Archiv für April 2011

NPD-Kundgebung vergangenen Samstag

Am letz­ten Sams­tag, den 23.​04., hat die NPD mit Hilfe eines massiven Polizeiaufgebotes eine Kund­ge­bung in Bre­men-​Grö­pe­lin­gen durch­ge­führt. Schon zwei Stun­den bevor die 12 Nazis ein­tra­fen waren An­ti­fa­schis­t_In­nen in der Ge­gend un­ter­wegs. Kurz vor 14 Uhr sperr­te die reich­lich er­schie­ne­ne Po­li­zei dann ein Sei­ten­stra­ßen­stück vor einem Kiosk ab.

Die Nazis sind in mehreren Gruppen zu der Kundgebung gelangt. Nicht ganz unbemerkt, so verlor der Lieferwagen mit Lüneburger Kennzeichen schon auf der Anreise die eine oder andere Scheibe und auf der Gröpelinger Heerstraße wurde eine 4-5-köpfige zu Fuß anreisende Nazigruppe, u.a. die an maßloser Selbstüberschätzung leidenden Gerold und Thorsten Schibblock, angegriffen und daraufhin kurzzeitig von Gegendemonstranten gekesselt.
Erst als die Polizei ihnen den Weg frei prügelten konnten sie ihr Ziel unter Polizeischutz erreichen. Hier gab es dann auch 2 Festnahmen.

An den Ab­sper­run­gen sam­mel­ten sich An­woh­ner_In­nen, An­ti­fa­schis­t_In­nen und Schau­lus­ti­ge, wel­che die Nazis ca. 2 Stun­den lang über­tön­ten und ver­ein­zelt mit Eiern und Flaschen be­schmis­sen.

Die Abreise gestaltete sich ebenso schwierig wie die Anreise, für die Nazis welche nicht in den Lieferwagen passten wurden 2 Taxen vorgefahren, dann versuchte die Polizei einen geeigneten Ausgang für den Nazikonvoi zu finden. Als diese dann aus ihrem sicheren Kessel herausfuhren wurde der Lieferwagen erneut von Antifaschist_Innen verfolgt und angegriffen. Der gesamte Konvoi wurde dann von mehreren Menschen aus Gröpelingen gejagt.

Pressespiegel:
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„Schule verteidigt Bundeswehr“

Aus der taz:

MILITÄRERZIEHUNG An zwei Schulen gab es Protestaktionen gegen Veranstaltungen der Bundeswehr zur Berufsinformation. Diese wurden auch mit Polizeieinsatz gesichert

VON JAN ZIER

Die SchülerInnen kamen in weißen Anzügen, rote Farbe darauf, und Wasserspritzpistolen. Sie wollten mit einer Performance gegen eine Bundeswehr-Veranstaltung am Schulzentrum (SZ) Rübekamp in Walle demonstrieren. Doch dazu kam es nicht. Die Polizei war schon präventiv vor Ort, hat die Aktion gemeinsam mit Lehrern verhindert. Im März war das, bei einem Berufsinformationstag für 180 SchülerInnen. 36 Angebote gab es da, auch von der Armee, die etwas über Aus- und Weiterbildung beim Bund erzählte.
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Fußballsaison am Eck gestartet!

Jugendliche provozieren Polizei

Im Bremer Steintorviertel hat es nach dem Osterfeuer an der Weser in der Nacht zum Ostersonntag Ärger gegeben. Bis zu 400 Jugendliche lieferten sich gegen Mitternacht im Steintorviertel eine Auseinandersetzung mit der Polizei. Die meist angetrunkenen Jugendlichen wollten nach Polizeiangaben an der Sielwallkreuzung Fußball spielen. Die Polizei kassierte den Ball und verhinderte das Spiel. Daraufhin schleppten die Jugendlichen Pappkartons auf die Kreuzung, um ein Feuer zu entzünden. Deshalb wurde der gesamte Bereich kurz nach Mitternacht gesperrt. Außerdem spritzte die Feuerwehr vorsorglich Wasser auf die Kartons, um einen Brand zu verhindern. Nachdem die Polizei einen der Rädelführer festnahm, zogen die Jugendlichen langsam ab. Wegen der Aufräumarbeiten konnte die Kreuzung erst gegen halb vier wieder für den Verkehr freigegeben werden. Schlägereien gab es in der Nacht zum Sonntag auch auf der Bremer Diskomeile und vor Nachtklubs in der Innenstadt. Verletzt wurde aber niemand.

kopiert von radiobremen.de
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NPD-Kundgebung am Samstag verhindern!

kopiert bei bremer-schattenbericht.com

Die NPD hat für den kommenden Samstag, den 23. April 2011, ab 12 Uhr erneut eine Kundgebung in Bremen angemeldet. Die Versammlungsbehörde prüft derzeit noch die Anmeldung der braunen Partei.

