Archiv für September 2010

Deutschland ist…

Demo gegen So­zi­al­ab­bau & Um­ver­tei­lung

Gestern fand in Bremen eine Demonstration gegen eu­ro­pa­wei­ten So­zi­al­ab­bau und die welt­wei­te Um­ver­tei­lung von unten nach oben im Rahmen des eu­ro­pa­wei­ten Ak­ti­ons­tages statt.
Dazu trafen sich rund 300 Menschen auf dem Marktplatz. Die anschließende Demo verlief dann über den Obernhof, den Ansgarikirchhof und die Knochenhauerstraße bis zur Sögestraße.
Thematisch ging es gegen Aspekte der Sozialpolitik (Sparpaket der Bundesregierung, Gesundheitsreform und Neuberechnung der Hartz–IV-Sätze) und gegen die rassistischen Thesen Thilo Sarrazins.

Den Aufruf zur Demo findet ihr [hier].
Einen kurzen Video-Beitrag von buten un binnen kann man [hier] einsehen.

Resolution gegen „Gewalt“ (-auch gegen Polizeigewalt?)

Guckt man sich die Medienlandschaft an, so scheint, dass die Verantwortlichen, aber anscheinend auch die Cops, angesichts des zu erwartenden Protests immer kältere Füße kriegen. Der Bremer Senat schickt sich inzwischen sogar dazu an, eine Resolution gegen Randale zu verabschieden.
Die komplette Stadt ist auch schon mit Bullen, teilweise auch schon mit Cops aus anderen Bundesländern, zugeschissen, welche an zentralen Orten (Hauptbahnhof, Marktplatz, Viertel) in nicht geringer Anzahl anzutreffen sind. Diese Tatsache KÖNNTE man den Bullen durchaus als Schwäche auslgegen…

Auszug aus dem besagten Antrag der Bürgerschaft:

Die Bürgerschaft (Landtag) möge beschließen:
Die Bürgerschaft der Freien Hansestadt Bremen verurteilt den Aufruf „Hauptsache es knallt! – 20 Jahre Wiedervereinigung: es wächst zusammen, was zerstört gehört!“ linker Autonomer in scharfer Form. In einem demokratischen Rechtsstaat darf Gewalt kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein. Insbesondere die von den Autoren des Aufrufs ausgesprochenen Drohungen gegen Menschen sind inakzeptabel. Die Bremische Bürgerschaft fordert Kritiker der Einheitsfeier dazu auf, ihren Protest friedlich zu artikulieren und bei ihren Aktionen die geltenden Gesetze zu respektieren.

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Unter den Top 10! II

Wir haben unseren eigenen BesucherInnenrekord nochmals geschlagen!!!

„Wie normal ist Deutschland?“

„Wie normal ist Deutschland?“
01. Oktober | 2o.oo Uhr | Kulturzentrum Lagerhaus (Schildstr.12-19)

Podiumsveranstaltung zur Kritik der Identifikation mit der Nation.

Das Wochenende in Bremen beginnt mit einem Diskussionsabend zur Gretchenfrage: „Wie normal ist Deutschland?“. Mit Thomas Ebermann (konkret), Ted Gaier (Goldene Zitronen), Denis Yücel (Journalist, angefragt) „…ums Ganze!“ und weiteren illustren Gästen… Moderiert von der Basisgruppe Antifa (Bremen)

checkt bremen310.hopto.org

Bremen, Germany: No reason to party (pt five)

NIEDERSACHSENSTEIN MIT PAROLE BESRPÜHT
Worpswede (pha). Der 18 Meter hohe Niedersachsenstein auf dem Weyerberg ist am Wochenende erneut beschmiert worden. Anders als bei vorherigen Vorkommnissen gingen die Täter dieses Mal sehr geplant vor: Mit Hilfe einer Schablone sprühten sie eine politisch motivierte Parole auf und bewarfen den Niedersachsenstein mit Marmeladengläsern, die mit weißer Farbe gefüllt waren. Die Stiftung Worpswede hat Strafanzeige gestellt. Als der Niedersachsenstein 1915 in Auftrag gegeben wurde, war er ursprünglich als Siegerdenkmal konzipiert. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg änderten der Auftraggeber Ludwig Roselius, Bremer Kaufmann und Kunstmäzen, sowie der Auftragnehmer Architekt Bernhard Hoetger ihre Pläne: Aus dem kriegsverherrlichen Monument wurde ein Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs – aus dem geplanten nackten Jüngling wurde ein Adler.

Quelle: (Quelle: Weser Kurier, 27.9.2010)

Quelle: Indymedia

… and it burns, burns, burns…

In der Nacht zum Mittwoch, 28. September, gab es einen erneuten Vorgeschmack auf die Proteste gegen die „Einheitsfeierlichkeiten“ in Bremen:
In Schwachhausen stand ein neuwertiger BMW X6 in Flammen. Ein Anwohner hatte gegen 01:45 Uhr einen dumpfen Knall gehört und anschließend das brennende Auto entdeckt. Als die von ihm alarmierte Feuerwehr in der Wohngegend Am Barkhof eintraf, stand der BMW bereits im Vollbrand.

An dieser Stelle würden wir noch gerne auf einen Indymedia-Artikel verweisen, der zum Nachdenken anregen könnte…
Bremen’s burning? – Wider die postautonome Erlebnisorientierung


Video aus der Feuerwehrpresse

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Ui… unter den TOP 10!

Polizei klagt über zunehmenden Vandalismus

aus dem Weser-Kurier kopiert

  • einen weiteren Bericht aus der Frankfurter Rundschau gibt es [hier]
  • noch einen weiteren Bericht aus Die Welt gibt es [hier]
  • Bremen. Die Fälle von Vandalismus und Sachbeschädigung in Zusammenhang mit den Einheitsfeiern am kommenden Wochenende nehmen täglich zu. Die Polizei hat inzwischen rund ein Dutzend dieser Vorfälle gezählt, einige mit hohem Sachschaden.

    Die Polizei kann laut Einsatzleiter Peter Kiprowski noch nicht einschätzen, wie groß die Zahl der gewaltbereiten Einheits-Gegner sein wird, die am Wochenende nach Bremen kommen. Dass sie kommen werden, gilt inzwischen allerdings als unstrittig. Auch angesichts der Vorzeichen. Denn Tag für Tag gibt es inzwischen Meldungen von Zerstörungen. Am frühen Sonntagmorgen brannte es, wie berichtet, auf dem Gelände einer Recyclingfirma. Im Bereich des Haupttores fanden die Ermittler den Schriftzug: ’03. 10. RIOT‘. Aufruhr also am Tag der deutschen Einheit. (mehr…)

    Wer hat Angst vor Chaostagen?

    aus der taz

    Bild am Sonntag, Lokalzeitung und Lokalradio schlagen Alarm: Bei den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen sei mit „linksradikalen Randale“ zu rechnen. Die Bremer Polizei rudert zurück.

    Vor den Feiern zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen scheint die Polizei nervös zu werden. Das legen zumindest die Presseberichte der letzten Tage nahe. Polizeisprecher Ronald Walther wurde am Sonntag im Weser Kurier mit der Bemerkung zitiert, das Kontingent an Einsatzkräften solle von 2.000 auf 3.000 Polizisten aufgestockt werden. Und der Gesamteinsatzleiter der Polizei, Stefan Kiprowski, sagte ebenfalls am Sonntag zur Nachrichtenagentur DPA, er befürchte „Proteste aus der linksautonomen Szene“. Im Internet kursierten „Aufrufe zu Gewaltaktionen“. (mehr…)