Pozilei in Angst und Schrecken…

Die Polizei in Bremen schießt inzwischen jeden Tag den Vogel ab.
Heute: Polizei will Straßen im Viertel von Autos räumen, damit diese nicht angezündet werden können…
Dazu haben die Bullen ua. die Friedrich-Rauers-Straße zur Gefahrenzone Stufe 3 erklärt. Dies bedeutet, dass Team Green jederzeit Personalien kontrollieren kann und auch grundlos überall hinein kann. Begründet wird diese Maßnahme wohl damit, dass die heute im Zucker stattfindende Agit Pop als warm up für das Wochenende angekündigt wurde. Anscheinend vermuten die Bullen, dass sich Menschen im Zucker treffen und von dort aus, zu was auch immer, losziehen könnten.

aus dem Weser-Kurier

Polizei lässt Straßen räumen

Bremen. Zuerst war es nur ein Gerücht, dann wurde es Gewissheit: Die Bremer Polizei und das Amt für Straßen und Verkehr lässt zum Wochenende rund um den Sielwall im Viertel die Straßen räumen. Eine Sicherheitsmaßnahme, heißt es. Man wolle Autos vor Beschädigungen schützen und freie Zufahrtswege für Polizei und Feuerwehr schaffen, denn autonome Linke haben Demonstrationen und andere Aktionen angekündigt. Bremen bereitet sich auf den Ernstfall vor.

Die Polizei lässt sich nicht in die Karten schauen: Natürlich gebe es ein Sicherheitskonzept gegen Ausschreitungen und Krawalle, lässt die Polizei verlauten. Über die Inhalte wollte gestern jedoch niemand Auskunft geben. Bestätigt wurde aber, dass am Wochenende in Teilabschnitten vom Ostertorsteinweg, am Dobben und Sielwall ein absolutes Parkverbot ausgesprochen werde. ‚Es soll verhindert werden, dass bei Demonstrationen Autos beschädigt werden‘, erklärt der Sprecher der Innenbehörde Rainer Gausepohl. Die Räumung der Straßen sei aber kein Sonderfall, sondern ein übliches Procedere, wie es beispielsweise auch an Sylvester durchgeführt werde. Ab Sonnabend 12 Uhr bis Sonntag 22 Uhr müssen Parkplatzsuchende auf Nebenstraßen ausweichen. Spezielle Ausweichflächen sind nicht ausgewiesen.

‚Ich hätte es besser gefunden, wenn das Parkverbot erst Nachmittags beginnen würde‘, sagt Robert Bücking, Leiter des Ortsamtes Bremen Mitte. Er habe sogar bei der Polizei angerufen, um den Beginn zu verschieben. Da die Polizei aber sowieso schon so viele Aufgaben und Stress am Wochenende zu bewältigen habe, habe man schließlich das Parkverbot akzeptiert. Generell werden die Geschäftsleute damit aber gut klar kommen, glaubt er. ‚Wir kennen das ja schon von anderen Festen.‘

„Krawalle gehören zum Standort“

Die Geschäftsleute im Viertel nehmen es tatsächlich überwiegend gelassen: ‚Krawalle und Demos gehören zum Standort. Hier ist doch ständig irgendwas los‘, sagt Klaus Ellering von ‚Buddawelt‘. ‚Das muss man bei der Lage eben akzeptieren.“Und auch Andreas Haufe vom ‚Buchladen Ostertor‘ bleibt ruhig: ‚Heute habe ich einen großen Polizeiwagen hier gesehen, das ist ungewöhnlich. Ich lasse das Ganze auf mich zukommen, ich mache mich doch jetzt noch nicht verrückt.‘ Angst vor möglichen Krawallen hat er nicht.

Eine weitere Maßnahme des Sicherheitskonzept ist die vermehrte Polizeipräsenz in der Innenstadt. Im Minutentakt fahren Polizeiwagen durchs Viertel, und Beamten stehen auf dem Marktplatz und Bahnhof. ‚Die Bremer Bürger brauchen keine Angst haben‘, sagt ein Polizeibeamter. Dass autonome Linke sich zu solchen Veranstaltungen ankündigen, sei doch normal. Bis zum Sonntag soll die Präsenz der Polizei noch einmal deutlich verstärkt werden. ‚Die Bürger kennen den Anlass, doch glaube ich, dass sie in den nächsten Tagen immer genervter auf uns reagieren werden‘, sagt der Beamte.