Thematisch bezieht sich die NPD mit ihrer Anmeldung auf den aktuellen Verfassungsschutz-Bericht des Landes Bremen. In diesem berichtet der hanseatische Inlandsgeheimdienst nicht nur über die NPD, sondern auch über “Islamismus in Bremen”. Unter Beobachtung stehen dabei unter anderem ein Verein am Hauptbahnhof im Breitenweg und in der Seewenjestrasse in Bremen-Gröpelingen. Das Thema passt der NPD in ihr rassistisches Wahlprogramm. So forderte sie die “Abschaffung des Asylrechts” und hetzt mit dem Schlagwort “Überfremdungspolitik” gegen “Fremdstämmige”. In einem internen Papier verlangt sie, mit Bezug auf die Islamisten, ein “konsequentes Vorgehen” gegen diese “abnormalen Zustände”. Als “Arbeitsscheue, Abnormale oder Asoziale” wurden bereits im Nationalsozialismus alle bezeichnet, die nicht in das Weltbild der “NS-Volksgemeinschaft” passten.

Die NPD will in den nächsten Wochen vermehrt Wahlkampfhelfer aus anderen Bundesländern in Bremen einsetzen. Der Wahlkampf soll intensiviert werden. Der NPD-Spitzenkandidat für den Wahlbereich Bremen-Stadt, Matthias Faust, hatte bereits bei der Kundgebung am 9. April angekündigt mehr Präsenz zeigen zu wollen und “jedes Wochenende öffentlichkeitswirksame Aktionen durchzuführen”. Zuletzt war der NPD-Aktivist, Thorsten Schibblock, dabei am Rande der Kundgebung gegen unliebsame Pressevertreter handgreiflich geworden.

  • Keinen Meter: Sa., 23.04., 10h, Keinen Meter der NPD
  • Keinen Meter: Samstag. Früh. Am Start. – Aktuelle Informationen zum 30.4.
  • taz: 1. Mai jetzt im April
  • Weser-Kurier: Werder will NPD-Politiker ausschließen
  • antifa-bremen.org: Ausblick: rechter Bremer Wahlkampf 2011
  • Ladenschlussdemo 28.04.

    Marten Ostendorf und sein Naziladen “Sportsfreund” bekommen ihren Mietvertrag nicht verlängert. Aufgrund der vielen Aktionen, von Buttersäure über Farbe bis hin zu den Demos, und dem Erzeugen von öffentlichem Druck beendet die “Grothe Unternehmensgruppe” ihre einträgliche Geschäftsbeziehung mit den Nazis. Die Schließung ende April ist vermutlich nicht gleichbedeutend mit einer kompletten Geschäftsaufgabe. Wo der Scheiß weitergeht ist nicht sicher…

    Der Aus- bzw. Umzug soll nicht sang und klanglos über die Bühne gehen!
    Deshalb wird dieser Zwischenerfolg gefeiert.

    Dass dafür der Stadtteil Hastedt ausgesucht wurde hat einen traurigen Grund. Seit Jahren betreibt der Nazi Martin Elsner im Alten Postweg 1 den Laden und Internetversand “Sieg oder Spielabbruch”. Auch dort wird auf unpolitische Hooligans gemacht, aber ebenso wie im “Sportsfreund” für die Naziszene gearbeitet. Es ist dort bis jetzt noch nicht zu nennenswertem
    Widerstand gekommen. Dies wird sich jetzt ändern!
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    Flashmob gegen NPD in Bremen

    kopiert bei radiobremen.de

    Etwa 60 Aktivisten demonstrieren seit 15 Uhr am Bremer Hauptbahnhof mit einem so genannten Flashmob gegen eine geplante NPD Kundgebung. Motto: „Jugend trainiert für den 30. April“. Denn die rechtsextreme Partei will ihre Kundgebung in Bremen auf den 30. April 2011 vorverlegen. Der Bremer Wahlkampfleiter der Rechtsextremen, Jens Pühse, hat inzwischen drei Routen beim Stadtamt angemeldet. (mehr…)

    1. Mai wird zu 30. April – NPD-Demo verlegt

    Der für den 1. Mai groß angekündigte „Sozialkongress“ der rechtsextremen NPD für Bremen ist verschoben. Er wurde um einen Tag vorverlegt – auf Sonnabend, 30. April. Das belegen parteiinterne Mails, die dem WESER-KURIER vorliegen.

