BesetzterInnen des Schlachthofbauplatzes droht Räumung

Noch stehen die selbstgebauten Türme und das Camp auf einem Feld in Wietze (Nähe Celle) auf dem Europas größter Geflügelschlachthof errichtet werden soll. Die Räumung war für zwischen dem 15. und 23.7. angekündigt…
Ende Mai besetzten ca. 30 Aktivist_innen das Feld aus verschieden Gründen, diese reichen von der Ablehnung Tiere zu quälen und sie als Ware zu sehen, über Umweltauswirkungen vor Ort, durch die Verseuchung der gesamten Umgebung mit Ammoniak, die globalen Umweltauswirkungen, zum Beispiel durch die Vernichtung von Regenwäldern für den Anbau von Sojaplantagen, bis zu der Verminderung der Lebensqualität der Anwohner_innen durch Gestank und Verkehr.

Zitat von antiindustryfarm.blogsport.de:

„der geplante Schlachthof in Wietze bestätigt nicht nur durch die Zahlen und die unvorstellbare Größe (7,5 geschlachtete Hähnchen pro Sekunde) die Unverantwortlichkeit der PlanerInnen und eines auf Speziesismus und Kapitalismus beruhenden Systems, sondern bedeutet auch die komplette Umgestaltung einer gesamten Region für die industrielle Hähnchen-Großproduktion. So müssen für die Auslastung des Schlachthofes 420 Großmastanlagen entstehen mit je 400 000 Hähnchen – im Umkreis von 100 Kilometern zum Schlachthof. 420 Großanlagen, welche jede für sich eine unvorstellbare Dimension an tierischem Leid mit sich bringt – gequält von der ersten bis zur letzen Sekunde ihres Lebens, nur geboren um in möglichst kurzer Zeit für möglichst wenig Kosten geschlachtet werden zu können. 420 Anlagen, welche jede für sich Gestank und viel Verkehr mit sich bringt, und so die Lebensumstände der AnwohnerInnen massiv verschlechtert, und zudem durch den Geflügelkot die gesamte Umgebung mit Ammoniak verseucht – Felder, Grundwasser, Regen, Flüsse, bis zur Mündung ins Meer,… Hinzu kommt, dass durch den entstehenden Feinstaub Gesundheitsrisiken für die AnwohnerInnen entstehen.“

Laut der website besteht noch immer eine Räumungsgefahr, trotzdem wird an der Aktionswoche die vom 30.7. bis zum 8.8. dort stattfinden soll geplant.

„Dabei soll die geplante Schlachtfabrik in Wietze im Mittelpunkt der Aktionen stehen, weitere angrenzende Gebiete sollen allerdings auch behandelt werden. So erwarten euch neben Vorträgen, Workshops, Diskussionen und Aktionen zu Antispe und Wietze-Besetzung auch allerlei Input zu „Rechter Ökologie“, Gentechnik und Aktionsformen.
Ziel der Woche soll der gebündelte Widerstand gegen den Bau der Schlachtfabrik, ihre sozialen und ökoligischen Folgen und gegen Tierausbeutung generell sein.
Gemeinsam wollen wir vielfältige und kreative Aktionen durchführen, Widerstand leben und erleben und Rothkötter ein für alle mein zeigen, dass er sich vom Acker machen soll.“

Die Aktionswoche wird auch stattfinden wenn das Feld bis dahin geräumt wurde – doch dies gilt es sowieso zu verhindern!

checkt agauche.blogsport.de oder antiindustryfarm.blogsport.de