Bericht: Auf der Spur der Atommafia in Bremen # 2

Einen Bericht zur ersten Fahrraddemo gibt es [hier]!

Am 8. Oktober fand die zweite, ganz schön lange Fahrradtour auf der Spur der Atommafia statt mit erstaunlich (erschreckend) vielen und interessanten Stationen und Redebeiträgen bei denen, die am Atomgeschäft verdienen. Gestartet wurde am Hbf bei der Deutsche Bahn. Immerhin stammen trotz der Selbstinszenierung als Vorreiterin in Sachen erneuerbarer Energien Über 22 Prozent des Bahnstroms aus Atomkraft. Mehr als jede fünfte im deutschen Gleisnetz verbrauchte Kilowattstunde kam damit aus einem AKW. Laut Greenpeace könnte der nächste Castor-Transport, der im November über Bahnschienen nach Gorleben geprügelt werden soll, rein rechnerisch komplett aus Atommüll der Bahn stammen. 110 Tonnen habe die Bahn allein in Neckarwestheim verursacht. Und an dem AKW Neckarwestheim ist sie auch beteiligt. Nachdem es durch (!) den Bahnhof ging, wurde bei der Allianz gestoppt, weil sie über Hermesbürgschaften den Bau von Atomanlagen weltweit fördert. Es ging weiter nach Sebaldsbrück zum Rüstungskonzern Rheinmetall, dessen militärische Bedeutung in einem Redebeitrag der Stiftung für Rüstungskonversion nochmal schön dargestellt wurde. Vielen neu war, dass Rheinmetall außerdem noch wichtige Komponenten für Atomanlagen baut. Das gleiche gilt für die Firma Alstom, die im Gewerbegebiet am Flugahfen besucht wurde. Nach einem kurzen Stopp bei den Pseudo-AussteigerInnen und BewegungsspalterInnen der Grünen führte die Tour zu zwei wichtigen Finanzgeberinnen interationaler AAtomwirtschaft, nämlich zur Commerzbank und zur Deutschen Bank. Über die swb, die am AKW Grohnde beteiligt sind, ging es in die Überseestadt zur AKW-Betreiberin RWE. Dort wurde die im teils strömenden Regen von zwischenzeitlich bis zu 40 Menschen begleitete aber mittlerweile deutlich geschrumpfte Demo dann beendet. Eine sehr informative Tour, zwischendurch wurden auch viele Flyer verteilt, nur darüber hinaus ist die Außenwirkung bei Fahrraddemos „unterwegs“ meist nicht so super, weil Tranpis eher inkompatibel sind und nur wenige an Fahnen oder so denken. Kann aber ja einfach weiter verbessert werden…