Archiv für Juni 2011

Lesempfehlung

Ab in die Sonne und losgelesen!

„Bombendrohung“ gegen Marine

kopiert aus der Polizeipresse Bremen

Ort: Bremen-Vegesack
Zeit: 26.06.2011, 23.00 Uhr

Eine Stunde vor Mitternacht vernahm ein Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens Motorengeräusche am Heck einer in einer Werft in Vegesack liegenden Korvette der Bundesmarine. Er sah dann einen Mann in einem hellen Schlauchboot direkt am Rumpf des Marineschiffes. Als er diesen ansprach, rief der Mann sinngemäß: „Ich spreng Euch weg, Ihr Irren, ich habe eine Haftmine angebracht!“ und rauschte mit seinem Boot in Richtung Blumenthal davon.

Da das Anbringen einer Haftmine oder eines ähnlichen Sprengsatzes nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde das Schiff evakuiert und der nähere Bereich abgesperrt. Der Schiffsverkehr auf der Weser wurde eingestellt. Intensive Fahndungsmaßnahmen nach dem Schlauchboot und seinem Fahrer wurden umgehend eingeleitet. Dabei kamen u.a. Boote der
Wasserschutzpolizei, Kräfte der Bundeswehr, der Polizei Bremen und Niedersachsen sowie ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz. (mehr…)

Wahl 2011: Vorläufiges antifaschistisches Endergebnis

kopiert von antifa-bremen.org

Wahl 2011: Vorläufiges antifaschistisches Endergebnis

Es ist endlich vorbei, die Ergebnisse der Bürgerschaftswahl stehen fest und wir wollen an dieser Stelle einen kurzen Überblick über den Wahlkampf der NPD und anderer rechter Gruppierungen sowie die Ergebnisse geben.

Der Wahlk(r)ampf der NPD

Nach dem Zusammenschluss von NPD und DVU hatte die neue „NPD – Die Volksunion“ den Einzug in die Bremer Bürgerschaft, also ein westdeutsches Landesparlament, zur Chefsache erklärt. Daraufhin wurden die NPD-Bundesfunktionäre Matthias Faust aus Hamburg und Jens Pühse aus dem sächsischen Riesa nach Bremen eingeflogen und zu „Spitzen“kandidaten deklariert.

Insgesamt wäre der diesjährige Bremer NPD-Wahlkampf ohne auswärtige Importe nicht möglich gewesen. Aufgrund begrenzter finanzieller, struktureller und intellektueller Fähigkeiten der hiesigen NPD wurde aus verschiedensten Ecken der Republik technische und personelle „Verstärkung“ herangekarrt, vor allem aus den östlichen Bundesländern. Von dort kamen u.a. Landeswahlkampfleiter Pühse sowie sein Stellvertreter Patrick Wieschke, weitere Wahlhelfer reisten aus Nürnberg, Osnabrück, Cuxhaven oder Oldenburg an und hielten sich z.T. mehrere Wochen lang in Bremen und Bremerhaven auf. Die niedersächsische NPD stellte auch noch einen Pritschenwagen zur Verfügung.
Größere Kreise innerhalb der NPD weigerten sich aber offenbar den Bremer Landesverband zu unterstützen, vermutlich aufgrund der Streitereien um die Familie Yardim sowie anderer Sonderfälle innerhalb der Bremer NPD. (mehr…)

Termine, Termine.

  • Das Gröpelinger Bündnis gegen Rechts beabsichtigt am Sonntag, den 26. Juni 2011 einen flashmob-Frühschoppen in der Gaststätte des Gartenvereins „Blüh auf“. Dazu treffen wir uns um 11 Uhr am Denkmal des 1944 hingerichteten niederländischen Zwangsarbeiters Homme Hoekstra am Schwarzen Weg, Wir wollen in der Gaststätte Getränke bestellen (und natürlich auch bezahlen) und Bierdeckel mit der Aufschrift „Kein Bier mit Nazis“ auslegen.“
  • Zur Konstituierung des Beirats Gröpelingen am 5. Juli im Nachbarschaftshaus Ohlenhof wird dazu aufgerufen, sich mit Transparenten und Aufklärungsmaterial um 18 Uhr zu einer Mahnwache vor dem Nachbarschaftshaus zu treffen. In Gröpelingen zieht die NPD mit Gabriela Yardim in den Beirat ein, um hier erneut Stimmung gegen Teile der Bevölkerung zu machen. Das soll nicht einfach so hingenommen werden. Gröpelingen hat sich zum Stadtteil gegen Rassismus erklärt, faschistische Hetze kann nicht einfach unbeantwortet bleiben.

