Archiv für April 2011

Zurück aus der Werkstatt?!

Die NPD ist nicht mehr nur mit ihrem weißen Lieferwagen (Bremerhavener Kennzeichen) [Info] unterwegs, um ihre ekeligen Plakate aufzuhängen. Anscheinend nutzen die Nazis nun auch den orangen Lieferwagen, der im Anschluss an die NPD-Kundgebung in der letzten Woche angegriffen wurde [Info].

Aus Bremen-Nord wird gemeldet, dass die Nazis heute wieder die ganze Kreinslogerstraße bis nach Schwanewede mit Plakaten zugemüllt haben.

Über die aktuellen Orte, an denen NPD-Plakate hängen, werdet ihr bei twitter.com/keinenmeter oder auf keinen-meter.org informiert. Aber immer schön daran denken: Plakate abreißen ist Sachbeschädigung! Wobei sich die NPD ja anscheinend auch schon selbst sabotiert, indem sie ihre Plakate falsch herum aufhängt (s.o.).

Agit Pop beerdigt

Da sich auch nach zähen Versuchen, eine Debatte um ein wie weiter mit der Agit Pop anzuschieben, die Resonanz nicht eben erhöt hat, haben wir, Menschen aus 4 verbliebenen Gruppen, auf dem Agit-treffen letzten Dienstag schweren herzens beschlossen, das Projekt zu beenden.
Das bedeutet, es wird in nächster Zukunft keine gemeinsamen Partys unter dem Agit-Label geben, weder im Zucker noch sonstwo, weder mit TürsteherInnen noch ohne, weder total mainstream noch wahnsinnig linksradikal.

Nichts desto trotz werden natürlich weiter Gruppen super Soli-Partys veranstalten, eine rauschender als die andere, aber eben ohne die gemeinsame Fahne.

Natürlich steht es neuen Gruppen frei, die Agit mit neuem Konzept, neuen Ideen und neuem Elan wieder zu beleben. Der Stempel kann, nach Vorlage des Konzeptes, gerne im Infoladen abgeholt werden!

Delmenhorst mobilisiert nach Bremen

Mehrere hundert Flugblätter, Plakate – rund 1500 Aufkleber; Antifaschist_innen mobilisieren auch in Delmenhorst gegen den Neonaziaufmarsch am 01. Mai 2011 in Bremen. Wir verweisen erneut auf die Informationsveranstaltung am 13. April 2011.

Schöne Aktion!
Auch wir weisen noch einmal darauf hin, für alle Menschen aus Delmenhorst und den anliegenden Örtchen -> Morgen Info- und Mobiveranstaltung!

„Wenn der NPD-Vize zu den Waffen ruft“

kopiert von npd-blog.info

Geschmacklosigkeit oder Straftat? Der Spitzenkandidat der rechtsextremen NPD, Matthias Faust, hat im Bremer Bürgerschaftswahlkampf Worte gewählt, die auch die Staatsanwaltschaft interessieren dürften. „Tatort“ war am Sonnabend die Facebook – Internetseite des Rechtsextremisten. Über Stunden war da ein Dialog zu lesen, dessen Wortwahl juristisch grenzwertig sein dürfte. (mehr…)

NPD – Das war wohl nix – die Zweite

Aus der taz:

Brauner Wahlkampf stockt

DGB blockiert City, Ost-Rechte machen Konkurrenz. Nun soll der 1. Mai-Aufmarsch in Außenbezirke ausweichen. Der rechte Szeneladen „Sportsfreund“ schließt offenbar

Keine drei Monate ist es her, da wollte NPD-Landeswahlleiter Jens Pühse noch in die vollen gehen. „Einen Wahlkampf, wie die nationale Opposition ihn noch nie geführt hat“, kündigte er Bremen an. Gut fünf Wochen Zeit bleiben ihm dafür noch, doch schon jetzt zeichnet sich ab: Die Kampagne der Rechten floppt.

Höhepunkt ihres Wahlkampfes sollte ein „Sozialkongress gegen Turbokapitalismus“ mit zweifelhaften braunen Referenten am 1. Mai auf der Bürgerweide werden. Doch die Partei vergaß offenbar, dass dort an jenem Tag bereits die Osterwiese stattfindet. „Schon deshalb kann die NPD da nicht hin“, sagte gestern der Sprecher der Innenbehörde, Rainer Gausepohl. Anschließend sollten 1.000 Neonazis durch Bremen ziehen. „Wir wollen natürlich in die Innenstadt“, sagte Pühse, als die NPD ihre Pläne vorstellte. Doch auch daraus wird nichts. Der DGB hatte bereits zuvor fünf Demorouten für einen Sternmarsch angemeldet – und alle wurden in der Zwischenzeit genehmigt. „Das Stadtamt hat uns mündliche Zusagen gegeben“, sagt die DGB-Vorsitzende Anette Düring, die mit über 8.000 Teilnehmern rechnet. Damit ist die City für die NPD tabu. „Da der DGB zuerst kam, stand das nie infrage“, hieß es gestern bei der Innenbehörde.
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„Von Staats wegen. Konferenz zu Debatten materialistischer Staatskritik.“

