Archiv für Januar 2012

04.02. Demonstration in DEL!

Am 04.02. wird es aufgrund der hier nachzulesenden Ereignisse eine Demonstration durch Delmenhorst geben!

Nachfolgend dokumentieren wir den Aufruf:

Seit 1990 wurden 181 Menschen durch Neonazis ermordet (Amadeo Antonio Stiftung). In der Nacht vom 21. auf den 22. Januar wäre es im niedersächsischen Delmenhorst beinahe zu einem weiteren Todesopfer gekommen.

Der Kontext.
In der “Red Devils”-Kneipe “Die Szene” hatte die bremer Neonaziband “Kategorie C” – unter dem Decknamen “H.E.R.M.” – eine semi-konspirativ organisierte “Generalprobe” mit 50 Gästen, für ein am 04. Februar geplantes Konzert in derselben Lokalität veranstaltet. Zwei schwere Übergriffe ereigneten sich vor diesem Hintergrund vor dem Gebäude – die Täter_innen waren die “Kategorie C”-Fans, sowie – entgegen späterer Behauptungen – der Besitzer der Kneipe, Peter Piskalla.

Am späten Abend hatten drei Neonazis zunächst eine Einzelperson als “scheiß linkes Schwein” beleidigt und – unter dem Beifall zahlreicher Gäste – angegriffen, zu Fall gebracht und mit Faustschlägen und Tritten traktiert. Im Internet kommentierten Teilnehmer_innen später, die Betroffene Person sei “selber Schuld”, schließlich sollten “Zecken” – gemeint sind die alternativen Jugendlichen –, die an einem “Konzert von Kategorie C vorbeilaufen” sich nicht “wundern”. (mehr…)

Bericht aus Delmenhorst.

Wie viele von euch bestimmt schon der Lokalpresse entnommen haben fanden in der Nacht vom 21. auf den 22. Januar Gewalttaten von Neonazis gegenüber alternativen Jugendlichen vor einer Kneipe in Delmenhorst statt.[1,2,3]
An genanntem Samstag Abend gab es in der „Szene“ in Delmenhorst ein Konzert der Neonazi-Hooliganband „Kategorie C – Hungrige Wölfe“, welche derzeit unter dem Namen „H.E.R.M.“ auftritt.
Circa 50 bis 60 Personen füllten die relativ neue Kneipe in der Orthstraße Ecke Lange Straße, darunter stadtbekannte Neonazis, Hooligans und Rocker.

ANGRIFFE.

Während in der Presse und in den Polizeiberichten von einem Angriff die Rede ist, gab es tatsächlich zwei. Der chronologisch erste hatte zum Glück nicht so schwere körperliche Folgen wie der zweite. Aber der Reihe nach:

Gegen 1 Uhr läuft eine Person an der „Szene“ vorbei, nach ein paar Metern wird diese von hinten angesprochen, auf Beleidigungen und Fragen wie: „Du bist doch einer der linken Zecken?“ folgen sofort Schläge und Tritte durch die eindeutig als solche zu erkennenden Kategorie C-Fans (u.a. Gürteltasche mit KC – Schriftzug). Der Angriff wurde von weiteren Besuchern, welche vor der „Szene“ standen, mit Beifall kommentiert. Die angegriffene Person schaffte es mit Gesichtsverletzungen und teilweise starken Prellungen zu entkommen.

Knappe 2 Stunden nach diesem Angriff, gegen 2:45 Uhr, bewegte sich eine Gruppe von 12 alternativ lebenden Menschen durch die Lange Straße vorbei an dem Ort des Konzerts. Als eine vor der Kneipe stehende Person diese erblickte verschwand er in der Lokalität um kurz danach mit rund 25, mit Baseballschlägern und Flaschen bewaffneten, weiteren Personen die Gruppe anzugreifen. Im Verlauf des Angriffes wurde einer Person mehrmals auf den Kopf getreten ein Augenzeuge sprach später von „Herumspringen auf dem Kopf“.
Das Resultat waren auf Seiten der Angegriffenen mehre leichte bis moderate Verletzungen, sowie eine zunächst lebensbedrohliche Kopfverletzung eines 21-Jährigen!
Aus Rücksichtnahme auf das Opfer wollen wir hier keine detaillierten Verletzungsbeschreibungen veröffentlichen, es sei jedoch gesagt, dass es drei Tage lang nicht sicher war, ob die Person überleben würde!

