und Platz, platzierten in Ganderkesee Kränze, hielten Reden und besangen die „toten Helden“ mittels traditionell-nationalsozialistischen Liedguts.
An den zahlreichen Aktionen waren mehrfach folgende Neonazis beteiligt (weitere Informationen untenstehend): Amrei Komotzki (Ganderkesee), Stefan Rabe (Heide), Mario Alexander Müller (Harpstedt), Julian Frederick Monaco (Delmenhorst), Jonathan von Seggern (Achim), Kevin Boeck (Bookholzberg), Marcel Hesse (Delmenhorst) und Florian Cordes (Delmenhorst).

Um gegen die Aktionswoche zu protestieren, meldeten Antifaschist_Innen bereits im Vorfeld eine Demonstration in Delmenhorst an. Diese sollte dazu dienen, die Neonazikundgebung bestmöglich zu stören – oder gar zu verhindern. Mittels einer weitgehend überregionalen Mobilisierung, wurden unter anderem die Jungsozialisten, die Grüne Jugend und weitere Verbände zur Teilnahme am Protest motiviert. Auch diverse bürgerliche Bündnisse und antifaschistische Gruppierungen stützten die Aktivitäten.

Mario Müller
Mario Müller

Kurzfristig verbot die Stadt Delmenhorst, unter massivem öffentlichen Druck, sowohl einen für Mittwoch geplanten Infotisch (der Neonazis), als auch die Kundgebung der „Jungen Nationaldemokraten“ – und im gleichen Atemzug die antifaschistische Gegendemonstration. Bürgermeister Patrick de la Lanne glänzte durch pauschale Äußerungen, in denen er unter anderem feststellte, Delmenhorst wolle nichts mit „links-“ oder auch „rechtsextremen Aktivitäten“ zu tun haben.
Gerade mit Hinblick auf die Tatsache, dass eine Stadt wie Delmenhorst sich permanent den ‘vereinten Kampf’ gegen den Hotelkauf des verstorbenen Nazianwaltes Jürgen Rieger zugute hält, ist das Verhalten der Stadt weitaus mehr als nur skandalös. Es ist schlichtweg untragbar.
Damals positionierte sich gemäß der städtischen Geschichtsschreibung eine “ganze” Stadt kontra “Nazis”. Dieselbe Stadt, die jetzt kategorisch gegen antifaschistische Aktionen vorgeht, sie kriminalisiert und sogar verbietet.

Dennoch gehörte es zum antifaschistischen Mobilisierungskonzept, die Einschätzung entsprechender Organe dahingehend zu beinflussen, dass ‘die öffentliche Sicherheit gefährdet’ sei – mit Erfolg. Dank der Mobilisierung, die sich auf dezentrale Konzepte stützte, war es möglich den Infotisch im Vorfeld effektiv zu verhindern. Weder Polizei, noch Verwaltung, konnten die Form der Gegenaktionen einschätzen – Infotisch und Kundgebung wurden verboten.
Auch tatsächlich konnte der Neonazi-Infotisch nicht stattfinden, zu den trotzig angekündigten „kreativen Aktionen“ in der Innenstadt kam es ebenso nicht. Kein Neonazi fand sich im Innenstadtgebiet ein – eine am späten Nachmittag durchgeführte “Aktion” endete prompt im Polizeikessel.

Ebenso lächerlich scheint die stete Betonung der Neonazis, welche die „Zustimmung“ und „positive Resonanz“ der Bevölkerung hervorhebt. Die oftmals vollkommen isolierten Neonazis haben vermutlich mehr Menschen abgeschreckt, als für ihre „nationalen Ideen“ begeistern können.


Anmelder Julian Monaco im Gespräch mit Polizei

Letztendlich klagten die Neonazis gegen das Verbot ihrer Kundgebung am Samstag, das Verwaltungsgericht hob dieses am frühen Freitagabend auf. Die Stadt Delmenhorst legte erneut Widerspruch ein – klagte vor dem Oberverwaltungsgericht und verlor.

Eine geplante Gegendemonstration blieb allerdings auch weiterhin verboten, zu groß war die Angst der Polizei und Verwaltung vor womöglichen „schweren Ausschreitungen“.

Protest
Ab 10:00 Uhr am Morgen versammelten sich Antifaschist_Innen am sgnt. „Schweinemarkt“ in der Innenstadt Delmenhorst. Polizeiketten konnten erfolgreich umflossen werden, zahlreiche Demonstrant_Innen versammelten sich um den späteren Kundgebungsort der Neonazis.
Mittels massiver Vorkontrollen versuchten die Polizist_Innen – bestehend aus mehreren Einsatzhundertschaften aus ganz Norddeutschland – die Gegenaktivitäten zu unterdrücken, bzw. Antifaschist_Innen einzuschüchtern.

Auch eine angereiste Sambagruppe wurde komplett durchsucht, mehrere Anzeigen erstattet, die Beamt_Innen der Einsatzhundertschaft hatten schiere Angst vor „Rauchbomben“ in den Instrumenten der Personen – eine ausführliche Durchsuchung war Folge. Zudem wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen – teilweise war es Demonstrant_Innen nicht möglich den Bahnhof zu verlassen, auch weil die Polizist_Innen (illegalerweise) stets betonten, jeder Gegenprotest sei verboten.
Währenddessen verteilten die Teilnehmer_Innen der antifaschistischen Kundgebung mehrere Hundert Flugblätter, spielten Redebeiträge ab und thematisierten die massive Neonaziproblematik in der niedersächsischen Stadt.


Nazikundgebung

Im Folgenden versammelten sich etwa 100 Gegendemonstrant_Innen um die Kundgebung der Neonazis, auch wenn es Antifaschist_Innen teils nicht möglich war an die Versammlung zu treten, wurde diese massiv durch Trillerpfeifen, Trommeln und Zwischenrufe gestört. Freundlicherweise erinnerten auch lautstarke Parolen an die „taumelnden Neonazis“ im Bremer „Viertel“ – einige Protestierende skandierten lautstark „Taxi für Mario!“.

Kundgebung
Ab 11:00 Uhr versammelten sich Neonazis in einer dunklen Ecke neben dem Rathaus Delmenhorst – zentral. Zuvor wurden diese per „Schleuspunkt“ an der Stadtgrenze zur Kundgebung gelotst. Ein Großteil der Fahrzeuge parkte in Delmenhorst-Deichhorst. Von hier marschierten folgend auch 50 Teilnehmer_Innen über die Oldenburger-Straße in Richtung des Versammlungsortes.

