Tostedter Antifas unterstützen!

Für den 23. Februar 2011 war die Veranstaltung „Braune Schatten… Neonazis im Landkreis Harburg“ in Tostedt geplant. Die Bundestagsabgeordnete Johanna Voß (Die Linke), der Kreisverband Harburg-Land der Partei Die Linke luden in Kooperation mit dem Antifaschistischen Infobüro Lüneburg zu dieser Veranstaltung nach Tostedt ein. Referent sollte der Autor und Journalist Andreas Speit aus Hamburg sein.

Der Termin der Veranstaltung wurde auf verschiedenen Internetseiten veröffentlicht und per E-Mail-Verteiler beworben. Kurze Zeit nach Veröffentlichung wurde der Hausbesitzer des geplanten Veranstaltungsraums, mit dem ein Mietvertrag abgeschlossen worden war, von verschiedenen Seiten – u.a. auch von der Polizei – angesprochen. Es wurde vor der Veranstaltung gewarnt und gefragt, ob er den wissen würde, worauf er sich einlassen würde. Aus durchaus begründeter Angst vor Vandalismus (rechte Schmierereien), wenn er den Raum für die Veranstaltung vermietet, verlangte er dann und eine schriftliche Erklärung, dass die VeranstalterInnen ggf. entstehende Kosten durch Vandalismus für zwei Monate übernehmen.
Auch wenn die VeranstalterInnen selbstverständlich entstandene Schäden behoben hätten, können sie die gewünschte Verpflichtung nicht unterschreiben. Aus Sicherheitsgründen und auch wie der Hausbesitzer angesprochen und unter Druck gesetzt wurde, wollen die VeranstalterInnen ihn und seine Familie nicht in Gefahr bringen und haben deshalb die Veranstaltung am 10. Februar 2011 abgesagt.

Diese Verpflichtung wäre geradezu eine Aufforderung an die örtlichen Neonazis, das Veranstaltungsgebäude regelmäßig zu beschädigen. Mit dem Ziel, der Partei Die Linke oder dem Antifaschistischen Informationsbüro Lüneburg größtmöglichen finanziellen Schaden zuzufügen. Eine besondere Rolle in diesem Zusammenhang spielt hierbei die örtliche Polizei. Anstatt zu den VeranstalterInnen Kontakt aufzunehmen, wurden vielmehr Menschen
angesprochen, die die Veranstaltung per Mail beworben hatten, um Informationen über die Veranstaltung zu erhalten. Dies verbunden mit einer Warnung, da durch die Veranstaltung in Tostedt angeblich eine Gefahr entstehen würde. Anstatt ihrer Aufgabe nachzukommen und eine öffentliche Veranstaltung zu ermöglichen, wurde in Tostedt durch die Polizei mal wieder der Versuch unternommen, eine Initiative gegen die örtlichen Naziaktivitäten zu unterbinden und das Thema totzuschweigen.

Die Informationsveranstaltung wird nun in einem anderen Rahmen stattfinden. Die Kampagne Landfriedensbruch und die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen führen sie am 6. März als Open-Air-Veranstaltung auf dem Platz Am Sande in Tostedt durch. Außerdem findet am 19. März 2011 eine antifaschistische Demonstration in Tostedt
statt. Die durch die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen angemeldete Veranstaltung, zu der auch verschiedene andere antifaschistische Gruppen aus Norddeutschland aufrufen, steht unter dem Motto: „Kein Vergeben, kein Vergessen! Nazis offensiv entgegentreten!“ Mit der Demonstration soll zum einen an Gustav Schneeclaus erinnert werden, der vor 19 Jahren u.a. von Stefan Silar totgeprügelt wurde und zum anderen soll auf die Naziproblematik in Tostedt aufmerksam gemacht und dagegen aktiv vorgegangen werden.

Informationsveranstaltung über Neonazis in Tostedt und extrem rechte Aktivitäten und Strukturen in der Nordheide. Mit dem Journalisten und Autoren Andreas Speit (Hamburg).

Sonntag, 6. März 2011
14 Uhr
Am Sande,
Tostedt

Mehr Infos aus Landfriedensbruch.tk

Quelle: Indymedia

Am 3. März findet eine Infoveranstaltung in Bremen und am 19. März eine Demo in Tostedt statt, Infos hier.

Am 6. und 19. März nach Tostedt! Nazis keinen Raum lassen!


1 Antwort auf „Tostedter Antifas unterstützen!“


  1. 1 Datum 24. Februar 2011 um 21:21 Uhr

    Wurde sich da nicht verschrieben?

    Im ersten Satz lautet das Datum 23.02. und am Ende des 2. Absatzes dann 10.02. ?

    Nur so als Anmerkung.

    Nazi in den Po treten! In Tostedt und überall!

    ADMIN: Nein, die Veranstaltung sollte am 23.02. statt finden, wurde aber wegen beschriebener Ereignisse am 10.02 abgesagt.

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