Archiv für Dezember 2010

Gerichtsverhandlung am 16.12. in Syke

Der Tag der Verhandlung wegen der Anklage gegen Verstoß gegen das Vermummungsverbot endete nach zweieinhalb Stunden, inklusive Zeugenaussagen von zwei Berliner Bullen, für die angeklagte Antifaschistin mit einer Verwarnung. Den Tag über waren in Syke überall Zivil- und uniformierte Bullen unterwegs. Auch die Kripo Diepholz schlich um die wenig aufregende Szenerie um die Unterstützer_innen. Trotz Aufruf, vielleicht auch wetterbedingt, fanden sich leider nicht genug Teilnehmer_innen für eine Spontandemo oder andere Aktionen.

Quelle und weiterer Artikel: Antifaschistische Aktionsgruppe Sabotage

Unsere Bullen bleiben hier – und wenn nicht ihr Pech

In den frühen Abendstunden fand heute in der Bremer City eine spontane Soli-Demo gegen den Castor-Transport nach Lubin, gegen Atomtransporte überall und für die Stillegung aller Atomanlagen in der Milchstraße (mindestens) statt.
Die Demonstration führte vom Wall über die Domsheide, vorbei am (Weihnachts-) Markt und durch die Obernstraße. Auf Höhe der Papenstraße machten die knapp 50 Leute kehrt und liefen zurück in Richtung Wall. Von dort ging es ins Viertel, wo sich die Demo dann auflöste.
Mit etlichen Flyern und einem kurzen Redebeitrag wurden Passant_innen über die Anliegen der Demonstrierenden aufgeklärt. Die anwesende Samba-Band sorgte währenddessen immer wieder für gute Stimmung. Den paar herbeigeeilten Bullen gelang es nicht, die Demonstrierenden von ihrem Tun abzuhalten.

Grüße an alle, die sich dem Castor-Transport nach Lubmin entgegenstellen!
Gegen die Spaltung von Mensch und Atom – Für die soziale Revolution!

Bericht auf indymedia

Detailierter Prozessbericht von antirep25

Gegenanzeige – 1. Verhandlungstag

Am 8.12.2010 wurde gegen eine NoChristival-Aktivist_in ermittelt, die es gewagt hatte, gegen zwei Polizist_innen Anzeige wegen Körperverletzung zu stellen ein Verfahren eröffnet. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet „Falsche Verdächtigung“.
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Frischer Wind aus Delmenhorst

Die Antifa Delmenhorst hat eine komplett neue Website inklusive Selbstverständnis und einem lesenswerten Artikel der über die letzten Monate aufklärt erarbeitet.
Zusätzlich ist eine Chronik der Naziaktivitäten in Arbeit.

Antifa Delmenhorst – Never Again

Aktuell befinden sich neonazistische Strukturen in einem Wandel: Durch Veränderung der personellen Konstellation, politische und persönliche Konflikte, und nicht zuletzt Dank einer offensiven antifaschistischen Politik, bedeutet Neonazisein in Delmenhorst Probleme zu kriegen! Zudem scheint relevanten Akteur_innen der Szene durch die juristische Ahndung verübter Straftaten der Spaß am “Politikmachen” genommen worden zu sein.

Ein Wochenende, zwei Solipartys!

Am kommenden Wochenende finden gleich zwei Solipartys im Sielwallhaus statt!
Freitag: Soli-Cocktailbar für den Infoladen [Info]
Samstag: 3.10.-Soli-Cocktailbar [Info]

1. Mai: NPD hat zu spät angemeldet

kopiert aus der taz

NPD-Aufmarsch und Sozialkongress stehen vor juristischen Hürden. Die Partei will DGB-Chefin Annette Düring auf ihr Podium holen, ein DVU-Stadtverordneter tritt aus


Damals gab es keine Probleme mit der Anmeldung: NSDAP-Aufmarsch 1933 in Nürnberg.

Die Offensive der NPD zum Bremer Bürgerschaftswahlkampf stößt auf Schwierigkeiten.