Bereits hier versuchten angereiste Teilnehmer_Innen aus Dortmund Journalist_Innen zu attackieren (verbal, wie auch körperlich), die Polizei hielt eine Intervention hier nicht für notwendig und ließ die Neonazis agieren.
Nach kurzer Zeit erschien ebenfalls der Lautsprecherwagen – aus Dortmund. Progressiv wie immer nutzten die anwesenden „Rebellen“ auch gleich einen Kasettenrekorder um den Platz mit Rechtsrock zu beschallen. Einige der Neonazis entrollten Transparente, unter anderem forderten die Neonazis „Friede den Hütten – Krieg den Palästen“.

Dokumentiert wurde die „nationale Kundgebung“ durch Marcel Hesse (Delmenhorst). Der szeneintern als „Schisser“ und „Angsthase“ verspottete 17-jährige, filmte die Versammlung. Eher unbeholfen stolperte er vor dem Zug der anreisenden Neonazis umher und versuchte Bildmaterial zu erstellen.

Mario Alexander Müller zeigte sich Anfangs weniger aktiv, zwar forderte er die „Delmenhorst Bezugsgruppe“ mehrfach dazu auf, sich zu „versammeln“, jedoch glänzte der durch seine „Kameraden“ als „psychisch labil“ bezeichnete Arbeitslose mehrfach darin, seine Untergebenen zurechtzuweisen.
Amrei Komotzki könne ja nicht zu „den Zecken winken“, die ehemalige Punkerin trug ein Transparent, das sich thematisch gegen das transatlantische Verteidigungsbündnis „Nato“ richtete. Für größere Aufgaben war sie scheinbar nicht gebrauchbar – obgleich Mario Alexander Müller üblicherweise soetwas wie Zuneigung für Amrei empfindet und empfand, musste sie sich eine mehrminütige, lautstark vorgetragene Kritik anhören, dass „Zecken“ ja nicht „zuzuwinken“ sei – schon gar nicht vor den eigenen Kameraden.

Amrei Komotzki � Mitte
Amrei Komotzki – Mitte

Für Redebeiträge sorgten unter anderem Neonazis aus Hannover, Dortmund und Delmenhorst. Julian Frederick Monaco, „Landesführer“ der „Jungen Nationaldemokraten“ in Niedersachsen sprach über den „Einsatz der deutschen Soldaten in Afghanistan“ – unklar bleibt unterdessen, ob seine Rede gemäß der üblichen Vorgehensweise durch den “Schulungsverantwortlichen” Kevin Boeck formuliert wurde – dieser durfte schließlich auch zum Mikrofon greifen.

Desweiteren versammelten sich andere Neonazis aus Delmenhorst und der Umgebung auf der Kundgebung – namentlich: Stefan Rabe (Heide), Felix Stolte (Bookholzberg), sowie Einzelpersonen aus dem Hooligan-Milieu. Andere Teilnehmer_Innen waren aus Ostfriesland, Meckelnburg-Vorpommern, Brandenburg/Berlin und Hamburg angereist.

Nazihooligans aus Delmenhorst. Rechts, Felix Stolte (Bookholzberg)
Nazihooligans aus Delmenhorst. Rechts, Felix Stolte (Bookholzberg)

Polizeiverhalten
Nachdem der Anmelder, Julian Frederick Monaco, die Kundgebung am Rande des Rathauses auflöste kam es zu tumultartigen Szenen. Die versammelten Neonazis strömten auf die Straße und gröhlten Parolen. Mario Müller, bewaffnet mit einer großen Holzstange attackierte komplett vermummt eine Polizistin – weder wurde er in Gewahrsahm genommen, noch wurden die Sprechchöre unterbunden – obgleich die Polizei die Anwesenden darauf hinwies, dass “Skandieren von Parolen zu unterlassen”.
Folgend zogen 60 Neonazis erneut mit Fahnen, in Reihen – und in Begleitung des Dortmunder Lautsprecherwagens, in Richtung Delmenhorst-Deichhorst. Lautstark gröhlte die Gruppe Parolen, pöbelte Journalist_Innen an und sang Lieder mit eindeutig rechtsextremen Botschaften.

Wir kritisieren die Zulassung einer “spontanen Demonstration” durch Neonazis aufs Schärfste. Es kann nicht sein, dass antifaschistische Gegendemonstrationen kriminalisiert, verboten oder an den Rand der Stadt verdrängt werden – und gleichzeitig keinerlei Intervention gegen eine offenkundig illegale Versammlung bekannter Neonazis stattfindet. Delmenhorst – das nur zu gerne auf den ‘vereinten Kampf’ gegen den verstorbenen Neonazi Jürgen Rieger verweißt – streut den Neonazis offenkundig Rosen auf den Weg.

Im Kontext der neonazistischen Mahnwache am 25. Februar 2010 wurden Gegendemonstrant_Innen für weitaus weniger mit Platzverweisen überhäuft oder verklagt. Mario Müller – obgleich bis zur unkenntlichkeit vermummt – wurde weder verwarnt, noch zeigte sich eine sonstige Reaktion seitens der Polizist_Innen vor Ort.

Vermummungsverbot, Polizei ignoriert Straftaten.
Vermummungsverbot, Polizei ignoriert Straftaten

Gleichzeitig zum neonazistischen “Spontanmarsch” auf dem Fußweg riegelten Einheiten der Bereitschaftspolizei sämtliche Nebenstraßen ab und erteilten zahlreiche Platzverweise. Ebenfalls drohten die anwesenden Beamt_Innen sogleich mit Ingewahrsamnahmen, sollten sich die Demonstrant_Innen nicht unverzüglich entfernen – am Deichhorst-Center stiegen die Neonazis in die unter polizeilicher Beobachtung abgestellten Fahrzeuge, während eine Gruppe Neonazis noch sichtlich überrascht von der Präsenz aktiver Antifaschist_Innen das eigene Auto erst gegen eine Wand setzte und anschließend die Tür in ein polizeiliches Fahrzeug aufzuschlagen, versuchten weitere mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück in die Innenstadt zu gelangen. Dieser Versuch schlug mangels passendem Kleingeld fehl.

