Archiv für November 2010

Flashmob zum Buy Nothing Day

Am Samstag den 27.11.10 fand in Bremen ein Flashmob anlässlich des „Buy Nothing Days“ statt.

Rund 20 Leute trafen sich vor der Waterfront um mit Sprechblasen-Schildern,viel Jubel und lauten Rufen in ironischer Weise darauf aufmerksam zu machen, dass blinder, unreflektierter Konsum scheiße ist, ein System, in dem Konsum und Wachstum für die Gesellschaft wichtig ist sowieso scheiße ist und um ein Gesellschaftssystem zu fordern, welches ohne den Zwang zum Konsum und rücksichtslosem, unendlichem Wachstum, auskommt.

Dabei wurden die kaufenden Leute dazu aufgefordert, symbolisch einmal einen Tag nichts einzukaufen und einfach einmal zu entspannen, spazieren zu gehen oder sich mit Freunden zu treffen. Dieses ungerechte und herrschaftsbasierende System wird dadurch natürlich nicht angegriffen, vielmehr sollen die Leute über ihre Situation im System, die Verteilungsverhältnisse und das erzwungene wirtschaftliche Wachstum etc. nachdenken, denn ohne die Individuen, die den ganzen Scheiß mit ihrem Handeln stützen würde das System nicht funktionieren, denn die Gesellschaft reproduziert die Individuen und umgekehrt. (mehr…)

Nicht vergessen!

Kurz nach dem 13.12.2008 sind Feststellungsklagen gegen die Stadt Bremen eingereicht worden, um sich gegen die Ingewahrsamnahmen rechtlich zur Wehr zu setzen. Jetzt endlich werden sie verhandelt!

Das ganze findet am
Donnerstag, den 02.​12.​2010 um 14.​00 Uhr
im Jus­tiz­zen­trum Am Wall 198, 28195 Bre­men
Sit­zuns­saal 11, 1. Ober­ge­schoss
statt.

Kommt vorbei und unterstützt die Betroffenen!

Hintergrundinfos: antirep1312

Der deutsche Alltag…

Herzpatient im Wartestand

Obwohl Kardiologen eine Operation für nötig hielten, blieb ein junger Inder mit einem schweren Herzfehler monatelang im Abschiebegewahrsam im Polizeipräsidium.

Heute wird Baldev Mukhoti (Name von der Redaktion geändert) im Klinikum Links der Weser am Herzen operiert. Wäre es nach dem Arzt des 25-jährigen Inders gegangen, dann hätte dies schon vor Monaten geschehen sollen. Doch statt dessen wurde der abgelehnte Asylbewerber im Abschiebegewahrsam des Bremer Polizeipräsidiums behalten, um ihn nach Indien abzuschieben. (mehr…)

Castor-Transport über Bremerhaven geplant

Bremen. Noch in diesem Jahr ist der Transport von sechs Castor-Behältern über Bremerhaven geplant. Nach Informationen des WESER-KURIER handelt es sich dabei um einen Teil einer Lieferung von 951 Brennelementen von Ahaus nach Russland.

Eurogate-Geschäftsführer Emanuel Schiffer bestätigt, dass eine Anmeldung für den Castor vorliegt, Eurogate werde die Verladung jedoch ablehnen. Senatssprecher Hermann Kleen: „Der Senat vertraut darauf, dass sich Firmen mit bremischer Beteiligung nicht an dem Umschlag beteiligen.“ Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) hatte sich in der Vergangenheit klar gegen Atomtransporte über Bremisches Gebiet ausgesprochen. (mbr)

