Wer ist eigentlich dieses „GdP“? Und warum darf das so viel sagen?

Immer wenn es um die Belange von Polizist_innen geht, meldet sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu Wort. Diese fordert dann beispielsweise das Verbot von so genannten Facebook-Partys, das konsequentere Vorgehen gegen vermeintliche Extremist_innen oder härtere Strafen gegen Gesetzesbrecher_innen (um Beispiele aus den letzten Wochen zu nennen).
Dass eine Gewerkschaft die Interessen ihrer Mitglieder vertritt, ist der Sinn einer Gewerkschaft. Bei der GdP fällt allerdings auf, dass diese immer wieder ungefragt in den Medien auftaucht und ihren Senf, also die angeblichen Interessen der Bullen, zu allem Möglichem abgibt.
Vergleicht man dieses Verhalten mit der Berichterstattung über andere Gewerkschaften und deren Inhalte, wird die GdP anteilig häufiger zitiert. Schreibt die GdP eine Pressemitteilung, ist ihr der Abdruck in der Presse gesichert – im Gegensatz zu anderen Gewerkschaften.

Gepaart mit der offenbaren politischen Ausrichtung der GdP – immer wenn es um das Einschränken von Bürgerrechten geht, ist die GdP mit dabei – sollte der Stellenwert, den die GdP anscheinend genießt, sehr kritisch gesehen werden.

Das Verhalten der Gewerkschaft wird auch dieser Tage in Bremen sehr deutlich. So äußerte sich die GdP Bremen, ansässig in der Bürgermeister-Smidt-Str. 78, mehrfach zu den Ausschreitungen am zweiten Juli-Wochenende, ohne gefragt worden zu sein. „Zehn Stunden Sozialarbeit reichen nicht, wenn, wie am Wochenende, Menschen angegriffen werden, nur weil sie eine Polizeiuniform tragen. Solche Leute müssen die ganze Härte des Gesetzes spüren“, hetzte Horst Göbel, der Vorsitzende der GdP Bremen. Die Meinung von Lieselotte Meyer, die den Schlagstockeinsatz der Bullen zu spüren bekam, wurde jedoch nirgends abgedruckt.

Wir fragen uns: Warum ist es immer wieder berichtenswert, was die Bullengewerkschaften (neben der GdP gibt es noch die Deutsche Polizeigewerkschaft, DPolG, und die Bundespolizeigewerkschaft) an reaktionärem Stammtischgehabe von sich geben?

GdP stinkt!
Polizei – kein Freund und kein Helfer!


4 Antworten auf „Wer ist eigentlich dieses „GdP“? Und warum darf das so viel sagen?“


  1. 1 Freund und Helfer 28. Juli 2011 um 16:56 Uhr

    Der Verfasser dieser unglückseligen Zeilen möchte also nicht, dass wir pädophile Straftäter und Wirtschaftskriminelle ermitteln, Rechtsextreme Schmierfinken einsperren oder Angehörigen Todesnachrichten überbringen? Und was geht es überhaupt eine Gewerkschaft an wenn ihre Mitglieder in Ausübung ihres Dienstes schwer verletzt werden? Sich dann auch noch wegen eines solchen Nebensächlichkeit u n g e f r a g t zu Wort zu melden. Eine Frechheit sondergleichen. Wir wollen eine frei Gesellschaft und gleiche Rechte für alle. Aber doch bitte nicht für Bullen. Übergeben wir doch am besten das Gewaltmonopol und das Recht auf Zensur mal an die Antifa. Aber sagt der GdP vorher Bescheid, damit wir dann auch mal so „objektive“ Aufsätze über deren Treiben und Meinungen verfassen dürfen.

  2. 2 uuuh ein cop 28. Juli 2011 um 17:14 Uhr

    haaa! daß ich nicht lache!

    „pädophile Straftäter
    Wirtschaftskriminelle
    Rechtsextreme Schmierfinken
    einsperren
    Todesnachrichten“
    da arbeiteste aber mit der tränendrüse. bullen und deren umgang mit so genannten „kriminellen“ sind ein teil des ganzen problems.

    eine „freie Gesellschaft“ und „Bullen“ schließen sich gegenseitig aus!

    wer ist denn bitteschön überhaupt „die antifa“? kenne ich nicht? scheint auch kein eingetragener verein zu sein. merkwürdig!

    die gdp ist das letzte!
    https://directactionde.ucrony.net/node/1289

  3. 3 Kommunist_in 29. Juli 2011 um 11:21 Uhr

    @Bulle: Das ist richtig, wir wollen das nicht. Wir wollen diese Gesellschaft abschaffen und damit auch eurer Gewaltmonopol. Deine „gleichen Rechte für alle“ kanste´dir in deine kurzgeschorenen Haare schmieren. Wir wollen die Ursachen von Ausbeutung und Unterdrückung, die kapitalistischen Produktionsverhältnisse, abschaffen. Die „gleichen Rechte für alle“ sind dabei eine Basisbanalität und bedeuten in dieser Gesellschaft nichts weiter als gleiche Rechte für alle auf Ausbeutehn und ausgebeutet werden. Also tue nicht so, als wären sie etwas besonders linkes oder emanzipatorisches, sie sind die Bedingungen d e i n e r Gesellschaft – nicht unser! Bei alle dem steht uns die Polizei als Einrichtung natürlich im Weg als Exekutive des Staates und damit dieser Gesellschaft. Die GdP ist dabei eigentlich nur maginal, aber auch in der Linken gibt es immer noch zu viele die sobald sie das Wort „Gewerkschaft“ hören grundsätzlich glänzende Augen bekommen anstatt den Kopf mal anzumachen und zu prüfen. Deswegen ist dieser Artikel auf endofroad richtig und wertvoll.

  1. 1 VA: „Protest und Widerstand gegen neonazistische Bewegungen in Russland“ « end of road Pingback am 23. April 2015 um 16:29 Uhr
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