Am Rande der Kundgebung kam es bereits zuvor zu illegalen Handlungen durch die Beamt_Innen der Polizei. So wurden Presservertreter_Innen gezielt an der journalistischen Arbeit gehindert. Unter anderem wurde den vermeintlich “linken” Journalist_Innen untersagt, die Nähe der Kundgebung zu suchen. Es ist skandalös, wenn Beamt_Innen der Polizei in konforme und nonkonforme Journalist_Innen differenzieren und diese an der verfassungsrechtlich zugesicherten uneingeschränkten Ausübung ihrer Tätigkeit stören.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags nutzte eine Gruppe von sechs Neonazis die mitgeführten Holzlatten um ein zwei Jugendliche anzugreifen. Beide wurden verletzt, einer erlitt einen Knochenbruch, mithilfe von Passanten konnten beide vor den vermummten Angreifer_Innen entkommen.

Verwaltung
In den nun folgenden Tagen wird sich die städtische Verwaltung damit rühmen “alles getan” zu haben – auch tatsächlich waren rechtliche Schritte genutzt worden. Zahlreiche andere Möglichkeiten, eine rechtsextreme Versammlung zu verhindern, allerdings ebenso.

Es gehört zur Spezifität der Neonaziproblematik in Delmenhorst, dass aus standortpolitischen Gründen, sowie einer immanenten Angst vor “Ausschreitungen” antifaschistische Proteste stigmatisiert und kriminalisiert werden. In kaum einer anderen Stadt wurde innerhalb der letzten Jahre eine antifaschistische Bündnisdemonstration durch die Verwaltungsbehörden verboten – ein absolutes Armutszeugnis.

Auch die immense Furcht vor “Ausschreitungen” wirkt paradox – tatsächlich soll es Menschen geben, die lieber ein paar brennende Mülltonnen sehen, als marschierende Neonazis.
Jede Form von Protest wurde von Beginn an kontrolliert – mit einem weniger großen Polizeiaufgebot, wäre eine effektive Politik gegen die Neonazis und deren Versammlung möglich gewesen.

Fazit
Die verhältnismäßig geringe Zahl an Gegendemonstrant_Innen führen wir eindeutig auf die kurzfristige Entscheidung der Gerichte zurück. Erst am Freitagabend wurde das Urteil durch das Verwaltungsgericht in Oldenburg veröffentlicht. Aufgrund der bereits erfolgten Untersagung eines “Infotisches” am Mittwoch (12.04.2010) rechneten zahlreiche Gegner_Innen mit einem weiteren Verbot – eine Fehleinschätzung.

Grundlegend verlief die überregionale Mobilisierung positiv. Wäre die Entscheidung weniger kurzfristig gefallen, hätten sich mehr Antifaschist_Innen an den Gegenaktivitäten beteiligt. Tatsächlich befanden sich kontant etwa 150 Personen an der Gegenkundgebung am sog. “Schweinemarkt” und an der Neonaziversammlung. Zahlreiche weitere befanden sich in der Umgebung.

Das Ziel die “Aktionswoche” zum Desaster zu machen, verfehlte unsere Mobilisierung hingegen. Sowohl die Kundgebung konnte (wenn auch akustisch stark gestört) stattfinden, als auch eine Spontandemonstration veranstaltet werden. Ohne das Verhalten von Polizei und Verwaltung jedoch, wären die “Aktionstage” und auch die festgelegten Termine und deren Ablauf womöglich anders verlaufen. Durch das Verbot der antifaschistischen Gegendemonstration wurde sowohl die Mobilisierung geschmälert, als auch Möglichkeiten der Blockade minimiert.

Die gestrige Kundgebung stellt einen erneuten traurigen Höhepunkt neonazistischer Kontinuietät in Delmenhorst dar – mehr als 30 Übergriffe, mehr als zehn Verletzte (teils schwer), ein Übergriff von 30 Neonazis auf einen städtischen Jugendtreff, mehrere Fackelmärsche und Schulungen, sowie eine Kundgebung und Spontandemonstration am 15. Mai 2010 führen uns dazu, erneut eine stärkere Mobilisierung antifaschistischer Kräfte nach Delmenhorst zu fordern. Antifa heißt noch immer Angriff! Nazi sein heißt Probleme kriegen!

antifa-aktion.com


45 Antworten auf „Nazikundgebung in DEL“


  1. 1 bikaze 17. Mai 2010 um 12:35 Uhr

    wie wärs mal mit realistischer berichterstattung, anstatt schon wieder ’schwerverletzte‘ (habt ihr überhaupt die definition einer schweren, bleibenden verletzung kapiert?) herbeizuhalluzinieren und details, die zumindest ich euch nicht so ganz abnehme, zu erfinden? faschos haben kein kleingeld, sowas. das täuscht nicht über den beschissen gelaufenen tag weg, also lieber konstruktiv-kritische reflektion als verbales prollogehabe.

  2. 2 Delmenhorst du Scheisskaff 17. Mai 2010 um 13:07 Uhr

    Die Delmenhorster haben sich im Vorfeld ganz klar von anderen Aktionsformen als „Nazis-Raus-Sprüche“ distanziert. Hoffentlich hat die Antifa Delmenhorst jetzt ihr heiss herbeigewünschtes Bündnis mit den Bürgern…

  3. 3 Bremen du Scheisskaff 17. Mai 2010 um 13:45 Uhr

    Wie du schon richtig sagst:
    DIE DELMENHORSTER haben sich distanziert.

    Was war mit BremerInnen? OldenburgerInnen? Die sind gar nicht erst gekommen. Ganz toll.
    Wenn sich DelmenhorsterInnen distanzieren, bedeutet das nicht, dasz Menschen von außerhalb da mitziehen müssen.

    Du StädterIn hättest ja mit den tausend anderen angereisten GenossInnen die große Riot starten können.

    Lieber est einmal die Klappe halten und nachdenken

    Die Menschen aus Delmenhorst haben sich den Arsch aufgerissen und wie wird ihnen das gedankt? Mit Pöbeleien und dem allgemeinen „Delmenhorst ist eh scheisze“-Gelaber. Sehr sehr konstruktiv und hilfreich!

  4. 4 nach delmenhorst 17. Mai 2010 um 14:04 Uhr

    an die delmenhorster: lasst euch nicht kirre machen von den bremer betonköpfen. es ist auf jeden fall ok was ihr macht.
    grüße in die provinz.

  5. 5 an die delmenhorster 17. Mai 2010 um 14:09 Uhr

    an die delmenhorster: lasst euch mal nicht kirre machen von den bremer betonköpfen. ist ja nicht so, als würden die alles so toll hinkriegen.
    macht weiter so.
    grüße in die provinz.

