Angeklatge Hooligans werden mit Geldstrafen belegt

UPDATE:

Im Prozess gegen eine Gruppe von Hooligans vor dem Amtsgericht Bremen sind am Donnerstagmittag die Urteile gesprochen worden. Die sieben Angeklagten, die der rechten Szene zugeordnet werden, sind zu Geldstrafen zwischen 300 und 700 Euro verurteilt worden. Bei der Urteilsverkündung blieb es im Saal ruhig.

Am vergangenen Donnerstag, dem ersten Prozesstag, waren eine Reihe von zum Teil Vermummten Sympathisanten der Angeklagten im Saal anwesend, und hatten versucht andere Zuschauer einzuschüchtern. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, im Jahre 2007 eine Feier von eher linksgerichteten Fußballfans im Ostkurvensaal des Bremer Weser-Stadions überfallen zu haben. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft haben die Angeklagten dies glaubhaft gestanden. Das Gericht hatte vorgeschlagen den Prozess damit vorzeitig zu beenden. Angeklagte und Staatsanwaltschaft hatten dem zugestimmt. Diese Absprache und der Auftritt von vermummten Zuschauern im Gericht war von der Bremer Öffentlichkeit scharf kritisiert worden. 800 Menschen hatten deshalb am Mittwochabend in der Bremer Innenstadt gegen rechte Gewalt demonstriert.

Experte kritisiert Prozessverlauf

Der Berliner Journalist und Kenner der deutschen Hooligan-Szene, Ronny Blaschke, sagte nach dem Urteilsspruch in einem Interview für die Radio-Bremen-Sendung „buten un binnen – Die Woche“, Staatsanwaltschaft und Gericht hätten in einer befremdlichen Atmosphäre das Verfahren lustlos abgewickelt, ohne die politische Dimension zu erkennen. Blaschke sprach in diesem Zusammenhang von „Prozessökonomie“. Eine objektive Erhebung der Umstände habe schon auf Grund der Verschleppung des Prozesses um viereinhalb Jahre nicht erfolgen können. „Das Signal, das davon ausgeht, ist fatal“, so Blaschke weiter.

Quelle: radiobremen.de

Der Prozess gegen Hooligans vor dem Amtsgericht Bremen wird vorzeitig beendet. Einem entsprechenden Vorschlag des Gerichts haben am Donnerstagvormittag die sieben Angeklagten und die Staatsanwaltschaft zugestimmt. Demnach sollen die Angeklagten glaubhafte Geständnisse ablegen. Im Gegenzug kommen sie mit einer Geldstrafe davon.

Wie hoch die Strafe ist, wird das Gericht bei der Urteilsverkündung bekannt geben. Diese wird noch am Donnerstagmittag erwartet. Den rechtsgerichteten Hooligans wird vorgeworfen, vor vier Jahren eine Feier von linksgerichteten Werder-Fans im Ostkurvensaal des Bremer Weser-Stadions überfallen und mehrere von ihnen verletzt zu haben. Die sich abzeichnende Absprache in dem Prozess und der Auftritt von vermummten Sympathisanten im Gerichtssaal war in der Bremer Öffentlichkeit scharf kritisiert worden.

Quelle: radiobremen

In Zukunft muss sich also erneut gefragt werden, welchen Sinn es hat neonazistische Gewalt anzuzeigen.
Eine Zusammenarbeit mit dem Staat und der Justiz hat ganz offensichtlich nur Nachteile!
So mussten Zeugen und Opfer sich von den Neonazis am ersten Verhandlungstag verhöhnen, beschimpfen und fotografieren lassen.

Es gilt nach wie vor:
Antifaschistischen Selbstschutz organisieren!
Keine Zusammenarbeit mit dem Staat oder der Polizei!


1 Antwort auf „Angeklatge Hooligans werden mit Geldstrafen belegt“


  1. 1 Antifaschist 29. September 2011 um 19:38 Uhr

    Wann und ob rechtsextreme Gewalt anzuzeigen ist, ist eine politische Frage – wie vor dem Hintergrund des Prozessverlaufes und der Medienberichte sowie der Demo am Mittwoch hier behauptet wird, neonazistische Gewalt anzuzeigen hätte nur Nachteile ist nicht nachvollziehbar und entbehrt jedweder Grundlage.

    Insbesondere sollte die Ganze Aktion doch zunächst politisch ausgewertet werden, bevor irgendwelche Internetnerds hier meinen voreilige Schlussfolgerungen ziehen zu müssen.

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