Bahram Tashmasian ist nicht genervt, er lobt den Einsatz der Beamten: ‚Generell fühle ich mich sicher, wenn mehr Polizisten im Einsatz sind‘, sagt der Kioskverkäufer. Sein Laden steht direkt am Marktplatz. Vor dem 3. Oktober habe er aber doch ein bisschen Angst, dass es zu Ausschreitungen komme.

Viele radikale Linke erwartet

Zu den Feierlichkeiten haben sich nämlich nicht nur Touristen und Journalisten aus der ganzen Welt angekündigt, sondern auch viele radikale Linke. Im Internet starten sie Aufrufe gegen die ‚deutsch-nationalistischen Feierlichkeiten‘. ‚Wir werden diesem nationalistischen Event unsere Kritiken an den herrschenden Verhältnissen entgegenstellen‘, heißt es dort. Einige Gruppen planen mit Bussen anzureisen, beispielsweise aus Köln. Die zentrale Kundgebung der Einheitsgegner beginnt am Sonnabend um 16.30 Uhr vor dem Bahnhof. Die Demonstranten wollen dann im engen Kreis um die Innenstadt ziehen. Bereits vor 16 Jahren kam es trotz Demonstrationsverbot bei der Bremer Einheitsfeier zu Ausschreitungen und Plünderungen im Ostertor und vor dem Rathaus.

‚Wir sehen uns sehr gut aufgestellt‘, heißt es bei der Bremer Polizei. Mit bis zu 3000 Beamten wollen sie am Sonntag im Einsatz sein. ‚Für uns bedeutet das, Überstunden zu machen‘, erklärt ein Beamter. In den Tagen nach den Feierlichkeiten werden deshalb deutlich weniger Polizisten im Einsatz sein als normal. Zur Zeit ist bei den Beamten aber noch alles ruhig. ‚Bisher wurden wir noch nicht von Passanten auf die Sicherheit am Sonntag angesprochen‘, erzählt eine Polizistin. ‚Wir sind vielmehr eine Touristeninformation: Ständig werden wir nach dem Weg zum Roland oder den Bremer Stadtmusikanten gefragt.‘

Doch so ruhig ist es nicht: Nach einigen Anschlägen auf Geschäftshäuser im Viertel in der vergangenen Woche, ist in der Nacht zu gestern auch in der Geschäftsstelle des ‚Achimer Kuriers‘ in der dortigen Obernstraße zwei Scheiben mit Steinen eingeworfen worden. Die Täter hinterließen an der Wand den Schriftzug ’03.10 Angriff‘.

kopiert aus dem Weser-Kurier


6 Antworten auf „Pozilei in Angst und Schrecken…“


  1. 1 Berlin´s calling 01. Oktober 2010 um 9:29 Uhr

    Oh je, die bremer Bullen scheinen ja ganz schöne Flaschen zu sein. Wird bestimmt lustig in Bremen!

  2. 2 endofroad 01. Oktober 2010 um 11:44 Uhr

    Zur Erklärung:
    Es gibt acht Sicherheitsstufen. Die 8. ist die mit den lockersten Repressialien, die mit der Ziffer 1, die mit den höchsten Vorkehrungen.

  3. 3 ... 01. Oktober 2010 um 14:30 Uhr

    äh – und wohin mit den ganzen autos? nette kurzschlussreaktion!

  4. 4 d\'horster_In 01. Oktober 2010 um 16:35 Uhr

    bisschen aufpassen auf den straßen, vor allem im „viertel“:
    die cops machen jetzt schon kontrollen mit taschen und klamotten durchsuchen und checken penibel hauseinfahrten, vorgärten und sogar mülltonnen..

  5. 5 Anonym 01. Oktober 2010 um 21:04 Uhr
  1. 1 Die Linden-Methode – Welten # 1 Angst-und Panikattacken Programm | Revolution Forex Pingback am 28. Oktober 2010 um 0:07 Uhr
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