Archiv für November 2010

Widerstand kostet!

Für die allgemein Organisationskosten und für die Antirepressionsarbeit in Sachen Castor wird zu Spenden aufgerufen!

Für die Spendewilligen unter euch hier die Daten:

Für die Organisationsarbeit im Wendland:

BI Lüchow-Dannenberg
KontoNr.: 44 060 721
BLZ: 258 501 10

Für die Antirepressionsarbeit:

Rote Hilfe e.V. Göttingen
KontoNr.: 13 50 20
BLZ: 260 500 01
Stichwort: Castor

Für alle, die Spenden und Feiern verbinden wollen wird es am Freitag nächster Woche, 26.11., um 22Uhr eine Soliparty im SWH geben!

Die Buchte ist bedroht!

A GAUCHE meldet:

Die Buchte ist bedroht!
Schwammbefall, der die Bausubstanz eines der letzten Bremer Jugendhäuser bedroht, ist jetzt auch Auslöser dafür, dass es im Mai eventuell keine Buchte mehr gibt! Das werden wir verhindern!
Der Hausschwamm macht eine Sanierung nötig, die kostet aber sehr viel Geld. Die Buchte als Mieter des Hauses soll diese Renovierung selber bezahlen, will das aber nur tun, wenn sie dann auch das Haus kaufen darf. Die Immobilienfirma „Immobilien Bremen“, immerhin halbstaatlich, will das Gebäude aber nicht verkaufen. Angeblich hat sie da von der Stadt Bremen eine Anweisung bekommen, das Gebäude nicht zu verkaufen. Es kann natürlich auch daran liegen, das die Buchte in sehr exponierter Lage liegt, und bei Abriss sich mit dem Grundstück sicherlich eine Menge Kohle machen ließe. Wir wollen aber die Buchte behalten! Immerhin 68′ besetzt, ist es eine der letzten Möglichkeiten, wo Jugendliche ohne permanente Beaufsichtigung rumhängen können, also alle die etwas tun wollen, kommt hier vorbei: (mehr…)

NPD zeigt (erneut) ihr wahres Gesicht

Anlässlich einer Kranzniederlegung zu ihrem „Heldengedenken“ veröffentlichte die Bremer NPD auf ihrer Homepage einen Bericht. In diesem bezieht sie sich unverhohlen positiv auf die Soldaten der Wehrmacht und die „SA-Männer“, und zwar ganz öffentlich!

Beispiele:
Aus ihren Reihen rufen wir die Namen der beiden Bremer SA-Männer Johann Gossel und Wilhelm Decker, die von Kommunisten erschlagen wurden.

Doch wer gedenkt heutzutage noch unserer Toten? Wer gedenkt der deutschen Helden, die eben nicht irgendwann einmal in ihrem Bette gestorben sind, sondern auf den Schlachtfeldern für das Überleben ihres Volkes fielen.

In revisionistischer Manier werden hier Nazis zu Helden stilisiert, wohlgemerkt von einer Partei, die sich selbst demokratisch nennt! Das mag für viele nichts neues sein, dennoch ist es wichtig auf eben diese Äußerungen aufmerksam zu machen, da sie zeigen, dass die NPD nichts weiter ist als ein Haufen von Altnazis, Neonazis und Rechtspopulisten die ihr nazistisches Gedankengut verstecken.

An dieser Stelle sei nochmal auf den Wunsch der NPD verwiesen am 1. Mai 2011 in Bremen aufzumarschieren und sogar einen „Sozialkongreß“ abhalten zu wollen.
Mehr Infos dazu.

Auch in Delmenhorst Angriffe auf Denkmäler

Auch in Delmenhorst gab es am Wochenende Aktionen gegen das unreflektierte, wahlweise nur „Gedenken“ oder anders ausgedrückt, „Heldengedenken“.
An dem „Soldatendenkmal“ in Adelheide, etwas ausserhalb von Delmenhorst, welches sich ausschließlich auf die deutschen „Opfer“ des 1. und des 2. Weltkrieges bezieht, gab es im Vorfeld des Gedenkens eine kreative Aktion bei der ein nicht unerheblicher Teil der Erde vor den Denkmälern auf die Denkmäler geschaufelt wurden.
Nach der Kranzniederlegung wurden diese Symbole ekliger Geschichtsverdrehung gebührend recycelt.

