Archiv für November 2011

Geht die Quälerei weiter?

kopiert von weser-kurier.de

Gutachter bescheinigt Kreiter Weltrang

Der Dauerstreit um die Affenversuche in Bremen spitzt sich zu. Uni-Professor Andreas Kreiter hatte, wie berichtet, im August dieses Jahres einen Antrag auf neue Versuche gestellt.

Seine jetzige Genehmigung läuft nach einem Gerichtsbeschluss am 30. November aus. Der neue Antrag soll bis 2014 gelten und einen Wechsel in den Versuchen bringen. Sie sollten sich von der bisherigen Grundlagenforschung hin zu stärkerer Anwendungsorientierung bewegen. (mehr…)

Antikapitalismus statt „echter Demokratie“!

Occupy Bremen erscheint als Teil einer globalen Bewegung. Angestoßen von Occupy Wall Street gehen in vielen Großstädten die Menschen weltweit auf die Straßen um sich zu „empören“. Zu empören über ein Wirtschaftssystem, dass nicht der Mehrheit der Betroffenen zu Gunsten zu kommen scheint, sondern nur einigen wenigen. Zu empören über eine Regierung, die zulässt, dass die „Superreichen“ superreich bleiben und viele andere arm. Angegriffen werden „gierige Banker“ und „Spekulanten“, „Monopole“, die den Rest der Welt an der Nase herum führen sollen und so Ungerechtigkeit und Ohnmacht verursachen würden. Was stattdessen gefordert wird ist eine „ethische Revolution“:
Die jetzige Gesellschaft soll verändert werden. Die „Maschinerie“, die nur einzelnen diene, abgeschafft und dafür ein neues Wirtschaftssystem, welches das Geld wieder „unter“ den Menschen stelle und in „seinen Diensten“ arbeite, geschaffen werden. Eine Gesellschaft, in der das Wohl und das Glück der Menschen Priorität haben soll, in der diese Menschen gleich und frei sein sollen und friedlich leben können. Aus der Herrschaft einzelner soll so „echte Demokratie“ werden.
Doch eine Kritik die lediglich die Auswüchse des Kapitalismus angreift zeigt nicht nur, dass seine Funktionsweise nicht verstanden wurde, sie wird ihm auch nie erfolgreich entgegenwirken können. (mehr…)

Strukturwandel und Protest in Hamburg und Norddeutschland seit den 1970er-Jahren (Tagungsbericht)

Die Interpretation der jüngsten Zeitgeschichte als strukturellen Wandel auf der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ebene seit den frühen 1970er-Jahren bildet den Ausgangspunkt zahlreicher neuer Forschungen, die dem Zäsurcharakter der Epoche „nach dem Boom“ auf der Spur sind.[1] Mit ihrer Tagung führte die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH) ihren Beitrag zur aktuellen Forschungsdebatte fort. Die Veranstaltung verfolgte das Ziel, Erkenntnisse über die Konturen des sozioökonomischen Wandels mit kultur- und mentalitätsgeschichtlichen Aspekten zu verbinden. Die Leitfrage für die Referenten war, inwiefern es Tendenzen eines Strukturwandels gegeben habe. Exemplarisch sollten Hamburg und der norddeutsche Raum untersucht werden, um einerseits lokale Spezifika herauszustellen, andererseits über die regionale Perspektive hinaus von der Mikro- auf die Makro-Ebene Einsichten zu gewinnen. Im Sinne einer „problemorientierten Vorgeschichte der Gegenwart“ (Hockerts) konzipierten die Veranstalter ein Programm, dessen Inhalte zeithistorische bis gegenwärtige Themen berührte.[2] (mehr…)

Kranz entwendet

Ab in die Weser!

Am 13. November 2011, dem sogenannten Volkstrauertag, kam es zu einer Kranzniederlegung der Burschenschaft Alemannia zu Bremen am Langemarckdenkmal vor der Hochschule Bremen.

Das Denkmal, an dem die fakultativ schlagende Studentenverbindung den Kranz niederlegte, wurde 1934 den im 1. Weltkrieg umgekommenen Studenten und Lehrern gewidmet. 1937 wurde die angrenzende Straße von den Nazis in Langemarckstraße umbenannt, „als Aufforderung an die Studenten, den studentischen Helden von Langemarck nachzueifern, die 1914 flammenden Herzen und rauschender Begeisterung, das Deutschlandlied auf den Lippen, in die tödliche Schlacht gezogen sein sollen.“ (Inschrift der Bronzetafel vor dem Langemarck-Denkmal)
Bei der „Schlacht um Langemarck“ handelt es sich um eine kämpferische Auseinandersetzung im 1. Weltkrieg in Flandern, bei der unerfahrene deutsche Reservistenverbände, teilweise Studenten, auf gut ausgerüstete britische Soldaten trafen. Die Deutschen erlitten eine Niederlage mit großen Verlusten, welche allerdings von den Deutschen propagandistisch verherrlicht wurde und ebenso von den Nazis später wieder aufgegriffen wurde.

Um dem geschichtsreviosionistischen Heldengedenken entgegen zu wirken, haben wir den Kranz der Burschenschaft Alemannia zu Bremen entwendet und in die Weser geworfen.

Gegen jeden Geschichtsrevisionismus und burschenschaftliche, männliche Elitebünde an den Universitäten, Hochschulen oder sonstwo!