Quelle: Weser Kurier

Lehrstuhl für Militärtechnik

Die Universität Bremen steht schon lange im Verdacht, Gelder in erheblichem Umfang von der Bremer Rüstungsindustrie einzuheimsen. Besonders tut sich da die Firma OHB, die zivile wie militärisch zu nutzende Satelliten produziert, hervor. Möglicherweise wird dann auch schon mal der eine oder andere Professor geschmiert.
In einer Pressemitteilung kritisiert das Bremer Friedensforum nun die Einflussnahme von OHB auf die Universität. Es sei zu befürchten, so Sprecher Hartmut Drewes, daß die Unabhängigkeit von Wissenschaft und Lehre immer mehr verloren gehe. Erst jetzt habe das Unternehmer-Ehepaar Christa und Manfred Fuchs der Uni vertraglich zugesichert, daß es für zehn Jahre eine entsprechende Professur finanzieren würde. Es sei nicht das erste Mal, daß Unternehmen Lehrstühle an der Universität einrichteten.

Das Bremer Friedensforum, so Drewes weiter, halte die jüngste Stiftung für besonders problematisch, da das Unternehmen durch die Rüstungsproduktion seinen Aufstieg genommen habe und dem Geschäft im Militärbereich eine zunehmend große Bedeutung zumesse. Dies gelte nicht nur für das in Afghanistan eingesetzte SAR-Lupe-Programm, sondern auch für das Galileo-Satellitenprogramm. Das Bremer Friedensforum wirft der Bremer Universität damit vor, sich leichtfertig durch Geschenke an Bremer Rüstungsunternehmen der Militarisierung ausliefert zu haben.

Die Bremer Montagsdemo schließt sich der Kritik und dem Protest an und schlägt der Bremer Universität vor, daß sie statt Raumfahrt-Militärtechnik-Lehrstühle so bald wie möglich einen Lehrstuhl für Rüstungskonversion und Friedenspolitik einrichten möge.

kopiert bei Indymedia

Klage gegen Ausstieg aus dem Ausstieg nun OFFIZIELL beschlossen

Der [Bremer] Senat hat offiziell beschlossen, gegen längere Atomlaufzeiten vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen – sofern das neue Atomgesetz den Bundesrat passiert und Bundespräsident Wulff es nicht stoppt. (taz/epd)

Quelle: taz

GW3-Plenum

checkt gw3.allesfüralle.de

buy-nothing-day

checkt buynothingday.de

BAAF-Soliparty

Polizei massiv überlastet

kopiert aus dem Weser-Kurier

Bremer Polizei: So geht es nicht weiter

Bremen. Serienräuber und Autodiebe könnten in nächster Zeit leichteres Spiel als sonst haben. Für sogenannte Schwerpunktmaßnahmen in den Stadtteilen sei keine Zeit, heißt es aus Polizeikreisen. Grund ist die Terrorwarnung, die viel Personal bindet. Die Bremer Polizei schiebt aktuell einen Berg von 292.000 Überstunden vor sich her.


Die erhöhte Alarmbereitschaft angesichts der Terrorwarnungen bindet bei der Polizei viel Personal, das an anderen Stellen fehlt.

Allein 30.000 Überstunden leisteten die Beamten für die Einheitsfeier. Hinzu kommen noch die vielen Stunden, die die Begleitung des Castortransports erforderte. „An der Belastungssituation gibt es nichts zu beschönigen“, so ein Führungsbeamter.

„Einige Tage verstärkt Präsenz zeigen, das ist kein Problem“, versicherte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Freitag. Werde die aktuelle Terrorwarnung aber zum Dauerzustand, dann „haben alle Polizeibehörden in der Bundesrepublik ein großes Problem“. Noch muss die Polizeiführung niemanden aus dem Urlaub zurückrufen. „Das könnte sich in dem Moment ändern, in dem wir in die dritte Alarmierungsstufe kommen“, sagt Heinz-Jürgen Pusch. Der sogenannte ständige Polizeiführer ist für die Koordinierung sämtlicher Maßnahmen der Landespolizei verantwortlich. „Seit Mittwochmittag müssen wir andere Felder brach liegen lassen“, erklärt Pusch nüchtern. So schöben seine Kollegen zurzeit auch keine Extra-Schichten, sondern widmeten sich eben anderen Aufgaben und zeigten Präsenz in der Stadt. (mehr…)