  6. 6 nach delmenhorst 17. Mai 2010 um 14:11 Uhr

    an die delmenhorster: lasst euch mal nicht kirre machen von den bremer betonköpfen. ist ja nicht so, als würden die alles so toll hinkriegen.
    macht weiter so.
    grüße in die provinz.

  7. 7 Rudi 17. Mai 2010 um 14:48 Uhr
  8. 8 fotos 17. Mai 2010 um 14:58 Uhr

    Als Antifas die Polizist_innen ansprachen, um sie auf die Vermummung der Nazis ( insbesondere Mario Müller) aufmerksam zu machen entgegneten die Cops dass man sich verpissen sollte und nciht provozieren soll!

    http://recherche-nord.com/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=464&Itemid=149
    Fotos der Nazis

  9. 9 Gollum 17. Mai 2010 um 15:00 Uhr
  10. 10 ... 17. Mai 2010 um 15:34 Uhr

    Krankenhausaufenthalt und Knochenbrüche entsprechen denke ich schweren Verletzungen, du Bauer.

  11. 11 bikaze 17. Mai 2010 um 15:57 Uhr

    krankenhausaufenthalt ist selbst bei ner platzwunde drin, die genäht werden muss. schwere verletzungen bedeuten bleibende schäden, einschränkung der sehfähigkeit, verlust von gliedmaßen, sowas.

    delmenhorst hat einfach ein paar mal zu viel hysterisch um hilfe gerufen, wenn nichts anlag und erst recht nichts ging. das kombiniert mit dem verhalten im februar, die leute ins offene messer der cops laufen zu lassen, die krönung. undurchdacht, keine fähigkeit zur selbstkritik, immer nur am rumheulen und parallel ständig so tun, als wären die nazis so peinlich und lächerlich; warum werdet ihr dann offensichtlich nicht mit ihnen fertig und ruft ständig um hilfe, wenn es wieder „schweste verletzte“ gab? mittlerweile nimmt euch doch keiner mehr ernst. und das ist nichtmal böse, sondern als konstruktive kritik / auseinandersetzung gemeint. da sind klare worte nur angebracht!

    bitte um info: wann und wo ist es zu dem übergriff gekommen? wurden die täter erkannt? welche art von verletzungen haben die opfer genau? wie geht es ihnen? gibt es polizeipresse / lokalpresse zu dem übergriff?

  12. 12 (muss ausgefüllt werden) 17. Mai 2010 um 16:13 Uhr

    „schwere verletzungen bedeuten bleibende schäden, einschränkung der sehfähigkeit, verlust von gliedmaßen, sowas. “

    ist wohl eine definitionssache. du meinst mit deiner aufzählung aber wohl eher BLEIBENDE verletzungen/schäden

  13. 13 bikaze 17. Mai 2010 um 17:04 Uhr

    genau wie „attackieren“ eine definitionssache ist? ich sag nur „neonazis attackieren (verbal und körperlich)“, jaja. ganz ehrlich, dieses rumgeheule ist nur peinlich und auch einfach unauthentisch wenn man an anderer stelle wieder den harten macker mimt und sich über eben die faschos lustig macht, die einen ja offenbar ziemlich in bedrängnis bringen.

    von der restlichen verkrampften und pseudointellektuellen anti-d-schreibe mal ganz abgesehen. delmenhorst, du opfer!

  14. 14 taxidriver 17. Mai 2010 um 20:10 Uhr

    „krankenhausaufenthalt ist selbst bei ner platzwunde drin, die genäht werden muss. schwere verletzungen bedeuten bleibende schäden, einschränkung der sehfähigkeit, verlust von gliedmaßen, sowas.“

    Okay. Die Personen, die am Samstag einen leichten Knochenbruch erlitten haben – leicht verletzt. Hören die Opfer sicher gerne, Meister „Bikaze“, altautonomer Mann mit Bart erzählt sein medizinisches Wissen. Du musst es ja auch wissen, kennst ja jeden der verletzt wurde oder im Krankenhaus war persönlich und warst dabei.

    Wenn du keinerlei Ahnung von den Verhältnissen hast, mit denen Menschen in Delmenhorst (nahezu) tagtäglich konfrontiert sind, ist es mehr als lächerlich hier über „hilfeschreie“ zu philosophieren.

    „delmenhorst hat einfach ein paar mal zu viel hysterisch um hilfe gerufen, wenn nichts anlag und erst recht nichts ging. […]“

    Diese hysterischen Hilferufe kennen wir ja. Okay. An die aktiven Menschen in Delmenhorst: Bitte gebt nicht bescheid, wenn 30 Neonazis einen Jugendtreff überfallen, Fackelmärsche veranstaltet oder Schulungsveranstaltungen durchgeführt werden. Das ist doch nur hysterisch und Bikaze (mit seiner sicherlich riesigen politischen Erfahrung) empfiehlt euch da nicht zur Solidarisierung aufzurufen. Lasst die Nazis mal machen, sind zwar mehr, aber ist okay.

    „[…] das kombiniert mit dem verhalten im februar, die leute ins offene messer der cops laufen zu lassen, die krönung.[…]“

    Genau, ich habe sie erkannt. Die Delmenhorster, in den Uniformen, mit den Knüppeln, Hunden und Protektoren. Die haben eiskalt alle Antifas festgenommen. Aber innerhalb von wenigen Stunden, nach bekanntmachung der Mahnwache, wäre in Bremen sicherlich eine vollkommen durchstrukturierte und fest geplante Aktion durchgeführt worden. Keine Ahnung von Verhältnissen in der spöttisch als „Provinz“ bezeichneten Kleinstadt haben, aber hier die große Fresse markieren, lächerlich.

    Wie wäre es derartige Kritik intern zu äussern. Aber ich spekuliere mal, dass „Bikaze“ lieber hier, in der Öffentlichkeit die Fresse aufreißt – und nie vor den betroffenen Personen spricht. Ist ja auch einfach. Die Personen, die eben mit der Neonazigewalt konfrontiert sind, die angegriffen werden, verletzt oder deren Autos geschrottet wurden sind ja die schuldigen, nicht Bauern wie „Bikaze“.

