Schlechte Woche für die „Einheit“

Nahezu unbeachtet von den bürgerlichen Medien fanden in den letzten Wochen im Bremer Steintor/Ostertor (1/4) eine Reihe von Aktionen statt, die sich am ehesten unter dem Begriff „Stadtteilabwertung“ subsummieren lassen. Wie ein kurzer Überblick (ohne) Anspruch auf Vollständigkeit zeigt:

  • neben dem Farbanschlag auf die Postbank in der Brunnenstr. traf es auch eine Packstation der DHL in der Humboldstr.
  • in der Ritterstr. wurden einem Transporter der selben Firma die Reifen zerstochen
  • am 22.9.: Glasburch bei coffeecorner am Eck
  • 15 hochwertige Fahrzeuge wurden „tiefergelegt“ (BMW, Porsche, Jeep, Alpha Romeo, Benz)
  • 24.9.: Ca. 100 Personen versammeln sich an der Sielwallkreuzung; eine Barrikade wird (mit mäßigem Erfolg) entzündet und der Verkehr ca. 15 Minuten blockiert, vereinzelt fliegen Rauchbomben und Pyros Richtung Bullen
  • Buttersäureanschlag auf die Modeboutique LARS wo&men beim steinernen Kreuz, das gegenüberliegende Schuhgeschäft wird mit „No love for the nation“ besprüht
  • 26.9.: Farbe gegen mehrere Geschäfte und Boutiquen am Ostertorsteinweg. Betroffen sind unter anderem der O2-Shop und die Tchibo-Filliale. Mit Sprühereihen wird zudem auf den 3.10. Bezug genommen
  • Schön, dass sich auch noch 1 Woche vor der Einheitsfeier und den hochgeschraubten Sicherheitsmaßnahmen Leute Nachts auf die Straße trauen – danke an alle, die dabei waren.

    Kopiert von Indymedia


    4 Antworten auf „Schlechte Woche für die „Einheit““


    1. 1 ..... 28. September 2010 um 13:27 Uhr

      „Juppies“ …
      Gegen Gentrifizierung -> JA!
      „Juppie“–“Verfolgung“ -> NEIN!

      Und ja, das beides gehört getrennt!

      An sich doch guter kurzer Artikel mit teilweise guten Aktionen, aber manche Sachen sind echt lächerlich und dieses „juppies raus“ „mp5 gegen bänker“ blablabla ist zum kotzen!

      Ich weiß, ich weiß „Antideutscher Spalter“ blabla

      REFLEKTIERT EURE AKTIONEN MAL!

    2. 2 ... 28. September 2010 um 21:11 Uhr

      ich hab zwar einen Punkt weniger als mein Vorredner. Allerdings diskreditiert die Sache die eigentlich reflektierte Demonstration. Dachte es geht ums ganze – und nicht um die Projizierung gesamtgesellschaftlicher und ökonomischer Prozesse auf eine Minderheit. – Das ist ekelhaft und keineswegs emanzipatorisch, genau wie diese ganze „yuppies raus“-scheiße.

    3. 3 noferrer 29. September 2010 um 8:02 Uhr

      kann mal wer die yuppies die hier kommentieren moderieren?

    4. 4 watch this 29. September 2010 um 23:27 Uhr

      eine antwort auf diesen text gibts bei indy. ist ein lesenswerter aufruf für mehr denken vor action und gegen zu einfache weltbilder..

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