Archiv für Juni 2011

Sportsfreund/Gladiator ausgezogen?

Laut der antifaschistischen Aktionsgruppe Flashmob, ist der Sportsfreund/Gladiator erneut „ausgezogen“, folgendes wurde gestern auf ihrer Homepage veröffentlicht:

Heute am späten Nachmittag wurde reges Treiben im „Sportsfreund“ in der Falkenstraße gesichtet. Emsig wurde Inventar hinaus getragen und in einen Laster von „Blumen Diskount Ottersen“ verladen.
Und siehe da….weg sind sie! Der Laden ist leer!
Grund zur Freude auf der einen Seite, aber wohin wird die Reise nun gehen? Also wachsam bleiben, die kommen bestimmt wieder! Irgendwo!?

SVW: NPD-Funktionär Pühse ausgeschlossen

Bremen. Es ist bereits angekündigt worden, jetzt meldet Werder Bremen Vollzug: Das Präsidium des Vereins hat Jens Pühse ausgeschlossen. Der Beschluss ist laut Werder-Bremen-Pressedienst einstimmig gefallen.

Werder Bremen hatte dem Politiker die Gründe für den Ausschluss auf dem Verein Ende Mai in einer E-Mail mitgeteilt. Der Verein sehe den Sport als verbindendes Element zwischen Nationalitäten, Kulturen, Religionen und sozialen Schichten. Man biete Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen „unabhängig von Abstammung, Hautfarbe, Glaube und sozialer Stellung sowie sexueller Identität“ eine sportliche Heimat. Diese Ziele passten nicht zu den Werten, die Jens Pühse als Funktionär der rechtsextremen NPD vertrete.

Einer Einladung zur Anhörung sei der Funktionär zudem nicht gefolgt, er habe auch nicht schriftlich auf die Ankündigung reagiert, dass er ausgeschlossen werde. Daher sei der Ausschluss am Mittwoch einstimmig erfolgt. (she)

Quelle: Weser Kurier

Dabei war Pühse sich doch, vor der Wahl wohl bemerkt, sehr sicher, dass Werder seiner umwerfenden Antwort nichts entgegen zu setzen habe.
Nach der Wahl ist es für ihn wohl egal gewesen, oh Wunder oh Wunder..

Solidaritätscamp auf dem Marktplatz am 2. Juli

Den kommenden Samstag (2. Juli) veranstaltet das Solidaritätskomitee Revolutionen 2011 von 14 bis 20 Uhr ein Solicamp auf dem Marktplatz. Hier ein paar Infos dazu:

Vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden kapitalistischen Krise haben sich die Massen zuerst in der arabischen Welt erhoben, um Diktatur und Armut den Kampf anzusagen. Der Mut und die Entschlossenheit haben die Menschen weltweit inspiriert, der revolutionäre Funken ist auch nach Europa übergesprungen. In Spanien und Griechenland gehen hunderttausende auf die Straßen, organisieren sich, diskutieren Alternativen zum herrschenden System und setzen einer menschenverachtenden Gesellschaft ihre grenzenlose Empörung entgegen.
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Agitare Bene Cafe am 7. Juli

Selbst für uns, die das relative Glück haben im weltweiten Kapitalismus in einem der Länder des globalen Westens einzusitzen, bedeutet dieses zumeist alles andere als ein schönes Leben. Die Zumutungen und Beschädigungen durch diese Gesellschaft denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, der permanente Wettbewerb aller gegen alle der für die meisten den Zwang zur Lohnarbeit bedeutet, die totale Allumfassendheit der Gesellschaft die keine Pause von ihr zulässt, all dies sind gute Gründe mit ihr Schluss zu machen. Nach einer Revolution aber, als einziges taugliches Mittel dieser Gesellschaft endlich ein Ende zu setzen, sieht es aber gerade nicht wirklich aus. Was heißt das aber für uns, für unseren Wunsch nach Emanzipation und einem schönen Leben? Müssen wir bis zur Revolution die Zähne zusammenbeißen und so lange damit warten? Können wir vielleicht doch schon in dieser Gesellschaft kleine Inseln eines besseren Lebens errichten? Oder gehört beides vielleicht zusammen? Wie ist das überhaupt mit „uns“ und der Gesellschaft?