    „[…] undurchdacht, keine fähigkeit zur selbstkritik, immer nur am rumheulen und parallel ständig so tun, als wären die nazis so peinlich und lächerlich;[…]“

    Mir erschliesst es sich jetzt nicht so ganz, warum Nazis nicht lächerlich sein können und doch gefährlich. Aber schließt sich nach deiner Denkweise scheinbar kategorisch aus. Musst du ja auch wissen. Du wohnst hier ja eben auch und weißt wie das ist, Bikaze. Wenn du den Artikel mal gelesen hättest (ich habe es), würdest du auch sehen, dass er durchaus selbstkritisch und reflektiv strukturiert ist. Aber ist ja auch unwichtig, hauptsache flamen.

    „[…]warum werdet ihr dann offensichtlich nicht mit ihnen fertig und ruft ständig um hilfe, wenn es wieder „schweste verletzte“ gab?[…]“

    Vielleicht könntest du diese Äusserungen, die schon ziemlich pervers sind, mal vor Opfern neonazistischer Gewalt von dir geben. Das ist nicht nur lächerlich und paradox. Das ist gefährlich und kontraproduktiv. Mich würde es interessieren, wenn du – und Menschen die sich ähnlich über die dortigen Verhältnisse äussern – mal in einer derartige Situation geworfen werden würden.

    Eine strikt organisierte Neonaziszene, wöchentliche Übergriffe, ob leicht ob schwer, ständige Aktivitäten (Fackelmärsche, Schulungen, Mahnwachen, Kundgebung, Flugblätter, Graffitis – …) – da würdest du ja sicherlich mit fertig werden.

    Die verhältnismäßig geringe Zahl an aktiven Antifaschist_Innen in Delmenhorst ist selbstverständlich mit einer derartigen Konstanz und kontinuietät überfordert. Wäre Bremen in einer deratigen Lage, wäre es ähnlich. „Nach Hilfe zu rufen“ – oder wie du es nennst „weinen“, ist da eigentlich selbstverständlich. Manche Menschen, die derartige Kritik auch konstruktiv und intern äussern, kennen da auch ein Schlagwort das dir scheinbar gänzlich unbekannt ist – „Solidarität“.

    „[…]mittlerweile nimmt euch doch keiner mehr ernst. und das ist nichtmal böse, sondern als konstruktive kritik / auseinandersetzung gemeint. da sind klare worte nur angebracht![…]“

    Ich bitte dich nochmal darum, dich doch direkt an die Delmenhorster_Innen zu wenden. An deren Stelle würde ich aber nicht lange warten und dir in die Fresse hauen. Wer derartige Äusserungen von sich gibt, dem ist nicht zu helfen. Das hat nichts mehr mit „Kritik“ zu tun, das ist eine Waffe für die Nazis und vollkommen unsolidarisch! – Im übrigen, ich glaube dich nimmt keiner Ernst, „Bikaze“.

    „[..]“bitte um info: wann und wo ist es zu dem übergriff gekommen? wurden die täter erkannt? welche art von verletzungen haben die opfer genau? wie geht es ihnen? gibt es polizeipresse / lokalpresse zu dem übergriff?[…]“

    Da stellt sich dann letzendlich die Frage: Willst du die Leute aus Delmenhorst verarschen? Stellst du den vorgekommenen Übergriff in Frage? Du glaubst doch nicht Ernsthaft, dass dir irgendjemand an organisierten Personen tatsächlich eine Antwort auf deine (lächerlichen) Fragen gibt, nachdem du vorher derart unsolidarische und ekelhafte Inhalte verbreitet hast.

    „[…] genau wie „attackieren“ eine definitionssache ist? ich sag nur „neonazis attackieren (verbal und körperlich)“, jaja.[…]“

    Eigentlich ist es bei vielen Menschen unumstritten, dass Gewalt verbal wie auch physisch sein kann. Bei dir scheinbar nicht. Musst es ja aber auch wissen. Denn du besitzt ja eines was niemand sonst hat: Die Definitionsmacht! Lass sie dir bitte nicht nehmen. Denn: DU HAST RECHT!

    „[…] ganz ehrlich, dieses rumgeheule ist nur peinlich und auch einfach unauthentisch wenn man an anderer stelle wieder den harten macker mimt und sich über eben die faschos lustig macht, die einen ja offenbar ziemlich in bedrängnis bringen.[…]“

    Ich möchte mal sehen an welchen Stellen oder Artikeln die durch Delmenhorster_Innen publiziert wurden der „harte Macker“ markiert wurde und parallel „lächerliche Nazis“ dargestellt wurden. Wie oben schon genannt: Eine Naziaktion, die paradoxerweise Kriegseinsätze kritisiert kann durchaus lächerlich sein. Gefährlich sind mit Knüppeln bewaffnete und vermummte Nazis dennoch.

    „[…] von der restlichen verkrampften und pseudointellektuellen anti-d-schreibe mal ganz abgesehen. delmenhorst, du opfer![…]“

    Wenn Delmenhorst so Opfer ist, dann fahr doch mal hin und verbring da ne‘ Woche. Ich möchte das nicht. Keine Ahnung von den Verhältnissen vor Ort haben. Keinerlei politische Reflexion oder wissenschaftlich/didaktische Auseinandersetzung mit linksradikaler Politik aber über „pseudointelektuelle anti-d-schreibe“ philosophieren.

    Wie gesagt: Keine Ahnung von Verhältnissen vor Ort, gemischt mit unsolidarisch sein. Wende dich, „Bikaze“, Mensch mit der Definitionsmacht, mal an die Delmenhorster_Innen. Die werden dir für dein pseudointelektuelles-großstadt-geschreibe sicherlich dankbar sein. Denn das ist alles andere als konstruktiv.

  15. 15 Konstruktiv- kann das gegessen werden? 17. Mai 2010 um 20:25 Uhr

    „Die Delmenhorster haben sich im Vorfeld ganz klar von anderen Aktionsformen als „Nazis-Raus-Sprüche“ distanziert. Hoffentlich hat die Antifa Delmenhorst jetzt ihr heiss herbeigewünschtes Bündnis mit den Bürgern… “

    So ein Bündnis war meines Erachtens nie erwünscht, wo kommen denn deine anscheinend interen Infos her?
    Wurde wohl einfach versucht ne breite Masse anzusprechen.
    Weil bei „militanten“ Aktion heult der Rest der „Linken“ wieder rum, dass „die Delmenhorster“ nichts geplant hätten – und wenn, dann nur end scheiße.

