Archiv für Juli 2011

VA: Das egoistische Gen?

Wo: Kurzschluss
Wann: 04.08.11 um 19:30 Uhr

Dass die/der überzeugte Anti-Kapitalist_in in Diskussionen auf eine Darstellung des Menschen als von Natur aus „egoistisches“ Wesen trifft, geschieht nicht selten, dass so Argumentierende daraus das Fazit ziehen, eine kommunistische Gesellschaftsform könne nicht funktionieren, sowieso. Sofern es in unserem „Grundwesen“ liegt, egoistisch und Macht-strebend zu sein, ist ein jeglicher Versuch zur Veränderung zweck- und langfristig erfolglos. Menschliches Verhalten scheint determiniert und unveränderlich (schlecht), dafür aber biologisch begründet und legitim. Ausgrenzung, Ausbeutung, das Elend vieler und der „Kampf ums Überleben“ sind vielmehr Resultat genetischer Anlage, als einer vom Menschen produzierten und sich entwickelnden Herrschaftsform. Grund genug also für uns, dieser sogenannten „Natur des Menschen“ einmal nachzugehen. (mehr…)

Infoveranstaltung Bad Nenndorf

…am nächsten Dienstag, 2. August 2011, um 20.00 Uhr im Infoladen.

Jingle:

checkt badnenndorf.blogsport.de

Wer ist eigentlich dieses „GdP“? Und warum darf das so viel sagen?

Immer wenn es um die Belange von Polizist_innen geht, meldet sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu Wort. Diese fordert dann beispielsweise das Verbot von so genannten Facebook-Partys, das konsequentere Vorgehen gegen vermeintliche Extremist_innen oder härtere Strafen gegen Gesetzesbrecher_innen (um Beispiele aus den letzten Wochen zu nennen).
Dass eine Gewerkschaft die Interessen ihrer Mitglieder vertritt, ist der Sinn einer Gewerkschaft. Bei der GdP fällt allerdings auf, dass diese immer wieder ungefragt in den Medien auftaucht und ihren Senf, also die angeblichen Interessen der Bullen, zu allem Möglichem abgibt.
Vergleicht man dieses Verhalten mit der Berichterstattung über andere Gewerkschaften und deren Inhalte, wird die GdP anteilig häufiger zitiert. Schreibt die GdP eine Pressemitteilung, ist ihr der Abdruck in der Presse gesichert – im Gegensatz zu anderen Gewerkschaften. (mehr…)

Kein Zufall

Nach Angaben des Tagesspiegel hat der Osloer Nazi-Attentäter Anders Behring Breivik ein circa 1500 Seiten umfassendes Pamphlet an mehrere rechte und nationalistische Gruppen in Europa und den USA verschickt. Der Tagesspiegel zählt dabei auch die „Bürger in Wut“ als Adressaten auf.
Die rechtspopulistischen „Bürger in Wut“ um Jan Timke sitzen in der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung Bre­mer­ha­ven, in diversen Bremer Ortsbeiräten und in der Bremer Bürgerschaft [Info].

FACEBOOK-PARTY – Aus Fehlern nicht lernen

gefunden in der taz

Die Einladung des CDU-Bezirksverbands West zu einem Stadtspaziergang hat im sozialen Netzwerk schon jede Menge Zusagen – von ein paar CDUlern und sehr vielen Autonomen.

„Koksnase Baader“ und „Kolja Van Dalismus“ haben bereits zugesagt. Der eine mag gern Krawall-Fotos, der andere kommt angeblich von der Rütli-Schule und hat neben Helmut Kohl auch Bomber-Kommandeur Sir Arthur Harris zum Vorbild. Mit ihnen gaben bis gestern bereits über 160 Facebook-NutzerInnen an, am 7. August bei einem Stadtspaziergang der CDU in der Überseestadt vorbeizuschauen. Stündlich werden es mehr. Von über 750 Nutzer stehen die Antworten noch aus. (mehr…)

Niedersachsens Eifer bei Abschiebungen

Die taz hat heute einen Artikel sowie einen Kommentar veröffentlicht, welche sich mit der Abschiebepolitik Niedersachsens am Beispiel von dem Suizidopfer Shambhu Lama aus dem Kreis Gifhorn beschäftigen.

