Archiv für Dezember 2010

Sarrazin in Oldenburg

Ol­den­burg be­kommt mal wie­der Be­such der un­le­cke­ren Art. Der (so­zi­al-​) ras­sis­ti­sche Het­zer Thilo Sar­ra­zin liest am Mitt­woch, dem 5. Ja­nu­ar 2011 um 20 Uhr im PFL (Pe­ter­stra­ße) aus sei­nem 461-​sei­ti­gem Pam­phlet »Deutsch­land schafft sich ab«. Ein­ge­la­den hat ihn na­tür­lich die NWZ, die mit ihrer Ver­an­stal­tungs­rei­he »Be­geg­nun­gen« auch schon an­de­ren Ekeln wie z.B. Mar­tin Wal­ser ein Po­di­um bot. Dass al­ler­dings die Le­sung am 5. Ja­nu­ar un­ge­stört über die Bühne geht, darf wohl ge­trost be­zwei­felt wer­den.

Quelle: regentied

„Stammtisch gegen den Reproduktionsstress des Alltags“ wird fortgesetzt

Und weiter geht’s:
Das bisschen Haushalt… Stammtisch gegen den Reproduktionsstress des
Alltags am Di. 14.12 um 20 Uhr bei Alla Hopp im Bonboncafe

Nach dem ersten Stammtisch bestand der Wunsch, sich in lockerer Runde
weiter zu treffen, um der eigenen Reproduktion Raum zur kritischen
Reflexion zu geben und an kollektiven Lösungen zu arbeiten.
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Spontandemo gegen die Abschiebungen der Roma

Am späten Dienstag Nachmittag versammelten sich in Bremen ca 50-70
Personen um spontan ihren Unmut über die geplante Abschiebung von Roma, Ashkali und Kosovo-Agypter_innen aus Niedersachsen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz lautstark auf die Straße zu tragen und ihre Solidarität zu bekunden.

Von der Abschiebung betroffen sind ca 200 Personen, die am 7.12 und am 9.12 über Düsseldorf in den Kosovo und nach Serbien abgeschoben werden sollen. Den Abgeschobenen drohen Armut, Verfolgung und sozialer Ausschluss.

Trotz der geringen Größe hatte die Demo eine gute Außenwirkung.
Durch viele Parolen, das verteilen von Flyern und mehrere Transparente wurde auf die Problematik hingewiesen. Trotz der eindeutig friedlichen Stimmung der Demonstration konnte es sich die Polizei mal wieder nicht nehmen lassen die Demo mit einem unverhältnismäßig großen Aufgebot zu „begleiten“. Nach einer guten Stunde konnte die Demo ohne weitere Zwischenfälle aufgelöst werden.

Die Abschiebungen am 07.und 09.12.10 müssen mit allen Mitteln verhindert werden! Zeigt euch solidarisch mit den Betroffenen. Alle Roma bleiben hier!

Den Flyertext findet ihr unter: arb.blogsport.de

Interview mit Menschen vom GW3-Plenum

endofroad: Fasst doch noch einmal bitte kurz für Nicht-Student_innen zusammen, was es mit dem GW3 auf sich hat.
GW3: Vorweg gesagt: Die meisten Nicht-Nicht-Student_Innen wissen sicherlich auch nicht unbedingt, was es mit dem GW3 auf sich hat, daher brauchen wir das gar nicht so trennen…
Also, das GW3 wurde von Studierenden nach dem letzten großen Streik gegen Studiengebühren an der Uni 2004 als Protestzeichen gebaut. Es war eine bunte einfache Holzhütte, die als selbstorganisierter Raum frei gestaltet und benutzt wurde. Sie sollte besonders eine Art Gegenrealität zur tristen Institution Uni, in der mensch vor allem funktionieren muss, darstellen. Ein Ort, der unabhängig von vorhandenen universitären Strukturen genutzt werden konnte, um sich zu treffen und auszutauschen und um politische Veranstaltungen abhalten zu können.
2008 musste die Hütte dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion versetzt werden, weil die Bauarbeiten der zweiten milionenteuren Prestige-Glashalle am MZH begannen. . Sie stand dann am Mensasee und wurde weiterhin für Veranstaltungen, Diskussionen, Voküs etc. genutzt.
Im Herbst 2009 jedoch hieß es dann plötzlich schon wieder, dass das GW3 kommenden Bauarbeiten im Weg stünde und versetzt werden müsste, wenn wir es denn weiter haben wollten. Da dies aus Materialgründen, die Konstruktion der Hütte hätte das nicht unbeschadet überstanden aber nicht ein zweites mal möglich war, entbrannte zunächst ein Kampf um den Erhalt desr Hütte am ehemaligen Standort und der umliegenden Liegewiese ohne Betonstufen usw.. Nach mehreren Wochen hin und her entschied das GW3 Plenum schließlich, sich auf Gespräche mit der Uni einzulassen, um vielleicht einen Mittelweg zwischen Abriss und Tag-und Nacht Verteidigungs-Action bzw. winterlicher Besetzung zu finden.

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Flashmob gegen „Chemtrails“?!?

Auf kleinen Handzetteln wird derzeit zu einem „Flashmob C Hemtrails“ aufgerufen. Für den Inhalt des Flugblatts siehe unten.

Sogenannte Chemtrails sind gemäß diverser Verschwörungstheorien Streifen am Himmel, die absichtlich zugesetzte Chemikalien enthalten sollen. Dieser Theorie zufolge bestehen diese Kondensstreifen demnach nicht aus, von Flugzeugen verursachten Eiskristallen, sondern enthalten Stoffe, wie Aluminium (zum Abregnen von Wolken), Drogen (zur Beeinflussung der Menschen) oder zur Verödnung des Bodens (damit nun nur noch Monsanto-Samen auf ihm wachsen können).
Wie bei vielen anderen Verschwörungstheorien werden auch hier wieder, unter anderem, die bösen Amerikaner als Schuldige ins Spiel gebracht.