    Ihr solltet langsam mal begreifen, dass „heile-großstadt-welt“scheiße nicht mit Provinz zu vergleichen ist.
    Nicht mit den Bullen (die einfach oft überzogen reagieren/reagiert haben in DEL, das im Februar lag nicht an „den Delmenhorstern“ – woanders (mit sicherheit in dem ach so tollen bremen!!!!) wäre die Aktion als erfolg durchgegangen.
    Auch nicht mit dem Auftreten der Nazis vor Ort, die Wohnorte und sonst was kennen.

    Nehmt ihr ma die rosa brille ab, reflektiert selbst zu erst und äußert dann KONSTRUKTIVE Kritik, wenn das dann noch intern passiert – woah krass die Revolution is zum greifen Nahe.

  16. 16 Becks-Town ♥s DEL 17. Mai 2010 um 20:37 Uhr

    „Nehmt ihr ma die rosa brille ab, reflektiert selbst zu erst und äußert dann KONSTRUKTIVE Kritik, wenn das dann noch intern passiert – woah krass die Revolution is zum greifen Nahe. “

    Jetzt schere mal bitte nicht alle über einen Kopp! Nicht alle Bremer_innen haben euch kritisiert. Die Meinung, die hier unter der Kommentar-Funktion dargestellt wird, ist nicht repräsentativ.

    Trotzdem ein Lob:
    Macht weiter so in DEL!

  17. 17 dabeigewesenes Wesen 17. Mai 2010 um 20:55 Uhr

    trotzdem stellt sich bei mir die Frage warum bei der Sponti 150 Leute anwesend waren und bei einer zweiwöchigen, überregionalen Mobilisierung nur 80 (!!!).

    Villeicht sollten die Delmenhorster mal, anstatt immer den Bremern die Schuld in die Schuhe zu schieben, sich auch mal ab und zu an den eigenen Kopp packen.

  18. 18 Rudi 17. Mai 2010 um 21:01 Uhr

    Du kannst ja wohl jetzt nicht den Menschen aus Delmenhorst die Schuld an der Nichtanwesenheit von Bremern geben!

    Die Delmenhorster haben sich echt den Arsch aufgerissen: eine Inforunde in Bremen veranstaltet, zahlreiche Flyer und Plakate nach Bremen gebracht, Flyer in Briefkästen verteilt und zusätzlich noch versucht, in der laufenden Woche etwas praktisches gegen die Faschisten zu unternehmen.
    Das sind nun mal nicht so viele, wie ihr in euer Stadt, wo man das mal eben schnell auf 20 oder mehr Personen verteilen kann. Die sind noch nicht einmal 20 Leute. Wie stellst du dir das vor, was die noch hätten machen sollen???????

    Ich bitte um eine (konstruktive) Antwort

  19. 19 Schuldzuweisung 17. Mai 2010 um 21:06 Uhr

    Es sollte hier jetzt auch nicht um Schuldzuweisungen, gehen die vermeintlich aus Del kommen oder HB.
    Das is Kindergarten kacke. So wie ich das verstanden hab, geht das um das grundsätzliche geflame nach Aktionen in Del oder Del betreffend.

  20. 20 hannes23 17. Mai 2010 um 21:18 Uhr

    „trotzdem stellt sich bei mir die Frage warum bei der Sponti 150 Leute anwesend waren und bei einer zweiwöchigen, überregionalen Mobilisierung nur 80 (!!!).

    Villeicht sollten die Delmenhorster mal, anstatt immer den Bremern die Schuld in die Schuhe zu schieben, sich auch mal ab und zu an den eigenen Kopp packen.“

    … Artikel gelesen? …

  21. 21 dabeigewesenes Wesen 17. Mai 2010 um 22:01 Uhr

    Ja ich habe den Artikel gelesen und nein, ich finde im Text keine antwort auf meine frage. Wenn ich heute den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe dann tut es mir leid.

  22. 22 ... 17. Mai 2010 um 23:00 Uhr

    @Rudi..

    „Die ver­hält­nis­mä­ßig ge­rin­ge Zahl an Ge­gen­de­mons­tran­t_In­nen füh­ren wir ein­deu­tig auf die kurz­fris­ti­ge Ent­schei­dung der Ge­rich­te zu­rück. Erst am Frei­tag­abend wurde das Ur­teil durch das Ver­wal­tungs­ge­richt in Ol­den­burg ver­öf­fent­licht. Auf­grund der be­reits er­folg­ten Un­ter­sa­gung eines “In­fo­ti­sches” am Mitt­woch (12.​04.​2010) rech­ne­ten zahl­rei­che Geg­ner_In­nen mit einem wei­te­ren Ver­bot – eine Fehl­ein­schät­zung.“

    Solidarität mit Delmenhorst und so.

  23. 23 hurra, hurra, die bremer die sind da! 17. Mai 2010 um 23:23 Uhr

    Eines beweist das Ganze hier ja:
    Es mangelt an Kommunikation. Kritik wird geäußert, wenn auch nur von blöden Internetgeposern, die im Internet ablassen, was sie sich auf Treffen nicht trauen würden – mackrig und scheiße unsolidarisch.

    Ich finde, es darf ruhig Kritik an den Delmenhorstern geben, aber ohne Bremer-Großstadt-Borniertheit. Auch die Bremer Verhaltensweisen sind kritikabel. Aber Kritik muss immer noch solidarische Auseiandersetzung sein und nicht Internetgedisse. Das ist tatsächlich Kindergarten von Bremen.

  24. 24 Bremer 18. Mai 2010 um 7:19 Uhr

    Das hier sind Kommentare von Menschen, die nichts mit dem Stimmungsbild einer ganzen Stadt zu schaffen haben. Das verstehen aber anscheinend nicht alle hier, oder? Ich war am Samstag auch in DEL,obwohl ich Bremer bin und supporte so gut es geht die Menschen vor Ort.
    Verallgemeinerung ist ein Wissensdefizit.

  25. 25 fotos 18. Mai 2010 um 8:27 Uhr
  26. 26 trauriger bremer aus dem großem pott 18. Mai 2010 um 8:45 Uhr

    kann mir bitte mal erklärt werden, warum menschen, die das gleiche ziel haben und sich in ihren methoden nicht unterscheiden, es nicht schaffen über gartenzaun-mentalität und lokalpatriotischem kindergartenscheiß hinweg zu kommen.
    „die“ bremerInnen gibt es genausowenig wie eine fest strukturierte „bremer“ antifa.