    Die NPD begründet die Verschiebung damit, dass die Ämter die Demonstrationsroute in weit abgelegene Gebiete abschieben wolle. Bei den Bremer Behörden ist der Vorgang nach Informationen des WESER-KURIER bekannt. Eine Anmeldung des Kongresses zum neuen Termin liegt ihnen vor.

    Der Wahlkampfleiter der NPD in Bremerhaven, Patrick Wieschke, hat die Verschiebung bestätigt. Szenekenner bewerten sie nicht als taktisches Manöver, sondern als ein Zeichen der Schwäche. Die rechtsextreme NPD hatte die erwartete Teilnehmerzahl für ihren Kongress mehrfach herabgesetzt. Zuletzt war mit knapp 250 Teilnehmern gerechnet worden.

    Quelle: Weser Kurier

    Egal wo, egal wann – KEINEN METER DER NPD und allen anderen Faschisten!

    UPDATE:

    Artikel beim NPD-BLOG und die besagte E-Mail:
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    2 Jahre Wagenplatz Querlenker!

    „Den Ludendorffern Ostern versauen!“

    Seit nun mehr als dreißig Jahren trifft sich der „Bund für (deutsche) Gotterkenntnis“ (Ludendorffer) alljährlich im niedersächsischen Dorfmark.
    Bei den „Ludendorffern“ handelt es sich um eine völkische, rassistische und antisemitische Weltanschauungsgemeinschaft. Sie basiert auf den Schriften von Mathilde Ludendorff, Ehefrau des Hitlerputschgefährten Erich Ludendorff. Die „Ludendorffer“ teilen Menschen in „Licht- und Schachtrasse“ und nach ihrer Theorie führt „Rassenmischung zum Volkstod“. Außerdem heißt es in den Schriften Ludendorffs, dass „das deutsche Volk“ durch Kommunismus, Freimaurer- und Christentum „entwurzelt, so dass Juda leichtes Spiel hat“. Die „jüdische Schachtrasse“ schädige über „verjudete christliche Erziehung“ deutsche Kinder. Dagegen müssten die „Lichtrassen“ mit ihrem „Recht des Stärkeren“ vorgehen. Bei so einem offenem Antisemitismus und Rassismus verwundert es auch nicht, dass die Treffen auch Freie Kameradschaften und „Autonome Nationalisten“ anziehen.
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    Verfassungsschutzbericht 2010

    Der VS-Bericht 2010 ist heute erschienen. Und wie immer ist nichts wirklich interessantes darin enthalten.

    In Bremen ist trotz zahlreicher Sachbeschädigungen im Vorfeld des 3. Oktobers für das Jahr 2010 kein signifikanter Anstieg von linksextremistischen Straftaten zu konstatieren.

    Aber immerhin wird endofroad in diesem Jahr auch wirklich im VS-Bericht erwähnt:

    Speziell für Bremen gibt es seit September 2009 das Internetforum „end of road“. Die Betreiber kündigten zu Beginn an, dass es sich um ein „antikapitalistisches Projekt“ handele und sie „nur Dinge veröffentlichen, die dem Sinne des Projektes entsprechen und eine antifaschistische, autonome und antinationale Grundhaltung haben.“ (Internetblog „end of road“, 06.09.2009) Zentrales Anliegen sei es, „regionale Geschehnisse zu dokumentieren und für Interessierte zugänglich zu machen.“ Die veröffentlichten Artikel, Aktionsberichte, Demonstrationsaufrufe und Terminankündigungen spiegeln daher ein breites Themenspektrum wider. Die Nutzer können die eingestellten Artikel kommentieren und sind darüber hinaus zum Einsenden von Berichten und Terminankündigungen aufgefordert. Die veröffentlichten Beiträge stammen jedoch auch aus Tageszeitungen oder dem Internetportal „Indymedia“.

    Das komplette VS-Pamphlet kann auf hidemyass.com (oder direkt beim Verfassungsschutz Bremen) heruntergeladen werden.