Wieder Transporter mit radioaktivem Müll stillgelegt

Wie die Polizei meldet, wurde am Dienstag, den 12. Juli, ein Gefahrguttransporter der Sprinter-Klasse, beladen mit radioaktiven Stoffen, auf der A1 aus dem Verkehr gezogen. Aufgrund einer Nichteinhaltung der Gefahrgutvorschriften und wegen einiger weiterer Verstöße wurde das Fahrzeug daraufhin stillgelegt.

Das Fahrzeug war als Gefahrgut-Transporter mit orangefarbenen Warntafeln gekennzeichnet. Der radioaktive Stoff ist in einer unfallsicheren Verpackung eingeschlossen und wird für Messungen bzw. für Röntgenaufnahmen im Rahmen der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung, z.B. zur Prüfung von Schweißnähten, verwendet.
Der 50 Jahre alte Fahrzeugführer aus Celle konnte die für den Transport mitzuführende Genehmigung und die erforderlichen
schriftlichen Weisungen – wichtige Hinweise für den Fall eines Unfalles – nicht vorweisen. Weiterhin musste ein fehlerhaftes
Beförderungspapier bemängelt werden. Hier vermissten die einschreitenden Beamten wichtige Angaben. An dem Versandstück, dem so genannten ‚Gammamaten‘, in dem sich der radioaktive Stoff befindet, fehlten die entsprechenden Gefahrenzettel, die auf die eigentliche Gefahr mit dem radioaktiven Symbol hinweisen sollen. Wichtig sind diese Hinweise u.a. für Einsatzkräfte, die im Falle eines Unfalles dieses Versandstück möglicherweise bergen müssen.
Das Versandstück selber war in einem Metallschrank untergebracht, in dem es sich aufgrund ungenügender Ladungssicherung frei bewegen konnte. Hier musste vor Ort sofortige Abhilfe geschaffen werden. Auch die Anbringung der äußeren Fahrzeugkennzeichnung entsprach nicht den gesetzlichen Vorgaben.
Als weiterer Mangel konnten Verstöße gegen die Aufzeichnungsvorschriften von Lenk- und Ruhezeiten festgestellt werden.

(aus der Polizeipresse)

Immer wieder werden strahlende Stoffe über Bremer Häfen und Autobahnen transportiert [Info]. Schlamperei beim Transport scheint dabei keine Seltenheit zu sein [Info].