  27. 27 denunzi 18. Mai 2010 um 9:07 Uhr

    ich weiß ja, keine zusammenarbeit mit den repressionsorganen…
    trotzdem haben wir zu zweit einen der vodka-fans (den mit dem anzug), die bei unserer ankunft mit dem zug in delmenhorst krampfhaft versuchten mit den zur aktion angereisten menschen in kontakt zu kommen, wegen zeigen des hitlergrußes angezeigt. beim abfüren lallte er noch recht laut „nationaler widerstand“. seine kumpelz redeten später von ihm als dem „unteroffizier“.

  28. 28 d-town gheddo alda 18. Mai 2010 um 10:11 Uhr

    „BremerInnen“ sollte es genausowenig geben wie „delmenhorsterInnen“.

    zusammen gegen Nazis in delmenhorst und überall!

    ich denke intern macht so eine diskussion mehr sinn.

  29. 29 Göttingen 18. Mai 2010 um 20:47 Uhr

    Für die Antifa Delmenhorst gilt, was bereits in der Vergangenheit gesagt wurde: Sie haben zu sehr mit inneren Problemen zu tun, um eine politische Gestalterrolle in diesem “ Scheißkaff “ übernehmen zu können. Außerdem verlieren die Delmenhorster überregional zunehmend an Vertrauen. Es sollte in Zukunft vielleicht doch einmal mit Versprechungen geworben werden, die auch einzuhalten sind. Zum Desaster wurde die Kundgebung allenfalls für die Antifaschisten_Innen. 60 Nazis – mit so vielen hat glaube ich keiner von euch gerechnet, zumal es hier auch nur um eine Kundgebung ging. Deren Zusammenarbeit mit außwärtigen Gruppen scheint jedenfalls zu funktionieren.

    Interessanter Weise existiert auch keine genaue Angabe über die Zahl der Gegendemonstranten_Innen. Man sollte in diesem Zusammenhang auch Wert darauf legen, dass Antifas Antifas bleiben und Bürger Bürger, dass man da nichts durcheinanderbringt! Naja, immerhin die Syker haben fleißig Naschwerk gegen Rechts verteilt – welchen Zweck die Aktion gehabt haben soll, bleibt mir ein Rätsel.

    Das Versagen der delmenhorster Antifa kann aber auch nicht, wie hier von einigen behauptet, der geringeren Zahl an Aktivisten zugeschrieben werden. Es gibt immer noch wesentlich mehr Antifaschisten_Innen als Nazis in Delmenhorst und dieses Potential sollte in Zukunft mal genutzt werden. Sie sind in diesem Sinne sicher gut beraten, auf eine strategische Partnerschaft mit Bremen zu setzen, unabhängig davon, ob sich Bremens autoritärer Führungsstil durchsetzt oder nicht. Ich will an dieser Stelle aber auch nichts pauschalisieren.

    Fazit:

    Die Antifa in Delmenhorst scheint wieder einen Schritt zurück zu machen. Aber das ist ihre Wahl, das Wichtige und Neue ist, dass sie die Alternativen überhaupt kennen lernt und danach eben selber entscheiden kann.

  30. 30 Name 18. Mai 2010 um 21:11 Uhr

    Es gibt immer noch wesentlich mehr Antifaschisten_Innen als Nazis in Delmenhorst

    das bezweifle ich. woher weißt du das?

  31. 31 fickt euch alle yo! 18. Mai 2010 um 21:30 Uhr

    deutsch. deutscher. antideutsch.

  32. 32 ... 18. Mai 2010 um 22:04 Uhr

    „60 Nazis – mit so vielen hat glaube ich keiner von euch gerechnet, zumal es hier auch nur um eine Kundgebung ging. “

    Musst es ja wissen.

  33. 33 Meister 19. Mai 2010 um 12:29 Uhr

    Tja, es sind eben noch keine Meister vom Himmel gefallen!

    Ist ja nicht so dass „die Delmenhorster“, im Gegensatz zu allen anderen Städten die hier so im Verlauf genannt wurden (Bremen, Oldenburg, Göttingen(du Held) ), auch nur annähernd soviel Erfahrungspotenzial haben!

    Natürlich muss man in Delmenhorst versuchen selber etwas auf die Beine zu stellen und eigene Inhalte versuchen in die Öffentlichkeit zu bringen.
    Naja das ist aber nur möglich wenn man sich auch darauf konzentrieren kann!
    Und das konnte man in Delmenhorst in den letzten 3 Jahren zunehmend weniger!
    Und mit der ganzen Wut auf die Faschos und natürlich auch darauf, dass man einfach teilweise noch nicht damit umzugehen weiß, dann noch STÄNDIG von ausserhalb zu hören, dass Delmenhorst ja sooo scheiße ist und dass Delmenhorst ja sooo keine Ahnung hat ist einfach krass demoralisierend.
    Vor allem wenn dieses von Leuten kommt, die entweder sich nicht aus ihrer „sicheren“ Stadt(in HB z.Bsp. können Faschos ausser größtenteils im Viertel und bei der 2-3mal jährlich stattfindenden antifa-demo ganz unbeschwert durch die gegend laufen!) trauen oder die in Delmenhorst das gleiche wie in Hamburg oder Berlin bei einer Naziaktion erwarten.

    Ich will hier eigentlich gar nicht rum jammern, denn die Delmenhorster Faschos wissen ganz genau, dass auch „die Delmenhorster“ langsam aber sicher bereit UND gewillt sind Ihnen auch „auf der Straße“(wie Dauerläufer Monaco längst weiß) entgegenzutreten!

    Dennoch ist es einfach nur schade um das was „gehen“ könnte, indem man sich so selbst zerreibt!

    Also nächstes mal einfach alle nach DEL kommen, lohnt sich nämlich immer, wie auch Mario schreibt und dann hätten wir sie am Samstag auch nicht nur ein bisschen aus der Stadt eskortiert (das waren nämlich schon echt gute Ansätze das Ende, meiner Meinung nach!), sondern sie aus der Stadt gejagt!

  34. 34 Andreas Baader?! 19. Mai 2010 um 21:59 Uhr

    Im Gegensatz zu meinen Vorschreibern möchte ich meine Meinung über die Delmenhorster Antifas nicht öffentlich machen. Es gab bereits interne Diskussionen. Da Aktionen der Neonaziszene uns alle etwas angehen, sollten sich die auswärtigen AntifaschistInnen lieber selbst organisieren und nach Delmenhorst fahren, anstatt die dortige Szene zu supporten. Bei den Gegenaktionen am Samstag fiel in der Tat auf, dass neben etwa 10 Antifas fast nur Kiddies anwesend waren.