Artikel hier:

Die Chancen, dass noch geklärt wird, was in den letzten Tagen des Lebens von Shambhu Lama geschah, stehen schlecht. In diesen Tagen hat das niedersächsische Innenministerium die zweite Anfrage der Linkspartei zum Freitod des nepalesischen Asylbewerbers aus dem Landkreis Gifhorn beantwortet. Der 40-jährige Vater eines deutschen Kindes hatte sich im März offenbar aus Verzweiflung über seine angekündigte Abschiebung von einem Zug überrollen lassen. Und wie schon nach der ersten Stellungnahme von Innenminister Uwe Schünemann im April widerspricht die Ex-Freundin des Toten, Nadine Tannenberg, erneut der offiziellen Darstellung.

Kommentar hier:

Es steht Aussage gegen Aussage. Und der einzige, der noch etwas darüber sagen könnte, wie sich die Ausländerbehörde wirklich gegenüber Shambhu Lama verhalten hat, ist er selbst. Doch er ist tot.

Aktuell ist im direkten Umfeld von Bremen ein Fall aus Delmenhorst, dort haben mehrere Aktionen, unter anderem eine Blockade von rund 100 Menschen am angekündigten „Abholzeitpunkt“, eine Abschiebung von Fitim verhindert.
Die Abschiebung ist aber laut Polizei nur „aufgeschoben“!
Alle Infos sind auf dem extra eingerichteten Blog ein zu sehen, dieser wird regelmäßig aktualisiert.

OL: töten, tröten, trösten

Ges­tern Abend fand er also statt, der seit einer Woche täg­lich von der NWZ in höchs­ten Tönen be­wor­be­ne Auf­tritt der Big Band der Bun­des­wehr. In schi­cken wei­ßen Aus­ge­hu­ni­for­men, wel­che ir­gen­wie stark an den Dress der Love Boat-​Be­sat­zung er­in­ner­ten, hat­ten sich um die 20 mu­si­zie­ren­de Sol­da­tIn­nen auf der mit zwei Groß­bild­screens und Py­ro­ef­fek­ten aus­ge­stat­te­ten Bühne ver­sam­melt. An einem Pro­mo­ti­onstand gab es die Best-​of-​CD´s und süße klei­ne Bun­des­wehr-​Big-​ Band-​Ted­dy´s [Foto] zu kau­fen und auch das an­we­sen­de Pu­bli­kum, wel­ches größ­ten­teils die 50 und (aus den länd­li­chen Re­gio­nen kom­mend) mal wie­der die Stadt­gren­ze über­schrit­ten hatte, prä­sen­tier­te sich in Fest­tags­stim­mung.

Mehr Bilder und restlicher Artikel auf dem oldenburger Blog regentied.

Remember Carlo Giuliani

Heute vor 10 Jahren, am 20. Juli 2001, wurde Carlo Giuliani während der Proteste gegen den G8-Gipfel in Genua von einem Bullen erschossen.
Der Bulle habe laut Untersuchungsrichterin in Notwehr gehandelt und in die Luft geschossen. Die Kugel sei dann von einem „fliegenden Stein“ ab­gelenkt worden und habe Giuliani in den Kopf getroffen.

16.07. ein ganz normaler Bremer Samstag (?!)

In Bremen hetzt es sich gut.

In Bre­men nut­zen ver­schie­de­ne Or­ga­ni­sa­tio­nen jede Ge­le­gen­heit, um gegen Is­ra­el mobil zu ma­chen. Nach der Er­stür­mung der Ga­za-​Flot­til­le im Jahr 2010, mar­schier­te bei­spiels­wei­se am 05.​06.​2010 ein brei­tes an­ti­se­mi­ti­sches Bünd­nis gegen den is­rae­li­schen Staat. Dort waren nicht nur die Fah­nen der Hamas zu sehen, son­dern auch is­rae­li­sche Fah­nen, die mit einem Ha­ken­kreuz und der Auf­schrift „Devil“ ver­se­hen waren. „Is­ra­el ist das Pro­blem – Pa­läs­ti­na die Lö­sung“, hieß es auf einem Trans­pa­rent, das von Ak­ti­vis­ten des „Bre­mer Frie­dens­fo­rums“ ge­tra­gen wurde.

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Bremer Nazi Hans-Otto Weidenbach gestorben

Der Bremer Nazi Hans-Otto Weidenbach ist nach Angaben der NPD-Bremen am vergangenen Samstag, den 16. Juli 2011, nach lang andauernder Krankheit verstorben. Weidenbach ist bereits im Juni 2010 aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt als stellvertretender DVU-Bundesvorsitzende zurückgetreten.
Weidenbach hatte zahlreiche hochrangige Ämter in der rechtsradikalen DVU und NPD inne [Info] und saß von 1991 bis 1995 für die DVU in der Bremischen Bürgerschaft.

Ausführlicher Artikel beim Bremer Schattenbericht.