Castor 2011: Zen­tra­le Info-​und Mo­bi­li­sie­rungs­ver­an­stal­tung & Fahrplan

Heute findet die zentrale Info-​und Mo­bi­li­sie­rungs­ver­an­stal­tung zum Castortransport 2011 ins Wendland statt. Los geht es um 20 Uhr im Paradox.

  • Infos zu po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen des Trans­ports, Rechts­hil­fe, Ak­ti­ons­for­men & Kam­pa­gnen, In­fra­struk­tur vor Ort, An­rei­se usw.

checkt antiatombremen.blogsport.de bzw. unsere bisher veröffentlichten Infos

Desweiteren sind Atomkraftgegner_innen in Frankreich an den geheimen Fahrplan des Castortransportes nach Gorleben gelangt und haben ihn veröffentlicht.

Entsprechend soll der Zug am 24. November (Donnerstag) um 14.20 Uhr am Verladebahnhof Valognes bei La Hague starten. Für den Grenzübertritt nach Deutschland am 25. November gebe es drei verschiedene Optionen, über die kurzfristig je nach Protestgeschehen entschieden werde. Dennoch soll der Castor angeblich erst nach der Großdemo am Sonntag in Dannenberg eintreffen, was entweder eine Polizeifinte ist oder der Castor-Zug müsste irgendwo fast 24 Stunden zwischengeparkt werden. Richtet euch also auf „Überraschungen“ ein.

Es ist möglich, dass der Transport über Bremen (aus Osnabrück kommend) oder Verden (aus Hannover kommend) verläuft.

checkt gorleben-castor.de

Marx + Feminimus?

Warum sich gesellschaftliche Verhältnisse nicht dekonstruieren lassen, oder: Warum Feminismus und Marx zusammengehören.
Zusammen mit der Gruppe la.ok laden wir zu folgender Veranstaltung mit Tove Soiland ein: (mehr…)

VA: Stammtisch gegen den Reproduktionsstress des Alltags

Sonntag, 20.11.11 um 11 Uhr im Kurzschluss (bitte bringt was für´s Frühstück mit)

und noch einmal: Beziehungen: Freund_innen, Genoss_innen, Politumfeld, Szeneleute,…alleine sein

Die Zeit hat beim letzten Stammtisch bei weitem nicht gereicht, so dass wir das Thema gerne noch einmal mit euch (weiter) diskutieren wollen. Ein paar Oberbegriffe, die in der einen Kleingruppe fielen, waren: Nähe, Vertrauen, Polyamorie. In der zweiten Kleingruppe ging es um Wohn- und Lebensformen und ihre Auswirkung auf die verschiedenen Formen von Beziehungen. Am Schluss machten wir eine kurze Reflexion auf Genderaspekte in der Art & Weise, wie wir uns ausgetauscht hatten. (mehr…)

intros – Reihe Geschlechterverhältnisse

(mehr…)

Gedenken an Milos – Part 4

Jetzt ist es bald soweit: Am Samstag den 19. November findet die Gedenkdemonstration an Milos R. statt, welcher sich 2002 im Syker Rathaus mit Benzin übergoss und anzündete – in der Hoffnung zumindest seine Familie vor der drohenden Abschiebung zu bewahren.

Nach Gespräch mit der zuständigen Behörde steht die Route für die Demonstration jetzt fest: Wir starten am Bahnhof Syke, gehen durch die gesamte Innenstadt über die B6 zum Rathaus.

Treffpunkt ist 11:30, und um 12:00 geht es mit dem ersten Redebeitrag am Bahnhof los.

Milos‘ Fall ist keine Ausnahme!!

Allein in Syke gab es schon viele Selbstmord(versuch)e von Flüchtlingen. Die Demonstration ist ein Schritt aufzuklären und die herrschende Abschiebepolitik abzusetzen.

Deswegen wollen wir mit einer lautstarken Demonstration die Syker Bevölkerung auf diese Unmenschlichkeit und Schicksale aufmerksam machen.

Wir fordern:
Bessere Lebensbedingungen und Arbeitserlaubnisse für Flüchtlinge, sowie einen sofortigen Abschiebestopp!

Lasst uns viele sein:
Seit laut, holt die Transparente raus, bringt eure Freund_innen mit!

gedenkenanmilos.blogsport.de

siehe auch:
Gedenken an Milos Part 1
Gedenken an Milos Part 2
Gedenken an Milos Part 3

Rückblick: Kommunalwahlen in Niedersachsen 2011

Am 11.09.2011 fanden in Niedersachsen Kommunalwahlen statt. Von den Parteien am rechten Rand beteiligten sich die NPD, die REPs und einige ominöse Wählervereinigungen, wie z.B. im Landkreis Lüneburg die „Unabhängige Wählerliste Landkreis Lüneburg / Bündnis Rechte“, in der NPDler und andere Nazis gemeinsam kandidierten.

Die NPD trat aber nicht flächendeckend zur Wahl an, sondern nur dort, wo sie ansatzweise Strukturen und Aktivisten hat. Im Bremer Umland und im Nordwesten Niedersachsens sind hier besonders die Regionen Verden, Rotenburg, Stade, Oldenburg, Osnabrück und Soltau-Fallingbostel zu nennen. Durch die Konzentration des Wahlkampfes auf wenige Gebiete konnte die derzeit nicht so starke NPD die Anzahl ihrer Mandate von insgesamt 18 auf 21 erhöhen. Wie bei vielen anderen Kommunalwahlen war auch in Niedersachsen die Wahlbeteiligung eher gering, was erfahrungsgemäß rechten Parteien zugute kommt. (mehr…)