    Nun mal zu einem anderen Thema: dass „die Delmenhorster“ antideutsch sind, beweisen zahlreiche Aussagen auf ihrer Webseite – und der Flickr.Account eines „Delmenhorster Journalisten“ nennt sich „Chajmshalom“ – viel mehr braucht nun nicht mehr gesagt zu werden. Nun zu meiner Beobachtung:

    Am Samstag fielen mir neben zahlreichen JN- und Antifa-Aufklebern die Delmenhorsts Innenstadt prägen vor allem einige RAF-Aufkleber auf! Kein Witz – RAF-Aufkleber! Aufgeklebt wurden sie neben den pinken Antifa-Aufklebern, und zu sehen war auf diesen Aufklebern Andreas Baader. Warum zur Hölle verklebt ihr denn bitte SOWAS? Die RAF hätte euch getötet! Das ist kein Witz, die hätten euch einfach abgeknallt.

    Gibt es in Delmenhorst verschiedene „Antifa-Gruppierungen“, oder wie erklärt sich das? Vielleicht waren die 30 Vermummten die euren Treff angegriffen haben ja auch einfach der RAF zuzurechnen. Möglich wäre es doch…

  35. 35 scheiße? 19. Mai 2010 um 23:00 Uhr

    die gruppe hat sich nie kla positioniert ob anti d oder nicht.
    deine raf theorie würde das ja nur unterstützen. außerdem is ja nich ma kla wer die geklebt hat.
    im übrigen finde ich die diskussion ob „die delmenhorster“ scheiße sind oder nicht ziemlich lächerlich.

    is halt was anderes als in bremen.
    bremen hat erstens nich eine so (im verhältnis gesehen) starke naziszene geschweige denn is die „antifa szene“ in del mit der in bremen zu vergleichen.

    ich glaub ma für viele is die situation aufm dorf neu und da muss erstma begriffen werden, dass die anders ist und abläuft als in der großstadt.

  36. 36 unbekannt 20. Mai 2010 um 1:22 Uhr

    Für Diskussionen ist hier irgendwie der falsche Ort.

  37. 37 d'horster_In 20. Mai 2010 um 15:40 Uhr

    an dieser Stelle auch mal ein großes „Dankeschön“ an die Menschen von außerhalb, die „die Delmenhorster_Innen“ tatsächlich unterstützt haben und unterstützen.
    ich denke, weitere Diskussionen auf dieser Plattform ist kontraproduktiv und zu offen.

  38. 38 no justice 20. Mai 2010 um 18:44 Uhr

    „Bei den Gegenaktionen am Samstag fiel in der Tat auf, dass neben etwa 10 Antifas fast nur Kiddies anwesend waren. “

    und du warst einer der heftigen Sportler oder was? röfl

  39. 39 no justice 20. Mai 2010 um 18:44 Uhr

    „Bei den Gegenaktionen am Samstag fiel in der Tat auf, dass neben etwa 10 Antifas fast nur Kiddies anwesend waren. “

    und du warst einer der heftigen Sportler oder was? röfl

  40. 40 Andreas Baader! 20. Mai 2010 um 19:04 Uhr

    Dass sich die RAF nie klar positioniert hat ist völliger Bullshit. Zunächst einmal gab es zu dem Zeitpunkt noch (fast) keine Antideutschen; und zum Anderen handelte es sich um radikale Antiimps die mit Freiheitskämpfern aus Palästina kooperiert haben. Für die „Solidarität mit Israel“-Aufkleber hätten die Damen und Herren sicher einige „Antifas“ zur Rede gestellt!

    Und mit Kiddies meine ich zum Beispiel, dass die anderen Spinner nur Schiss hatten die direkte Konfrontation mit den Nazis zu suchen und nur deshalb nichts ging. Wir wussten wo die Nazis geparkt haben und dass man sie da abfangen könnte – aber nein, lieber schön für die Kameras der Faschos posen. Hinter Polizeischutz gröhlt es sich halt eben doch am besten – zum Schluss bin ich dann auch garnicht mehr mitgekommen. Traurig, dass so wenig ging…

    Wenn ihr nicht hier weiter diskutieren wollt, wo dann?

  41. 41 lächerlich 20. Mai 2010 um 20:49 Uhr

    ich würde vorschlagen, dass die admins diese dämliche diskussion unterbinden.
    1. Weil sie keinerlei Einfluss auf die antifaschistische Arbeit in Delmenhorst und von Bremer_innen dort hat, da die dafür relevanten Diskussionen bestimmt nicht hier ausgetragen werden.
    2. weil es immer schon nervig war auf das pseudo-militante gehabe von anonymen Personen einzugehen die vor der Tastatur sitzen und jetzt endlich mal richtig krass ihren coolen antifa habitus raushängen lassen können.

    Nur steht fest, dass die Nervensägen die sich jetzt hier auslassen mit großer Sicherheit die letzten sind die eine Rolle spielen bei den zukünftigen Aktionen!

    ihr seid traurig weil ihr anscheinend keinerlei anschluss habt an die wichtigen Kreise und Diskurse, reflektiert euer infatiles Verhalten (“ wir hätten ja auch einfach….“) und versucht anstatt dem rumgeflame im Internet mal im reallife was auf die Beine zu stellen. Oder seid ihr nur in der lage hier größe sprüche zu klopfen?

    ICh vertraue darauf dass die Antifas aus Delmenhorst soviel Verstand haben auf das ganze nervtötende Gelaber hier bewusst zu scheissen!

  42. 42 scheiße? 20. Mai 2010 um 21:04 Uhr

    ich meinte die gruppe in del hat sich nich kla positioniert

  43. 43 Antifa aus Bremen 20. Mai 2010 um 22:45 Uhr

    Keine Angehörigen von Antifa-Gruppen aus Bremen oder Delmenhorst beteiligen sich hier an dieser Debatte. Sie wird vielmehr dort geführt, wo sie hingehört: In den organisierten Gruppen. Also entweder organisiert euch auch und fangt an Antifa-Arbeit zu machen oder verbreitet weiter eure autonome heiße Luft hier. Maulhelden_innen!

  44. 44 endofroad 20. Mai 2010 um 23:07 Uhr

    Wir werden diese Diskussion hier nicht unterbinden. Dämlich mag sie vielleicht sein, aber es gab auch einige (wenige) sinnvolle Beiträge.

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