Das bisschen Haushalt?“ Stammtisch gegen den Reproduktionsstress des Alltags

am Sonntag, den 3. Juli um 11:30 Uhr im Kurzschluss
*bitte bringt etwas zu Essen für’s gemeinsame Frühstücken mit*

Ein Schwerpunktthema diesmal: Lohnarbeit

Beim letzten Mal haben wir uns weiter über verschiedene Aspekte des Themas „Lohnarbeit“ und Umgang mit der Bagis ausgetauscht. Daran wollen wir beim kommenden Mal noch einmal anknüpfen.

Weitere noch ausstehende Themen waren „wie gehts weiter nach dem Studium? Was mache ich mit dem gesellschaftlichen Druck, mich möglichst schnell ins Lohnarbeitsleben einzufügen“ sowie „Welche Rolle habe ich/ Wie geht es mir als linksradikale_r Arbeitnehmer_in in einem nicht radikalen (Berufs-) Umfeld“.

Viele Themenstränge sind noch offen- weitere Themen rund um Reproduktion sind herzlich willkommen!

Wir arbeiten gerne in Kleingruppen zu den verschiedenen Interessensgebieten der Leute, die da sind.

„Stu­den­t_in-​Sein, total über­be­wer­tet“

Lehmbauer_innen aller Gender, vereinigt euch, denn unserem Elfenbeinturm fehlt noch die Spitze des Eisbergs!

Moin, ich bins GW3,

wir haben uns ja schon länger nicht mehr gesehen und da dachte ich, schneiste einfach mal wieder rein.
Wie, wir kennen uns nicht, echt nicht, naja gut ich machs mal kurz. Bin als Freiraumprojekt während den Studierendenprotesten 2003/2004 geboren, jaja meine Entbindungsstation war halt die Uni, echt kein schöner Ort, sehr steril, ob jetzt Personal, Architektur oder Inhalte. Schön klinisch sauber. Meine ersten Schritte waren echt nett, habe viel Farbe und soziales Leben in diesen neoliberalen Glas-Beton-Jungle gebracht. Was soll ich sagen, ich bin ganz schön schnell zu einem kunterbunten Holzhaus herangewachsen. Auf einmal liefen in mir so verdammt nochmal alternative Veranstaltungen, ich hab so den ein oder anderen Film geschoben, Seminare behebergt und Vokü, ja das konnt ich auch, alles selbstorganisiert, ach, ich gerate schon wieder ins schwärmen, sorry wollt es ja kurz machen. Hin und wieder bin ich auch mal geschrumpft, doch das verschweige ich immer gerne, macht sich besser im Lebenslauf, aber hey psst. (mehr…)

Lesung in Delmenhorst zum neuen Buch von Röpke und Speit

Die rechtsextreme Bewegung ist nicht mehr männerdominiert. Weibliche Vertreter treten immer selbstbewusster auf.

von Julia Lißewski

Delmenhorst – Wenn der Begriff Neonazismus fällt, haben viele Menschen ein genaues Bild vor Augen: Bomberjacke, Springerstiefel und Mann. Doch die Szene befindet sich im Wandel. „Rechtsextreme können nicht mehr auf ihre Kleidung reduziert werden. Sie agieren zunehmend unauffälliger“, erklärt Axel Erdmann von der Evangelischen Familien-Bildungsstätte Delmenhorst. Und noch ein wesentliches Merkmal hat sich geändert: Seit einigen Jahren treten Frauen in der einst männerdominierten Bewegung zunehmend selbstbewusster auf.