Dass die ganze Angelegenheit totaler Quatsch ist und antisemitische Tendenzen aufweist, ist nicht von der Hand zu weisen.

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Vorerst kein Atommülltransport über Bremerhaven

Bundesumweltminister Röttgen teilte heute mit, dass der geplante Castortransport aus dem Zwischenlager Ahaus (NRW) nach Russland über Bremerhaven nicht stattfinden wird.
Röttgen begründete seine Entscheidung damit, dass in der russischen Wiederaufarbeitungsanlage Majak eine schadlose Verwertung der Brennelemente nicht möglich sei. Die Region Majak ist eine sehr stark radioaktiv verseuchte Gegend (vielleicht sogar die am stärksten radioaktiv verseuchte Region auf der Welt), die Anlage dort gilt als Sicherheitsrisiko. Deswegen entfalle, so Röttgen, gegenwärtig die Möglichkeit, den Atommüll dort wiederaufzubereiten.

Weitere Infos gibt es im Weser Kurier oder bei Radio Bremen.

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Gentrification auf der AVV

In der laufenden Woche gibt es eine aVV zum Thema Gentrification. Dies wird von keiner Gruppe vorbereitet. Vielmehr soll von möglichst vielen zusammengetragen werden, was eigentlich in der Stadt gerade passiert. Zwei Phänomene sind auf jeden Fall zu beobachten:

1. findet im Viertel gerade eine massive Umstrukturierung statt, die vor allem auf masive Mieterhöhungen zurück zu führen ist. Dies drückt sich u.a. darin aus, dass viele angestammte Kneipen inzwischen verdrängt werden – bzw. mit neuen BesitzerInnen – meist noch schicker – wieder eröffnen.

2. betreibt die Stadt mit der Immobilien Bremen offensichtlich selbst eine erhebliche Spekalution mit Grundstücken und Häusern. Verschiedene Linke Projekte hatten wohl in letzter Zeit damit zu tun und werden auch noch damit zu tun haben (Beispiel Buchte).

Wer also etwas dazu beizutragen hat, möge wenn es geht kommen, oder jemanden schicken. Wir wollen ein möglichst umfassendes Gesamtbild, damit sich daraus vielleicht gemeinsame Handlungsmöglichkeiten ergeben können.

Die aVV findet am Freitag, den 10.12., ab 20 Uhr im Paradox statt.

checkt bremerplenum.blogsport.de

Feststellungsklagen wegen dem 13.12.2008 gegen die Stadt Bremen verhandelt

Am Donnerstag, den 2.12.2010 wurde die Feststellungsklage zweier Aktivisten gegen die Stadt Bremen wegen ihrer ngewahrsamnahme am 13.12.2008 vor dem Verwaltungsgericht Bremen verhandelt. Die 5 1/2 stündige Verhandlung wurde von gut 30 Leuten kritisch beobachtet. Ein Urteil ist noch nicht gesprochen. Wenn die RichterInnen noch Zeugen befragen möchte, gibt es einen weiteren Verhandlungstag, ansonsten wird es in den nächsten Wochen ein Urteil geben.

Für weitere Infos zum 13.12.2008 checkt antirep1312.blogsport.de

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NPD plant Bremen-Offensive

kopiert aus der taz

Die NPD tritt erstmals seit 1999 zur Wahl an, plant einen „Sozialkongress“ auf Bürgerweide und eine Großdemo – der DGB will City mit Sternmarsch blockieren.


Im November 2006 kamen rund 10.000 Menschen in Bremen zusammen, um gegen einen NPD-Aufmarsch zu demonstrieren.

Die NPD wird ihre bundesweiten Aktivitäten am 1. Mai auf Bremen konzentrieren. In der heißen Phase des Landtagswahlkampfs will die rechtsextreme Partei mit einem „Sozialkongress“ auf der Bürgerweide und ihrem zentralen Aufmarsch „in die öffentliche Wahrnehmung“. Das sagte NPD-Landeswahlkampfleiter Jens Pühse der taz. Nach der Fusion mit der Deutschen Volksunion (DVU) will die Partei als „NPD – Die Volksunion“ antreten. Der derzeitige DVU-Vorsitzende Matthias Faust aus Hamburg wird Spitzenkandidat.

Pühse, der als Urheber der „Schulhof-CDs“ der NPD gilt, kündigte einen Wahlkampf an, wie ihn die „nationale Opposition in Bremen und Bremerhaven noch nie geführt“ habe. „Unser Ziel ist der Einzug in die Bürgerschaft“, sagt Pühse – und zwar nicht über die Bremerhavener-5-Prozent-Sonderklausel. (mehr…)

Verfassungsschutz richtet Denunzianten- und Sorgentelefon ein

Das Landesamt für Verfassungsschutz in Bremen hat ein „vertrauliches Telefon“ aufgrund der aktuellen Terrorgefahr in Bremen eingerichtet. Dies soll als „Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die möglicherweise Beobachtungen im Zusammenhang mit der Terrorgefahr machen“ dienen. So könnten „verdächtige Wahrnehmungen“ rund um die Uhr und sogar anonym unter der Telefonnummer 0421-5377-250 mitgeteilt werden.
Vielleicht kann ja mal jemand die mit Maschinenpistolen bewaffneten Terorristen in Uniform am Hauptbahnhof oder Flughafen melden…