Nach Informationen der taz will die NPD am 1. Mai von der Bürgerweide über Herdentor, Am Wall, Faulenstraße, Daniel-von-Büren-Straße und die Falkenstraße wieder zurück zur Bürgerweide marschieren. 1.000 Teilnehmer hat die Partei angemeldet. Doch ihr Aufzug kollidiert mit einem vom DGB angemeldeten Sternmarsch. (mehr…)

„Wenn Repression, dann Solidarität!“

Am Donnerstag den 16. Dezember muss eine Antifaschistin im Syker Gericht erscheinen, weil ihr zur Last gelegt wird, sich bei der Blockade des Naziaufmarsches am 1. Mai 2010 in Berlin vermummt zu haben. Am besagten Tag wurde sie von acht Bullen zu Boden gerissen und auch sonst nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Ihre konveszierten Gegenstände hat sie bis heute nicht wiederbekommen, dafür aber ein paar Besuche der Diepholzer Kripo.
Wir wollen niemanden alleine lassen und machen uns stark gegen staatliche Repression. Deswegen rufen wir dazu auf, am 16.12.2010 um 13:30 im Amtsgericht Syke zu erscheinen und sich solidarisch zu zeigen.
Ab 12:00 Uhr ist ein Shuttleservice vom Bahnhof in Syke zum Amtsgericht eingerichtet.
Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

Neues aus Delmenhorst

Oder vielmehr aus Magdeburg, dort studiert nun nämlich der Neonazikader Mario Müller aus Delmenhorst Sozialwissenschaften.

Sehr umfangreiches Outing.

A pro pos Delmenhorst, lange ist öffentlich nichts mehr zu hören gewesen, doch die Hintergründe dafür sowie die aktuelle Situation werden in Kürze hier und auf der sich im Umbau befindlichen Website der Delmenhorster Antifa zu finden sein.

NPD gibt Aufmarschpläne bekannt

Die rechtsradikale NPD, die ja am 1. Mai 2011 in Bremen aufmarschieren möchte [Info], äußert sich nun auch selbst zu ihren Plänen. Etwas wahrlich neues findet man allerdings nicht auf der Homepage der NPD.
So rufen die Nazis dazu auf, am 1. Mai nach Bremen zu kommen, um sich an einem Sozialkongreß mit anschließender Demonstration zu beteiligen. Der Treffpunkt der Nazis soll um 10 Uhr an der Bürgerweide, am Hinterausgang des Hauptbahnhofs sein. Die ganze Veranstaltung mit dem Motto „Nationale Solidarität statt Raubtierkapitalismus!“ soll dann allerdings erst um 11 Uhr beginnen.
Die Vermutung, dass sich die NPD mit dem Wahlkampf einen Sitz in einem westdeutschen Landesparlament (Bremer Senat) sichern will, bestätigen die Nazis auf ihrer Website. So heißt es, dass die NPD mit „dem Sozialkongreß und der Demonstration […] in die heiße Phase des Bürgerschaftswahlkampfes eintreten“ will. Das Ziel sei der Einzug in den Bremer Senat. (mehr…)

“Kurzer Prozess” oder Sprung in den Westen?

kopiert von npd-blog.info

Die NPD geht in Bremen in die Offensive. Am 22. Mai werden in der Hansestadt Bürgerschaft (Landtag), Stadtbürgerschaft (Bremen), Beiräte (Bremen) sowie Stadtverordnetenversammlung (Bremerhaven) gewählt. Bei vergangenen Wahlen hatten rechte Parteien hier bisweilen gut abgeschnitten – auch wegen Besonderheiten im Bremer Wahlrecht schafften es rechtsextreme Abgeordnete in die Bürgerschaft. Nun will die NPD ins Rathaus einziehen – und beauftragte daher Jens Pühse, vormals Geschäftsführer des “Deutschen-Stimme”-Versands in Sachsen, als Wahlkampfleiter für eine steife braune Brise an der Waterkant zu sorgen. Als Spitzenkandidat schickt die Partei den bisherigen DVU-Chef Matthias Faust ins Rennen, der mittlerweile auch Vize der NPD ist.


Der NPD-Funktionär Jens Pühse gilt als Schwergewicht in der Rechtsrock-Szene. (Foto: Marek Peters)

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