Archiv für November 2011

Farbanschlag in OL

Als Reaktion auf den Farbanschlag auf den jüdischen Friedhof laden antifaschistische Gruppen zu einem Spaziergang ein.

»In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde ein Farbanschlag auf den
Jüdischen Friedhof (Dedestraße, Ecke Dragoner Straße) verübt. Während
die Polizei sagt, ein politischer Hintergrund könne nicht
ausgeschlossen werden, sagen wir: ein Angriff auf eine jüdische
Einrichtung ist immer eine politische Positionierung. Sie zeugt vom
offensichtlichen Antisemitismus der Täter_innen.
Antisemitismus war und ist Element neonazistischer Denkmuster und
wieder einmal wird klar, dass diese Denkmuster Bestandteil unserer
Gesellschaft sind – auch in Oldenburg. Ein weiteres aktuelles Beispiel
ist der Einzug der NPD in den Stadtrat.
Wir werden es nicht hinnehmen, dass Neonazis in Oldenburg weiterhin
Fuß fassen! Deshalb kommt alle zum antifaschistischen Spaziergang:
Mittwoch, 23. November um 18 Uhr am Osternburger Markt.«

Quelle: oldenburgnazifrei.blogsport.de

Castorticker

Warnung vor der Out of Action – Gruppe!

Am 17.11. erschien auf endofroad ein Artikel unter dem Titel Out of Action ab dem 24. November.
Endlich ist es soweit, Bremen hat nun auch eine Anti-Repressionsgruppe, heißt es im ersten Satz des Artikels. Diese sich als Erste Bremer Antirepressionsgruppe bezeichnende Gruppe, will für den Zeitraum der Castorproteste, in Anlehnung an Out of Action, einen ‚emotionalen Support‘ per Mail zu Verfügung stellen.
Nun ist es zunächst mal so, dass es in Bremen schon lange funktionierende, bekannte und untereinander vernetzte Antirepressionsstrukturen gibt. Hier sind die Rote Hilfe Ortsgruppe Bremen und der Ermittlungsausschuss (EA) Bremen zu nennen. Diese Gruppen setzen sich vor allem mit den juristischen Folgen von Repression auseinander. Die emotionalen Folgen können dabei auf der Strecke bleiben. Deswegen ist die Gründung einer Out of Action-Gruppe eigentlich zu unterstützen, denn die emotionale Begleitung der Betroffenen von Repression ist genauso wichtig wie die Juristische.
Auf Grund der Formulierung des eingangs genannten Artikels, gehen wir davon aus, dass es bislang keine Vernetzung mit bestehenden Antirepressionsgruppen gegeben hat. Dabei wäre die Vernetzung von Antirepressions- und Out of Action-Gruppen, die Voraussetzung für einen ganzheitlichen Umgang mit Repression. Eine Unterscheidung der Begriffe Antirepression und Out of Action ist sinnvoll, um solchen sprachlichen Verwirrungen, wie Bremen hat nun auch eine Anti-Repressionsgruppe entgegenzuwirken.

Verantwortung, Transparenz und Vertrauenswürdigkeit ist bei der Arbeit mit Betroffenen von staatlicher Gewalt besonders wichtig. All das ist bei dieser Gruppe nicht zu sehen! Öffentlich ist diese Gruppe bisher nicht in Erscheinung getreten: Es gab keine Veranstaltungen, es gibt keine Kontaktmöglichkeit für persönliche Gespräche, es ist unklar aus welchen Strukturen diese Gruppe entstanden ist. Die alleinige Erreichbarkeit per Mail, bei einem kommerziellen, nicht vertrauenswürdigen Provider (web.de), ohne PGP-Key, stellt sogar eine enorme Gefahr dar. Hier wird gut gemeinte Initiative für Betroffene im schlechtesten Fall zum Strick.
Bei der Out of Action -Arbeit geht es darum, Erlebtes zu verarbeiten, dabei kommt es häufig zu detaillierten Berichten, die in den falschen Händen für einen Selbst oder Andere zur Gefahr werden können. Liegen, wie in diesem Fall, solche brisanten Informationen unverschlüsselt bei web.de, sind sie für Ermittlungsbehörden leicht zugänglich.

Zusammenfassend gesagt: Vor der Kontaktaufnahme mit dieser Gruppe kann (zur Zeit) nur gewarnt werden!

Solltet ihr während der Castortage die Unterstützung einer Out of Action -Gruppe brauchen, wendet euch an die Struktur vor Ort. Diese wird über die gesamte Zeit in Dannenberg auf der EESSO-Wiese für persönliche Gespräche für euch da sein (und euch bei Bedarf auch bei der Suche nach einem vertrauensvollen Kontakt in eurer Nähe helfen).

Heute stören, Samstag grölen

Quelle: taz.de

Für Samstag plant die Nazi-Rockband „Kategorie C“ ein Konzert in Bremen. Dagegen demonstriert die Antifa am Dienstag – und die Nazi-Hooligans wollen auch kommen.

Kurz nach Bekanntwerden der rechtsextremistischen Mordserie der „NSU“ plant die rechte Hooliganband „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ einen Auftritt in Bremen. Dagegen demonstriert heute das antifaschistische Bündnis „Rechte Gewalt stoppen“. Die Band rief ihre Fans dazu auf, ebenfalls von Beginn der Demo an dabei zu sein. (mehr…)

Kategorie C? Och neeee!

checkt den Demo-Aufruf auf endofroad.blogsport.de !

