Umstrittene Boykottaktion des Friedensforums


Gestern fand die vom Bremer Friedensforum initiierte und durchaus umstrittene Boykottaktion israelischer Waren [Info 1, 2, 3] vor einem Supermarkt in Schwachhausen statt.
Gegen 16 Uhr postierten sich die Boykott-Aktivist_innen vor dem Rewe-Markt in der Wachmannstraße und verteilten dabei Informationsmaterial, posierten mit Israel-Boykott-Schildern und versuchten, mit den Passant_innen ins Gespräch zu kommen. Trotz vielfacher Kritk im Voraus, veranstaltete das Friedensforum die Boykott-Aktion unbeeindruckt für circa eine Stunde und betrachtet sie im Nachhinein als Erfolg. Angeblich beschlossen die Organisator_innen sogar in einer kurzen Nachbesprechung, die Aktion in der nächsten Zeit vor einem anderen Supermarkt fortzusetzen.
Dass die ganze Aktion ein wenig an die Aufforderung der Nazis „Kauft nicht bei Juden“ erinnerte, schien die Boykotteur_innen nicht großartig zu stören. Allerdings fühlten sich andere gestört:

Die Diskussionen wurden richtig laut, begleitet auch von kleinen Rangeleien, als eine Gruppe von vielleicht 15 jüngeren Menschen sich in die Aktion einmischte und hartnäckig immer wieder das eine Argumente wiederholte: in Deutschland dürfe ein solcher Boykott nicht stattfinden; es wäre eine faschistische Aktion. Obwohl mehrfach befragt, erklärten die jungen Leute, keiner bestimmten Organisation anzugehören sondern nur als einzelne sich die Aktion ansehen zu wollen. Wer ihnen zuhörte, merkte bald die „antideutsche“ Herkunft ihrer Argumente. Deutsche wären die „Nation der Täter“, auch in der zweiten, dritten und vierten Generation. Deutsche hätten kein Recht zu irgendeiner Kritik an der Politik der israelischen Regierung. Weil es von vorherein und grundsätzlich nur antisemitisch wäre. Quelle: dielinke-bremen.de


10 Antworten auf „Umstrittene Boykottaktion des Friedensforums“


  1. 1 Anonymous 13. März 2011 um 16:20 Uhr

    so lange die LINKE (Partei) in Bremen so unsägliche Positionen zu Antisemitismus, deutsche Vergangenheit und ISrael vertritt sollten sich die aktiven AntifaschistInnen aus Bremen eine Zusammearbeit überlegen.
    es sollte keine Zusammenarbeit bezüglich des 1. Mais geben, ohne dass die Haltung der LINKEN kritisiert wird und eine Diskussion über linke No-Goes geführt wird!

  2. 2 was ist los? 13. März 2011 um 20:51 Uhr

    Es gibt ja die These, dass auf der Homepage der Partei „Die Linke“ alles mögliche querbeet publiziert wird und dass die deshalb auch täglich tausende Klicks bekommen. Die Bleiwüsten der wöchentlichen Berichterstattung zur MLPD-Montagsdemo sind da ein gutes Beispiel. Kurz vorm 2. Oktober prangte fett und ganz oben der umsganze-Aufruf. Der gepostete Einwand von Benno Schirmeister zur Paprika-Aktion ist auch interessant und lesenswerter als jeder Zeitungsartikel zum Thema.

    http://www.dielinke-bremen.de/nc/politik/aktuell/detail/zurueck/bremennews/artikel/taz-antwortet-arn-strohmeyer-links-unterwandert/

  3. 3 leser 13. März 2011 um 23:06 Uhr

    ja, es ist so, dass auf der website der LINKEN alles mögliche publiziert wird, was vor allem am allgemeinen desinteresse der mitgliedschaft an der website und an der u.a. daraus resultierenden „machtvollen“ position der online-redaktion liegt. die kann machen, was sie will. diese online-redaktion hat unübersehbar einen stark antizionistischen bis antisemitischen einschlag. da sollte sich der vorstand der LINKEN dazu aber mal verhalten. die LINKE aus Bündnissen rauszuwerfen kann gefordert werden, nur ist die da ja eh kaum präsent, weil sie voll auf parlamentarismus fixiert ist, und jetzt, da der wahlkampf naht, in dem es um sitze und mitarbeiterstellen geht, eh dreimal.

  4. 4 wissender 14. März 2011 um 14:27 Uhr

    Mit dem Linkspartei-Leute rausschmeißen könnte mensch ja mal im Kein Meter Bündnis anfangen. Ist ja nicht so, als säße da nicht ein so einer relevant mit rum…

  5. 5 nochmal zur Gruppe aksuednord 14. März 2011 um 22:18 Uhr

    „Israel: 60 Jahre sind genug!“
    http://aksuednord.org/risala/aktuell/risala_aktuell_7.pdf

    „Das Konzept der Judenverfolgung im faschistischen Dritten Reich war deren Vertreibung nach Palästina und das war ein internationales Konzept.“

    Die nächste Veranstaltung dieser Art darf nicht einfach nur bepöbelt werden! Zwischen AK-SN (AK-NS wäre schöner) und dem Friedensforum gibt es deutliche personelle Überschneidungen. Und wer 2008 solch ein Pamphlet auflegt, darf 2011 nix von „gerechter Frieden in Nahost“ sabbeln!!

  6. 6 leser_in 18. März 2011 um 18:12 Uhr

    checkt: http://www.aufmacher.com/“> http://www.aufmacher.com/ Dieser Blog meint:
    „Sönke Hundt nennt sich „Redakteur bei http://www.dielinke-bremen.de“. Und als solcher schrieb er auf der Seite der Linkspartei nach dem mittlerweile viel diskutierten „Kauft nicht bei Juden“-Happening dieses: …..“ und hat einige Details zum Agieren der LINKEN.

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  2. 2 partyzionist » Blog Archive » `Israel boykottieren´? Der Antisemitismus von ganz links in bester deutscher Tradition. Pingback am 19. März 2011 um 7:11 Uhr
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