Archiv für Dezember 2011

Ein frohes Neues!

Hafensperrung: Bremen ist ein wichtiger Umschlagplatz für den Transport

kopiert aus der taz

Streitgespräch: Drehscheibe dreht sich weiter

SPD und Grüne wollen den Umschlag von Brennelementen in Bremen stoppen. Doch die meisten der Urantransporte erfasst das geplante Gesetz nicht

taz: Herr Stoevesandt, SPD und Grüne wollen die bremischen Häfen für Kernbrennstoffe sperren. Sie haben eine Petition eingereicht, weil Ihnen das nicht weit genug geht. Weshalb?

Bernhard Stoevesandt: Die Teilentwidmung der Häfen ist grundsätzlich ein guter Ansatz. Aber die meisten Transporte, die über die Häfen laufen, sind davon nicht betroffen. 2011 beispielsweise wäre durch das geplante Gesetz nicht ein einziger Transport verhindert worden.

Warum nicht?

(mehr…)

Kinderarmut in Deutschland: Bremen Schlusslicht

Eine UNICEF-Studie, bei der die Situation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland untersucht wurde, bescheinigt, dass es große regionale Unterschiede gäbe, die sich stark auf die soziale Situation der Kinder auswirken würden. Dabei belegt das Bundesland Bremen in allen Kategorien hintere Plätze und bildet in der Gesamtwertung der Studie das Schlusslicht.

Jahresrückblick 2011 – Bremen: Von Wahlkampf und unpolitischen Überfällen

kopiert von netz-gegen-nazis.de

Die rechtsextremen Aktivitäten standen in Bremen im Jahr 2011 in Zeichen der Bürgerschaftswahl, der Rechtsrockszene und eines Prozesses gegen rechtsextreme Hooligans.

Für Pro aktiv gegen rechts – Mobile Beratung Bremen und Bremerhaven antworteten uns Isabell Stewen und Christian Pfeil.

Was waren die drei oder vier wichtigsten Ereignisse in Bremen im Jahr 2011, bezogen auf Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus?

Die wichtigsten Ereignisse im Land Bremen aus Sicht von „pro aktiv gegen rechts – Mobile Beratung in Bremen und Bremerhaven“ beziehen sich zum einen auf die Kommunal- und Landtagswahl zur Bremischen Bürgerschaft vom 22. Mai 2011. Zum anderen sind es die subkulturellen Bereiche von rechter Musik und rechtem Fußballmilieu, in denen es zu öffentlich breit kommunizierten Vorfällen kam, die massive rechte Zusammenhänge aufwiesen und demokratische Verfahrensweisen vor Herausforderungen stellte. (mehr…)

Das Jahr antifaschistisch ausklingen lassen

Wir wollen am 29. Dezember gemeinsam einen Spaziergang durch Lilienthal machen, den Austausch suchen mit anderen Aktivist_innen und Anwohner_innen.

Anlass:
Hannes Ostendorf ist der Betreiber des Baguette de France [Info1] [Info2] in der Hauptstraße 67 in Lilienthal. Er hatte zum 1. Dezember 2011 eine Gewerbeerweiterung seines Geschäftsbereiches auf den Verkauf von Kleidung und Schmuck beantragt. Dabei scheint nicht ausgeschlossen, dass es sich um Kleidung mit rechtsradikaler Symbolik (Thor Steinar u.a.) oder Merchandise seiner rechten Hooligan-Band Kategorie C handelt.
Lilienthal könnte mit dem erweitertem Angebot Ostendorfs ein Treffpunkt der rechten Hooligan- und regionalen Naziszene drohen. Das liegt auf der Hand!

Treffen: Do. 29.12.11 um 15.00 Uhr Haltestelle Danzigerstr. in Bremen-Lilienthal

checkt ladenschluss2.blogsport.eu

„Am besten sollten wir einfach alles besetzen, so wie früher“

kopiert aus der taz

Ewig stampft die Mietmaschine

In der Luisenstrasse wehren sich Mieter gegen den Verkauf ihrer Häuser, steigende Mieten und Immobilienspekulation im Viertel. Doch tun können sie wenig

Ein mannshoher Palisaden-Zaun teilt den grünen Garten des Wohn-Karrees zwischen Sielwall, Luisenstrasse und Schildstrasse. Die Stützpfeiler sitzen tief in der Erde. Bis zum August hatten die MieterInnen den Garten noch gemeinsam genutzt. Dann ist eines Morgens ein stattlicher Bagger in der Hinterhof-Idylle aufgetaucht und hat die Erde umgegraben. Die AnwohnerInnen waren entsetzt. Den neuen Zaun nennen sie nur den „Todesstreifen“. Er ist das sichtbarste Zeichen für den Verkauf ihrer Häuser. (mehr…)

Wir waren zwar nicht eingeladen…

…haben uns aber aus guten gründen zur auftaktvorstellung des „bremer weihnachtscircus“ blicken lassen.

