Archiv für September 2011

Adieu, gemeiner Hausschwamm

kopiert aus der taz

Gekauft ist die Buchte schon, im April soll sie saniert werden. Die Naturfreunde haben 370.000 Euro gesammelt, jetzt fehlen „nur“ noch gut 100.000

Der Kaufvertrag mit der Stadt ist unterschrieben, heute Abend steigt die Party – das Jugendhaus Buchte gehört seit Donnerstag dem Verein Naturfreunde Bremen. 130.000 Euro musste er für das Grundstück aufbringen, Steuern und Notarkosten verschlangen weitere 20.000 Euro.

Für das Haus selbst musste der Verein nichts bezahlen. Als Immobilie hat das Gebäude, da marode, keinerlei Wert. „Für uns hat das Haus aber natürlich einen Wert“, sagt Jens Singer, einer der beiden hauptamtlichen Mitarbeiter der Buchte. Seit 1973 nutzen die Naturfreunde das Gebäude für Jugendarbeit. Wegen der für ein Jugendzentrum eher ungewöhnlichen City-Lage – das Haus liegt direkt hinter dem Landgericht an der Domsheide – ist es Treffpunkt für Jugendliche aus ganz Bremen. (mehr…)

Pressespiegel: Reaktionen auf den Prozess gegen Nazi-Hools

Kategorie C Sänger Hannes Ostendorf in Lilienthal bei Bremen geoutet

_1. Streich_

Mit einem guten Dutzend Menschen haben wir am 17.09.2011 hunderte Flugzettel [hier und hier] entlang der Lilienthaler Hauptstraße verteilt. Ziel war es, auf die politischen Hintergründe des Inhabers des Ladens „Baguette de France“ aufmerksam zu machen und seine Bedeutung als eine der Hauptpersonen der regionalen Neonazistrukturen darzustellen.

„Baguette de France“ in der Hauptstraße 67**gehört**Hannes Ostendorf, Sänger der Band „Kategorie C“ und mehrfach wegen Gewalttaten vorbestraft; unter anderem für einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim. Am 29.09.2011 wurde er (mit sechs weiteren Tätern aus der rechten Hooliganszene) erneut für einen neonazistischen Angriff vom Amtsgericht Bremen verurteilt
[Info].
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Fahrrad-Demo: Der Atommafia auf der Spur – Die Profiteure des Wahnsinns

Die Fahrrad-Demo führt u.a. über den Stern

8.10. 2011, 11 Uhr: Bahnhofsvorplatz

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„Mord, Entrechtung,Diskreminierung“

Wo: Infoladen Bremen
Wann: 05.10.11 um 20 Uhr
Was: Vortrag
Kurz: Zu 223 Jahren anti-indigenem Rassismus in Australien

Der Referent, der seit Jahren in Australien lebt, wird einen Überblick über die Geschichte geben, aber auch beleuchten, wie anti-indigener Rassismus noch immer prägend für die australische Gesellschafft ist.

Eine Veranstaltung vom Infoladen Bremen in Kooperation mit der Rosa-Luxenburg-Initiative

49 abgefackelte Autos in diesem Jahr

Innensenator Mäurer beziffertegestern die Zahl der Autos, die in diesem Jahr abgefackelt wurden, auf 49. Damit nimmt die Zahl der Brandanschläge auf Autos in den vergangenen Jahren zu. Im vergleichbaren Zeitraum 2009 wurden 21 Autobrände registriert, 2010 waren es dann bereits 27 Brände.

Über die Gründe herrsche dabei großes Rätselraten. Teilweise liegen politische Motivationen vor, in den meisten Fällen gibt es allerdings keine erkennbaren Beweggründe. Mäurers Fazit: „Es ist reiner Vandalismus.“ (mehr…)

Bericht: Auf der Spur der Atommafia in Bremen # 1 (to be continued)

Am 17. September fand die erste der beiden Anti-Atom-Fahrraddemos statt. Leider radelte nur ein recht kleines Grüppchen von knapp 30 Menschen auf der Spur der Atommafia in Bremen. Als Verantwortliche für die Atomtransporte durch das Land Bremen (allein 2010 115 Transporte!) wurden u.a. die Spedition Kieserling und die BLG besucht. An jedem Anlaufpunkt gab es ausführliche Redebeiträge zur jeweiligen Verwicklung in das Transportgeschäft. Der Lauti war mit schicken Tranpis geschmückt, flotte Musik gab es auch, aber die Zahl der TeilnehmerInnen war schon enttäuschend. Nun gilt es erst recht zu zeigen, dass es noch viel mehr Menschen hier gibt, die die Transporte unmöglich machen wollen – nächste Gelegenheit dazu ist der zweite Teil der Fahrradtour auf der Spur der Atommafia am 8. Oktober, wenn es zu den Profiteuren geht! Auch in Bremen gibt es so einige Firmen, die AKWs bauen, betreiben und finanzieren!

Also: 8.10. um 11 Uhr, Bahnhofsvorplatz. [Info]

Niederlage für Rechtspopulist_innen

Die Anfechtung der rechtspopulistischen Bürger in Wut der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung in Bremerhaven wurde vom Verfassungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt. Der Oberwutbürger Jan Timke meint festgestellt zu haben, dass zahlreiche Wähler_innen ihre Stimmen nicht wie vorgesehen den Listenplätzen der Parteien oder einzelnen Kandidat_innen gegeben haben, sondern bereits im Inhaltsverzeichnis ihre fünf Kreuze platzierten.

siehe auch:
Weser Kurier: Niederlage für „Bürger in Wut“

City-Kontaktbüro entglast

folgende Einsendung erreichte uns:

In der Nacht vom 21.09.11 auf den 22.09.11 haben wir das Kontaktbüro der Bullen in der Obernstrasse entglast. Dies war eine Reaktion auf die brutale Räumung des seit 13 Jahren besetzten Kukutza in Bilbao. Besondere Freude bereitete uns die Arroganz der Bullen in der ach so sicheren Innenstadt kein Sicherheitsglas zu verwenden. Unsere Pflastersteine durschlugen also die Scheiben und verwüsteten den Innenraum gleich mit. Pech gehabt. Wir sind überall.

Angeklatge Hooligans werden mit Geldstrafen belegt

UPDATE:

Im Prozess gegen eine Gruppe von Hooligans vor dem Amtsgericht Bremen sind am Donnerstagmittag die Urteile gesprochen worden. Die sieben Angeklagten, die der rechten Szene zugeordnet werden, sind zu Geldstrafen zwischen 300 und 700 Euro verurteilt worden. Bei der Urteilsverkündung blieb es im Saal ruhig.

Am vergangenen Donnerstag, dem ersten Prozesstag, waren eine Reihe von zum Teil Vermummten Sympathisanten der Angeklagten im Saal anwesend, und hatten versucht andere Zuschauer einzuschüchtern. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, im Jahre 2007 eine Feier von eher linksgerichteten Fußballfans im Ostkurvensaal des Bremer Weser-Stadions überfallen zu haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft haben die Angeklagten dies glaubhaft gestanden. Das Gericht hatte vorgeschlagen den Prozess damit vorzeitig zu beenden. Angeklagte und Staatsanwaltschaft hatten dem zugestimmt. Diese Absprache und der Auftritt von vermummten Zuschauern im Gericht war von der Bremer Öffentlichkeit scharf kritisiert worden. 800 Menschen hatten deshalb am Mittwochabend in der Bremer Innenstadt gegen rechte Gewalt demonstriert. (mehr…)