Um dies und ähnliches zu diskutieren laden wir deshalb zusammen mit der Gruppe Kritik im Handgemenge am 7. Juli um 19.30 Uhr wieder zum Agitare Bene Cafe ein. Agitare Bene ist ein offener Diskussionstermin für den keine Vorbereitung nötig ist und bei dem das Thema des Folgetermins gemeinsam entschieden wird.Er findet jeden ersten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr im „Kurzschluss“ in der Lahnstraße 16 statt.

Quelle: Basisgruppe Antifaschismus

Panorama Nord über „Kategorie C“ aus Bremen

Häuserkampf um das AZ Köln – ein Konzept auch für andere Städte?

Im April 2011 soll das Autonome Zentrum Köln, das zu diesem Zeitpunkt fast ein Jahr besetzt ist, geräumt werden. Doch alles kommt anders: am Ende halten die Besetzer_innen einen legalen Mietvertrag in der Hand, der weitgehend ihren Forderungen entspricht. Damit wurde in Köln gezeigt, dass Häuserkampf auch im Jahr 2011 erfolgreich sein kann.
Zwei Aktivist_innen aus dem AZ Köln kommen vorbei und werden von Strategien und Vorgehensweisen berichten. Dabei wird es um die Freiraumkampagne Pyranha, um die Besetzung des Hauses und das erste Jahr im Autonomen Zentrum gehen – immer im Hinblick auf die Frage: Welche Faktoren haben zu dem heutigen Erfolg geführt? Was hat gut funktioniert, wo wurden Fehler gemacht? Und: Lässt sich die Strategie auf andere Städte übertragen?

Am Dienstag, 05.07. im Paradox ab 20 Uhr

Kennzeichnungspflicht für Bremer Bullen?


In den Koalitionsverhandlungen nach der Bürgerschaftswahl 2011 haben sich SPD und Grüne unter anderem auf die Einführung einer Kennzeichnungspflicht für Polizist_innen aus Bremen geeinigt. Diese soll individuell und anonymisiert sein; es werden also keine Namen, sondern eher Identifikationsnummern auf den Uniformen stehen.

Interview: Neonazi-Überfall in Delmenhorst

kopiert von bremer-schattenbericht.com

Die Neonazi-Szene in Delmenhorst ist eine der aktivsten im Land Niedersachsen. Am Rande des Delmenhorster Stadtfestes kam es am Sonntag, dem 19. Juni 2011, zu einem brutalen Überfall auf einen Jugendlichen in Delmenhorst-Düsternort. Gegen 4 Uhr morgens attackierten mehrere Angreifer den jungen Mann und verletzten diesen schwer. Der BREMER SCHATTENBERICHT sprach mit der Antifa Delmenhorst über den Vorfall und die Lage in der Stadt.

Bremer Schattenbericht: Gibt es Hinweise zu den Tätern?
Antifa Delmenhorst: Aktuell haben wir keine Informationen zu den TäterInnen, sämtliche Akteure waren mit Sturmhauben und Schlauchtüchern vermummt. Ein Verdacht trifft jedoch einen langjährigen Aktivisten der “Autonomen Nationalisten”. Er war bereits mehrfach an Übergriffen beteiligt. (mehr…)

Rock gegen Rechts in Wildeshausen

Kundgebung in Delmenhorst

40 Menschen haben am Nachmittag gegen die drohende Abschiebung von Fitim M. – und weiteren Menschen – nach Ex-Jugoslawien protestiert.

Parallel zur Kundgebung auf dem Rathausplatz wurden zahlreiche Flugblätter in der gesamten Innenstadt verteilt, mehrere Redebeiträge thematisierten unter anderem die prekäre Lebensrealität von Minderheiten in Serbien, eine Sambagruppe unterstützte die Veranstaltung auch musikalisch. Weitere Aktionen werden folgen.

Quelle mit Bildern: Kampagne hiergeblieben