Seit dem 22.12.2011 gibt es an der nordstraße ecke waller ring nun die vorstellungen mit „wildtieren“ in aufgezwungenen artwidrigen verhaltensweisen zu begaffen. Die bremer politik sah sich lange nicht in der lage die vom bundesrat schon 2003 gefasste „entschließung zum verbot der haltung bestimmter wildlebender tierarten im zirkus“(1) umzusetzen. Dies soll nun nachgeholt werden. So forderte die stadtbürgerschaft „den Senat auf, bis zur Einführung eines solchen bundesweiten Haltungsverbots die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen“(2). WANN nun WAS auch immer passiert??? (mehr…)

WKR-Ball 2012 crashen!

Liebe Genoss*innen und Freund*innen,
am 27. Januar 2012, dem Jahrestag der Auschwitzbefreiung, findet der Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) statt. Dort treffen sich jedoch nicht nur ein paar Burschenschafter in Frack, Schärpe und Schmiss. Vielmehr ist das Treffen in der Wiener Hofburg, dem Sitz des österreichischen Bundespräsidenten, ein Stelldichein der alten und neuen Rechten Europas.

Im veranstaltenden WKR sind 21 Studentenverbindungen organisiert, die sich politisch in einem Spektrum zwischen national-freiheitlich und völkisch-deutschnational bewegen.
Federführend ist hier zum Beispiel die Wiener Burschenschaft Olympia, die bei einer Tagung Eisenach die Unterwanderung des deutschen Volkes durch Angehörige von fremden Völkern befürchtete und immer wieder durch Gäste wie den Holocaustleugner David Irving oder den NPD-Barden Frank Rennicke auffällt. (mehr…)

Magdeburg: Kein Naziaufmarsch

Warnung rEloAded!

Als wir vor einiger Zeit hörten, dass sich in Bremen eine „Out of Action“-Gruppe gegründet hat, waren wir erstmal sehr positiv überrascht. Auch wir haben in unseren Gesprächen mehrfach festgestellt, dass es hier eine Lücke gibt, die es zu schließen gilt, und haben uns auch schon einige Gedanken zu diesem Thema gemacht. So weit so gut.
Trotz der Diskussion, die es zu bzw. über diese Gruppe („Psychische Repression?“ – PR) bereits gegeben hat, haben wir uns noch nicht zu Wort gemeldet. Wir möchten und müssen das jetzt nachholen, da wir leider auch nur davon abraten können, sich als Betroffene an die Gruppe zu wenden.
Einige unserer Kritikpunkte sind schon erwähnt worden, wir wollen sie jetzt aber nochmal an- und in einen eigenen Kontext bringen.
Uns war es wichtig, als ersten Schritt den direkten Kontakt zu der „PR“ zu suchen. Zweimal haben wir zum Vernetzungsgespräch eingeladen, zweimal tauchte keine_r auf, und es ging auch niemand auf unsere Anfragen ein – offensichtlich ist das Interesse diesbezüglich gering. Also jetzt die „Kommunikation“ über das öffentliche Medium. Unschön aber notwendig.
Der Umgang mit der Kritik, die schon durch Kommentare bei end of road deutlich wurden, ist quasi nicht vorhanden. Auf der Homepage der Gruppe wird das Thema weder aufgegriffen, noch behandelt.
Die bereits mehrmals thematisierten technischen Sicherheitsmängel stehen in direktem Kontrast zu dem als „Vertraulich“ beschriebenen Umgang mit Informationen auf der Homepage der PR.
Schwierig finden wir auch die Pauschalisierung des Themas psychische Folgen von Repression im Selbstverständnis der PR sowie des Angebots – Was wird genau „angeboten“? Gibt es Vernetzungsmöglichkeiten zu z.B. Traumatherapeut_innen? Was ist in dem Bild des „Auffangens“ enthalten – Was können die betroffenen Aktivist_innen überhaupt erwarten? Ist z.B. den Initiator_innen dieser Gruppe klar, dass das Gespräch „bei einer Tasse Kaffee“ zu Retraumatisierungen führen kann?
Es ist wichtig, dass Betroffene wissen, was sie erwartet und sie selbst erwarten können.
Das Gesamtverhalten lässt uns vermuten, dass nicht die notwendige Erfahrung im Umgang mit betroffenen, v.a. traumatisierten Aktivist_innen oder sonstige „Qualifikationen“ auf diesem Gebiet vorliegen.

Euer EA