Gedenken an Milos – Part 1

Nachdem es in Syke in den letzten Jahren zu zahlreichen Selbstmord/versuchen von Asylbewerber_innen gekommen ist, hat sich die Gruppe um gedenkenanmilos.blogsport.de gebildet, um Vergessen zu verhindern und die Situation der Asylant_innen in das Bewusstsein der Menschen zu rücken.

Nach längerer Vorbereitung, dem Erstellen einer Internet-Seite, Knüpfen von Kontakten, Anmeldung der Demonstration, einer Mahnwache und Infotischen und Drucken von 3000 Flyern, konnten letzte Woche die Mobilisierung und die Aufklärung beginnen.

Diese konzentrierten sich vor allem auf die Syker Innenstadt, in der wir viele Flyer verteilten und mit Geschäftsinhaber_Innen sprachen, von deren Interesse und Zuspruch wir gleichermaßen positiv überrascht waren, ebenso der Bereitschaft, die zahlreichen Flugblätter in den jeweiligen Geschäften auszuhängen.

Nach diesen ersten wichtigen Vorbereitungen konnten wir nun am Samstag, den 1. Oktober, die ersten beiden Infotische starten Über 500 Flugblätter wurden verteilt und viele Menschen in Gesprächen erreicht.

Da nun auch mehr Infomaterial zur Verfügung stehen wird, werden wir für den zweiten Infotisch am 8. Oktober versuchen, noch intensiver in Kontakt mit der Bevölkerung zu treten.

Kommt alle zur Mahnwache am 15. Oktober um 11 Uhr! Ab 10:30 Uhr werden Ortskundige euch vom Syker Bahnhof zur Mahnwache begleiten.

Zeigt euch solidarisch, bringt Transparente, unterstützt die Flüchtlinge!

  • Mahnwache am 15. Oktober, 11 Uhr
  • Demonstration am 19. November, 12 Uhr

Mehr Informationen auf gedenkenanmilos.blogsport.de


2 Antworten auf „Gedenken an Milos – Part 1“


  1. 1 pita 03. Oktober 2011 um 11:47 Uhr

    Anmerkung zu dem negativ besetzten Begriff Asylant_innen: der Begriff Flüchtlinge ist neutraler und beschreibt zudem die Lebenssituation in der sich Menschen, welche ihr zuhause verlassen mussten, befinden.

    Das Wort „Asylant“ wurde Anfang der 80er Jahre durch Politik und Medien geprägt – in Abgrenzung zu den Begriffen Asylbewerber_innen (…ist allerdings auch ein schräges Wortkonstrukt. Wieso sollte sich ein Mensch um Asyl bewerben? Asyl ist ein Grundrecht!) und Flüchtlinge. Dieser neue Begriff tauchte vor allem da auf, wo Flüchtlinge nicht als schutzbedürftig dargestellt wurden, sondern als Bedrohung. Anfang der 90er spitzten sich diese Wertungen nochmal zu; Wortzusammensetzungen wie „Scheinasylant“ oder „Asylantenflut“ machten die Abwertung unmissverständlich deutlich und sorgten gleichermaßen dafür, den Flüchtlingsstatus anzuzweifeln bzw. abzusprechen.

  1. 1 Gedenken an Milos – Part 2 « end of road Pingback am 14. Oktober 2011 um 11:32 Uhr
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