Polizei Delmenhorst

Holocaustüberlebende aus Haifa spricht im Haus der Bürgerschaft

Das Institut Neue Impulse in Potsdam und Berlin setzt sich für Weltoffenheit und Toleranz, gegen Vorurteile und Antisemitismus ein. Sein besonderes Anliegen besteht darin, den Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel weiterzuentwickeln und entsprechende Kooperationen auszubauen. Auf Initiative des Instituts hält sich derzeit die Zeitzeugin Zippora Feiblowitsch in Deutschland auf. Sie besucht auch Bremen, um vor allem mit Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu kommen. Zippora Feiblowitsch, die in Bremens Partnerstadt Haifa lebt, wird am Donnerstag, 18. November 2010, um 18.00 Uhr in der Bremischen Bürgerschaft zu Gast sein, um in einer öffentlichen Veranstaltung im Festsaal über ihre Erlebnisse und Erfahrungen zu berichten.
Zippora Feiblowitsch, die während der Nazi-Zeit Auschwitz, Mauthausen, ein Arbeitslager und einen Todesmarsch überlebt hat, ist in Israel seit vielen Jahren als Zeitzeugin tätig. In ihrer Heimat spricht sie vornehmlich zu älteren Schülern, Volontären und Soldaten. In ihren Vorträgen schildert sie nicht nur ihren Überlebenskampf, sondern betont auch die Bedeutung der Zusammenhänge zwischen dem Holocaust und der Entstehung des Staates Israel.

Quelle: Bremische Bürgerschaft

Feststellungsklagen

Vielleicht erinnern sich noch einige an die Ereignisse rund um den 13.12.2008 und dessen lang anhaltende Nachwehen.

Kurz zusammengefasst:
In Bremen sollte am 13.12.2008 eine Demonstration gegen staatliche Repression stattfinden. Das Motto lautete: “We still stand together”. Das Stadtamt Bremen hatte diese Demo verboten und wurde darin vom Verwaltungsgericht und Oberverwaltungsgericht bestätigt. Spontan versammelten sich ca.300 Menschen in der Bremer Innenstadt um gegen dieses Verbot zu demonstrieren. Im Verlauf der Spontan-Demonstration kam es zu ca.170 Ingewahrsamnahmen durch die Polizei. Die
von den Repressionen betroffenen Menschen sollen sich ordnungswidrig versammelt haben und 73,45€ Bußgeld bezahlen. Ca.70 Personen legten Einspruch ein und das mit großem Erfolg.
Mehr und mehr Nachrichten über Einstellungen der Verfahren erreichten die Soli-Gruppe. Aber die Bremer Justiz ließ sich dennoch nicht lumpen ein paar Genoss_Innen vor Gericht zu zerren. Aber auch hier konnten sie keine großartigen
Erfolge erzielen. Mit zwei Einstellungen und ca.50 Unterstützer_Innen im Saal endete ein Prozesstag. Am 30.01 wurde zur Begleichung der Kosten von Mobi-Material und Anwält_Innen eine Soli Party im Sielwallhaus in Bremen veranstaltet. Auch hier kamen viele Unterstützer_innen und feierwütige vorbei.
Nun ins hier und jetzt: Kurz nach dem 13.12.2008 sind Feststellungsklagen gegen die Stadt Bremen eingereicht worden, um sich gegen die Ingewahrsamnahmen rechtlich zur Wehr zu setzen. Jetzt endlich werden sie verhandelt!

Das ganze findet am Donnerstag, den 02.​12.​2010 um 14.​00 Uhr im Jus­tiz­zen­trum Am Wall 198, 28195 Bre­men, Sit­zuns­saal 11, 1. Ober­ge­schoss statt.
Wir und die Rote Hilfe OG Bremen rufen dazu auf euch solidarisch zu zeigen, vorbeizukommen und die Betroffenen zu unterstützen!

checkt antirep1312.blogsport.de

Unterstützung der Streikenden

Unterstützung des Streiks bei Atlas Maschinenbau in Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta

Nachdem die Belegschaft von Atlas Maschinenbau das Werk in Ganderkesee seit drei Wochen bestreikt hat, kam es nun zu einem ersten Vergleich vor Gericht. Das Unternehmen nimmt die Kündigungen gegen einzelne Kolleg_Innen zurück und beginnt mit der IG Metall zu verhandeln, dafür müssen die streikenden Arbeiter_Innen seit gestern ein Tor des
Fabrikgeländes offen lassen. Heute wurden daraufhin viele der fertigen Maschinen vom Gelände weg und
neues Material hinauf transportiert. Drinnen machen eingestellte Leiharbeiter_Innen und Streikbrecher_Innen einen Teil der Arbeit der Streikenden weiter.
Den Arbeiter_Innen wurde gerichtlich zugesagt, dass sie mit jd., der oder die das Firmengelände befahren möchte, 15 min reden dürfen. Bei vielen Fahrzeugen kann das effektiv den Verkehr in und aus dem Gelände stören.
Wenn ihr also ein Auto habt und Zeit & Lust, würden sich die Kolleg_Innen von Atlas freuen, wenn ihr vorbei kommt und euch bei Tor 1 in die Autoschlange einreiht und 15 min infomieren lasst. Auch die Kolleg_Innen in Delmenhorst und Vechta können Unterstützung gebrauchen.

IMK – gemeinsame Anreise aus Bremen

Auch wenn uns das Veröffentlichen solcher Treffpunkte Bauchschmerzen bereitet, kommen wir der Bitte um Veröffentlichung nach:
Für Samstag, den 13.11., gibt es in Bremen eine organisierte gemeinsame Anreise zur Antirepressionsdemo in Hamburg (18:00, Gänsemarkt HH). Treffpunkt in Bremen ist um 16:00 Uhr (pünktlich!) vor dem Eingang des Hauptbahnhofs, Ausgang Cityrichtung!

Was denn nun? Atomtransporte durch Bremen?

Wir berichteten schon mehrfach über mögliche Atomtransporte, die über Bremen verlaufen solleb bzw. sogar über Bremerhaven verschifft werden sollen. Dies kam in den letzten Jahren schon häufiger vor [Info].
Im Zuge der Proteste gegen den Castor-Transport ins Wendland am letzten Wochenende wurde das Thema Atomtransporte durch Bremen auch in der bremischen Bürgerschaft behandelt. Mit den Stimmen der rot-grünen Regierungs-Koalition und der Partei Die Linke wurde dazu beschlossen, dass die bremer Häfen für den Umschlag von Kernbrennstoffen gesperrt werden sollen. Der Senat wurde damit aufgefordert, alle möglichen Schritte zu unternehmen, um Transporte von nuklearem Materiall bzw. entsprechendem Abfall im Bundesland Bremen zu verhindern.
Radio Bremen zitiert dabei den Fraktionschef der Grünen Güldner, dass es „eine Horrorverstellung [sei], dass ähnliche Proteste wie die jüngsten im Wendland den Umschlag von Containern, Autos und Waren in den bremischen Häfen über Tage lahm legen könnten.“ (mehr…)

Das bisschen Haushalt… Stammtisch gegen den Reproduktionsstress des Alltags

Du bist auch genervt von Lohnarbeit, einkaufen, Geld ausgeben, Weckerklingeln… Niemand da für den Nachwuchs und mit allem meist allein?

Wir laden ein zu einem Stammtisch, wo wir uns gemeinsam austauschen wollen, Ideen spinnen und Alternativen entwickeln können, über diese und andere Themen. Die eigene Reproduktion, ob hart materiell oder eher sozial, ist oft ein Stiefkind in der Politszene. Viele von uns sind zwar mit gut verwertbaren Ausbildungen gesegnet und können materiell einigermaßen auf
dem Markt klar kommen. Oder wir kennen andere Wege, weil wir die dazugehörigen Informationen und Netzwerke haben.
Uns ist wichtig, das Thema Reproduktion aus dem Privatbereich heraus zu holen und aus einer herrschaftskritischen Perspektive zu betrachten. Auch wenn wir beeinflusst und bestimmt sind durch diese Zustände können wir dazu beitragen sie zu verändern.

Wir wollen einen bewussten und organisierten Versuch starten, die eigene soziale Reproduktion politisch zu begreifen, kollektiv zu bearbeiten und mit anderen alltäglichen Deutungs-, Bearbeitungs-, Rebellions- wie Unterwerfungsmechanismen zu konfrontieren.

Sonntag 21.11. um 19 Uhr im Bonboncafe/ Alla Hopp Hardenbergstrasse 52-54