Zu dieser Thematik haben die Autoren Andrea Röpke und Andreas Speit ein politisches Sachbuch mit dem Titel „Mädelsache! Frauen in der Neonazi-Szene“ verfasst. Darin geht es um Frauen, die für die NPD kandidieren, Demonstrationen organisieren, sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses kümmern und bestrebt sind, rechtsradikale Politik unter sozialen Themen wie Naturheilkunde, Kindergeld und Hartz IV zu verankern. Dieses Buch werden die beiden Autoren am 23. Juni ab 19.30 Uhr bei einer Lesung in der Evangelischen Stadtkirche Delmenhorst vorstellen. Die Lesung wird von der Evangelischen Familien-Bildungsstätte, der Citykirche Delmenhorst und der Akademie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg veranstaltet. Unterstützt wird die Buchvorstellung auch vom „Breiten Bündnis gegen Rechts“.
(mehr…)

Brechmittel-Freispruch: Revision eingelegt

Nach dem umstrittenen Freispruch des Polizeiarztes, der für den Tod von Laye Alama Condé verantwortlich ist [wir berichteten], haben jetzt die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage Revision gegen den Freispruch eingelegt.
Dem angeklagten Polizeiarzt wird vorgeworfen, Ende 2004 dem mutmaßlichen Drogendealer Laye Alama Condé im Bre­mer Po­li­zei­ge­wahrsam gewaltsam Brech­mit­tel ein­ge­führt zu haben, wor­auf­hin Condé ins Koma fiel und an­schlie­ßend starb [Info].

Polizei bald auch öffentlich bei Facebook aktiv?

kopiert von radiobremen.de

Bremer Polizei plant Facebook-Ermittlung
Die Polizei in Bremen und Bremerhaven wird möglicherweise bald auch auf Facebook aktiv sein. Dann können die Ermittler im sozialen Netzwerk zum Beispiel nach Personen fahnden. Einige Polizeistellen im Norden sind damit bereits erfolgreich.

Die Polizei in Hannover testet beispielsweise seit Februar, wie sie via Facebook fahnden kann. 13.000 Mitglieder unterstützen die Dienststelle mittlerweile auf Facebook. Und die würden bei der Fahndung gut mithelfen, so der Verantwortliche in Hannover. Denn sie verbreiten Fahndungs-Fotos im sozialen Netzwerk weiter und geben der Polizei zusätzlich Hinweise. So konnten bereits drei Fälle gelöst werden. (mehr…)

Kundgebung in Delmenhorst am 27.06.2011

Die Stadt Delmenhorst (Niedersachsen) plante für den 31. Mai die Abschiebung eines 28jährigen Ashkali aus dem Kosovo nach Serbien – diese Abschiebung konnte dank des massiven Gegenprotests nicht durchgeführt werden. Eine Mahnwache, hunderte Flugblätter, ein eilig initiiertes Unterstützer_innenbündnis aus vielen Einzelpersonen, Verbänden, Parteien und Organisationen, aus Delmenhorst, Bremen, Oldenburg und der gesamten Region, anwaltliches Engagement und – letztlich – eine entschlossene Blockade von 100 Menschen am Termin der Abschiebung, verhinderten die Durchführung. Bereits am Folgetag betonte ein Sprecher der Polizei Delmenhorst, die Abschiebung sei „lediglich aufgeschoben“. Fitim ist also auch weiterhin akut von einer Abschiebung bedroht – und wir machen weiter!

Für den 27. Juni 2011 mobilisieren wir zu einer Kundgebung auf dem Rathaus- und Marktplatz in Delmenhorst. Im Kontext der Kundgebung sollen mehrere Hundert Unterschriften und ein offener Brief vieler Organisationen an Stadt und Verwaltung übergeben werden. Parallel tagen im Rathaus die Fraktionen – mit Redebeiträgen und Flugblättern werden wir auch die Vertreter_innen der Parteien informieren.

Kundgebung: Fitims Abschiebung verhindern!
Montag, 27.06.2011, 16:00 Uhr, Rathaus- und Marktplatz Delmenhorst.

Weitere Informationen und Quelle hier.