Samstag 11. Juni 2011
KIOTO | Lagerhaus | Schildstr. 12-19 |Bremen

9.30 – 10.00 Konferenzbegrüßung
10.00 – 11.30 Oliver Barth (Bremen): Staat und Nation
12.00 – 13.30 Nadja Rakowitz (FfM): Staat und Krise
15.00 – 16.30 Anita Fischer (FfM): Staat und Geschlechterverhältnisse
17.00 – 18.30 Bernd Kasparek (München): Staat und Migration
19.00 – 20.30 John Kannankulam (Marburg/FfM): Staat und Globalisierung

Die Konferenz wird organisiert von associazione delle talpe in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Initiative – Die Rosa Luxemburg Stiftung in Bremen und Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg. Die Konferenzteilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Mehr Informationen in Kürze unter:
www.associazione.wordpress.com // www.rosa-luxemburg.info

Quelle: Associazione Delle Talpe

Veranstaltung vom FemRef

Das Autonome Feministische Referat Uni Bremen und Femquara (Hannover) laden ein zur Veranstaltung:

Residenzpflicht und Einkaufsgutscheine. Betrachtung des rassistischen Nomalzustands in der BRD aus feministischer Perspektive.

Flüchtlingslager isoliert auf dem Land, zermürbende Residenzpflicht, langwierige Asylanträge, Duldungen, Einkaufsgutscheine statt Geld, mangelnde medizinische Versorgung und die immer wieder drohende Abschiebung – das ist der von rassistischen Sondergesetzen geprägte Alltag für ca. 100.000 Menschen in Niedersachsen. Mit dieser Veranstaltung möchten wir ausschnittsweise übr die Lebensrealität von Menschen ohne deutschen Pass und gesichteren Aufenthaltsstatus in der BRD am Beispiel Niedersachsen berichten und die Selbstermächtigungsstrategien der Betroffenen aufzeigen. Ziel ist es, die Themen Rassismus, Flucht und Migration aus queer-feministscher Perspektive zu betrachten. Die Gruppe Femquara aus Hannover wird über ihre gemeinsame politische Arbeit aus dem Lager Meinersen/ Landkreis Gifhorn und ihren Besuch im Abschiebegefängnis Langenhagen berichten.

14.4.2011, 20 Uhr im Infoladen St. Pauli-Str. 10

Liebe Grüße,

Euer Femref
femrefbremen.wordpress.com

Squat Oldenburg geräumt

Auf die Schnel­le: Das seit Sams­tag be­setz­te Haus Thea­ter­wall 24 a wurde heute Mit­tag durch Spe­zi­al­ein­hei­ten der Po­li­zei aus Ol­den­burg und Han­no­ver ge­stürmt. Der Ei­gen­tü­mer des seit Jah­ren leer­ste­hen­den Ge­bäu­des habe am Sonn­tag An­zei­ge wegen Haus­frie­dens­bruchs er­stat­tet. Zwei Be­set­ze­rIn­nen wur­den kurz­zei­tig fest­ge­nom­men und einer ED-​Be­hand­lung un­ter­zo­gen, meh­re­re Dut­zend Sym­pa­thi­san­tIn­nen er­hiel­ten Platz­ver­wei­se.

Mehrere Links mt vielen Pressefotos auf regentied.blogsport.

Ladenschluss-Feier-Demo

checkt ladenschlussdemo.blogsport.de

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NPD – das war wohl nix!

Am heutigen Samstagabend, den 9. April 2011, versuchte die rechtsradikale NPD mit einer unumworbenen Kundgebung auf dem Bremer Domshof auf sich und ihren Wahlkampf aufmerksam zu machen. Die Nazis (u.a. Faust, die Yardims, Prievenau, Schibblock und Hackmann) hielten ihre Kundgebung zudem vor der Bremer Landesbank ab, da diese der NPD-Bremen die Eröffnung eines Kontos verweigert hatte.

Mehrere hundert Menschen versuchten, die Kundgebung der Nazis zu verhindern bzw. die rund ein Dutzend Faschos zu stören. Bullen aus Bremen und Niedersachsen unternahmen den Versuch, die Nazis möglichst abzuschirmen, was dazu führte, dass die Nazis fast isoliert auf dem leergefegten Domshof standen.

Einigen Antifaschist_innen gelang es jedoch, bis auf zehn Meter an die Nazis heranzukommen. Dabei kam es immer wieder zu Eier- und Gemüsewürfen auf die Nazis.
Die Nazis packten nach circa einer dreiviertel Stunde wieder ihren Kram ein und verließen den Domshof. Bei der Abreise ging offenbar mindestens eine Scheibe des Lieferwagens der Faschos durch beherzte Steinwürfe zu Bruch.

Ein gelungener Auftakt für einen antifaschistischen Frühling in Bremen – ein Desaster für die NPD.
(Nazi-) Wahlkampf unmöglich machen!
Nazis in die Weser schmeißen!


  • Keinen Meter!: NPD-Kundgebung auf dem Domshof kann nur unter massivem Polizeischutz stattfinden
  • Hintergrundinfos beim Bremer Schattenbericht
  • Bericht mit Fotos bei Indymedia [wieder da]
  • Fotos bei flickr
  • Radio Bremen: Neonazis demonstrieren auf Bremer Domshof
  • Weser-Kurier: NPD protestiert vor Bremer Landesbank
  • Weser-Kurier: Fotostrecke