Castor startet bereits am Mittwoch

Die neue Abfahrtzeit soll am Mittwoch, 23.11.2001 um 14.36 Uhr sein. Als Begründung dafür wird genannt, dass aus der Sicht der Betreiber_innen der Plutoniumfabrik in La Hague und der Bahngesellschaft SNCF die Mobilisierung gegen den Castor in Frankreich in diesem Jahr so stark sei, dass ein reibungsloser Transport nicht gewährleistet werden könne.

siehe:

Ein anderer anarchistischer Beitrag zu Occupy

kopiert von linksunten.indymedia.org

Wir beobachten etwas, dass wir in den letzten Jahrzehnten für unmöglich hielten. Eine soziale Bewegung die auf einen Schlag aus der Marginalisierung herausschoss. Und das nicht örtlich und zeitlich auf ein singuläres Ereignis begrentzt, sondern fast weltweit sich aufbauend. Es scheint als ob jede Aktionswelle die an einem Ort der Welt hervorbricht, gleich an mehreren anderen Orten ihren Wiederhall findet. Jeweils auf ihre besondere Art und Weise, gespeist aus den Erfahrungen der bestehenden Widerstandsbewegungen, sowie der jeweils spezifischen erfahrenen Unterdrückung der jeweiligen Menschen.

Das Potential dieser Bewegung scheint erstmal weit offen zu sein. Nach jeder Repressionswelle wuchs die Bewegung an und radikalisierte sich in ihren Aktionsformen (einmal vom arabischen Raum nach der großen Aufmerksamkeit durch westliche Medien abgesehen). Mit ihren plakativen Forderungen scheint diese Bewegung vielerorts sogar eine Mehrheit anzusprechen. Genau das was von bürgerlicher Seite immer die erste Kritik ist: „Sie haben keine Forderungen und kein Programm“ ist es, was diese Bewegung für uns interessant macht und weshalb wir glauben – im Gegensatz zu vielen anderen Linksradikalen Gruppen – dass es lohnt sich mit dieser Bewegung näher auseinanderzusetzten und sich durchaus auch selber einzubringen. (mehr…)

Kein Heimspiel für „KC“– rechte Gewalt stoppen!

Für den 26.11.2011 hat die rechte Hooligan- Band „Kategorie C- Hungrige Wölfe“ ein Konzert in Bremen angekündigt.
Nachdem das letzte Konzert der Band am 12.06.2011 in Bremen Oslebshausen unter den Augen von Polizei und Stadt Bremen ungestört über die Bühne gebracht werden konnte, wollen wir diesmal den den Druck erhöhen und den Nazis nicht einfach so den Raum überlassen. Wohin das Ignorieren rechter Gewalt führt, wird derzeit durch den Fall der „Zwickauer Terrorzelle“ verdeutlicht. Wie auch in den letzten öffentlichen Debatten über rechte Gewalt, wird auch in der aktuellen Diskussion lediglich über die Verbesserung der staatlichen Sicherheitsbehörden als Präventivmaßnahme zur Verhinderung solcher Taten gesprochen, anstatt über die gesellschaftlichen Ursachen für eben diese zu sprechen. Die Geschehnisse um die „Zwickauer Terrorzelle“ sind trotzdem nur die Spitze des Eisberges rechter Gewalt. Seit der „Wiedervereinigung“ ist es zu mehr als 120 tödlichen Vorfällen durch rassistische Gewalt gekommen, welche es jedoch nicht in die breite Öffentlichkeit geschafft haben. (mehr…)

Versteckspiel mit rechter Band

kopiert von bremer-anzeiger.de

“Deutsche Jungs Tour“ nennt die rechte Bremer Rockband „Kategorie C (KC) – Hungrige Wölfe“ ihre aktuelle Konzertreihe mit der sie bundesweit unterwegs ist. Jetzt plant die Gruppe um Sänger Hannes O. ein „Heimspiel“: Am 26. November soll es ein Konzert im Bremer Raum geben. Das Innenressort hat bereits Betreiber von Vereinsheimen und Veranstaltungszentren vorgewarnt.

Mitte Juni waren die gewaltverherrlichenden Texte der Bremer Band, die sich nach der Polizeibezeichnung für besonders gewaltsame Fußballfans Kategorie C nennt, bereits einmal in der Hansestadt zu hören: Damals wurde das Vereinsheim des Sportvereins Grambke-Oslebshausen gebucht – angeblich für eine private Feier. Erst als rund 300 Gäste aus dem Hooligan- und rechtsextremen Milieu auftauchten wurden die Betreiber des Vereinsheim stutzig und riefen die Polizei. Letzterer fehlte allerdings die rechtliche Handhabe, um gegen das Konzert vorzugehen. (mehr…)

Out of Action ab dem 24. November

Endlich ist es soweit, Bremen hat nun auch eine Anti-Repressionsgruppe.
Angelehnt an Out of Action, werden wir allen Ratsuchenden in Bremen und Umzu, zur Verfügung stehen.
Sobald der Castor rollt, also ab Donnerstag, 24.11.11, sind wir hier erreichbar.
Der Postkasten wird ständig gecheckt, so dass ihr auf schnelle Rückmeldung von uns hoffen könnt!

Wir Hier--- Out of Action im Wendland !
Für ein solidarisches Miteinander !

checkt prbremen.blogsport.de

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Anmerkung von endofroad:

Wir haben die E-Mail Adresse der Gruppe gelöscht, da es mittlerweile die angegebene Website nicht mehr gibt und es dem EA bis heute trotz vieler Versuche nicht möglich war, direkten Kontakt zur PR zu bekommen. Der EA geht stark davon aus, dass sich die Gruppe mittlerweile auch aufgelöst hat. Es ist bedenklich, wenn es immer noch möglich ist, die PR per Mail zu erreichen, weil unklar ist, was mit dem Postfach passiert und wer darauf noch Zugriff hat. Außerdem ist es für Hilfesuchende scheiße nur auf einen toten Briefkasten zu stoßen.