Linksautonome bekennen sich zu Brandanschlägen in Bad Bramstedt

Bad Bramstedt. Der Brandanschlag auf das Auto des Bad Bramstedter CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Rolf Koschorrek wurde offenbar von der autonomen Szene verübt. Auf einer einschlägigen Internetseite bekennt sich unter der Überschrift „end of road“ eine anonyme Gruppe zu der Tat [info] und noch einer weiteren Brandstiftung in Bad Bramstedt. Demnach stehen die Brandlegungen im Zusammenhang mit den Feiern zum Tag der Deutschen Einheit am kommenden Sonntag in Bremen. Möglicherweise drohen weitere Anschläge.

Die Sicherheitskräfte sind schon seit Wochen alarmiert. Im Internet kursieren bereits etliche Ankündigungen der linksextremen Szene, die die Feierlichkeiten am 3. Oktober gewaltsam stören will. Rund 3000 Polizeibeamte sollen in der Hansestadt eingesetzt werden, um die zentrale Einheitsfeier mit Bundespräsident Christian Wulff und Bundeskanzlerin Angela Merkel zu schützen.

In dem Internetblog bekennt sich die Szene zu einer Brandstiftung an einem BMW in der Holsatenallee am frühen Morgen des 19. September. „Dies war der Auftakt für unsere Aktionswochen gegen die Einheitsfeier in Bremen“, heißt es. Weiter bekennt sich der anonyme Verfasser auch zum Brandanschlag auf den Audi A5 von Koschorrek, der vor seinem Haus im Ochsenweg in der Nacht zum letzten Mittwoch in Flammen aufging. Ausdrücklich wird in dem Bekennerschreiben aber darauf hingewiesen, dass die Gruppe nichts mit dem Brand des Lidl-Gebäude in Holsatenallee zu tun hat. Das Supermarkt-Gebäude war im Juli niedergebrannt, vermutlich Brandstiftung. Der Täter konnte bisher nicht ermittelt werden.

Auch die Polizei kennt die Internetveröffentlichung. Allerdings geben die Ermittlungsbehörden keinerlei Auskünfte. Die Staatsanwaltschaft Kiel hat das Verfahren an sich gezogen. Oberstaatsanwältin Birgit Heß bestätigte nur die Ermittlungen. Auch das Bundeskriminalamt ist eingeschaltet. Ob die Brandstifter aus Bad Bramstedt kommen, blieb unklar.

kopiert aus der Seegeberger-Zeitung