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„Bunker 16″ spielt für „Blood & Honour“

kopiert von antifa-bremen.org

17. Dezember 2011, Győr (Ungarn)

Die Naziband „Bunker 16″ aus dem Bremer Umland spielt auf einem „Blood and Honour“-Konzert in Ungarn.

Bereits am 12. November 2011 fand in Geheege/Sachsen eine größeres Nazikonzert mit etwa 1000 TeilnehmerInnen statt. Unter dem Motto „Freiheit für Erich Priebke“ (ehemaliger Hauptsturmführer der Waffen-SS) spielten in der Nazi-Gaststätte „Zur Deutschen Eiche“ neben „Bunker 16″ auch „Words of Anger“ und „Die Lunikoff-Verschwörung“.
Die Priebke-Kampagne wird maßgeblich vom Bremer Nazi Henrik „Ossi“ Ostendorf betrieben, der selber aktives Mitglied der in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“-Organisation war.

kopiert von antifa-bremen.org

Die neue TantePaul ist da!

Passend zum einjährigen Jubiläum der TantePaul wird die 5. Ausgabe der selbstorganisierten StudierendenZeitung ab morgen in der Mensa, der Cafete und an die Stugen der Uni Bremen verteilt. Natürlich sind auch wieder Exemplare an der Hochschule, der HfK und an linken Orten in der Stadt zu finden.

Themen der TantePaul sind dieses Mal: (mehr…)

Weiteres Rechtsrock-Konzert in Delmenhorst – Staatsschutz sieht sich gut vorbereitet

Quelle: weser-kurier.de

Schon am 4. Februar soll es einen weiteren Auftritt der Rechtsrocker von „H.E.R.M.“ in der Stadt geben. Jedenfalls gibt es entsprechende Gerüchte. Der Staatsschutz sieht sich gut vorbereitet.

Wie berichtet, kam es nach einem Gig der Band am vergangenen Sonnabend wohl zu einem Überfall auf einen 21-jährigen Punker, der zusammengeschlagen wurde. „Uns ist bekannt, dass das Konzert angekündigt ist, und wir werden vorbereitet sein“, sagte Polizeisprecher Mathias Kutzner am Freitag. (mehr…)

War starts here! Neujahrsempfang der Bundeswehr im Rathaus

Wie jedes Jahr wird am 01.02.12 die Bundeswehr im Bremer Rathaus empfangen. Vom 26. bis 29. Januar spielt die Bundeswehr mit vielen anderen Militärkapellen in der Stadthalle die „Musikschau der Nationen“.

Während SPD und Grüne stets behaupten Antikriegsparteien zu sein und die Einsätze der Bundeswehr, z.B. in Afghanistan, kritisieren, hofieren sie eben diese Soldaten im Rathaus und unterstützen Militär-Werbe-Veranstaltungen wie die Musikschau.

Der Krieg beginnt nicht in fernen Ländern in denen die Bundeswehr Deutschlands Interessen vertritt. Der Krieg beginnt hier. Auch in Bremen. Rüstungsunternehmen, Kriegsforschung an der Uni, Werbeveranstaltungen, Konzerte, Jobmessen, Schulbesuche, Empfänge etc. – Die Bundeswehr gibt sich als ganz normaler Arbeitgeber. Krieg und Militarisierung sind in der Gesellschaft omnipräsent und fest verankert.

Aber wenn der Krieg hier beginnt, dann können wir ihn auch hier bekämpfen.

Kommt am 1.02.12 ab 10 Uhr vors Rathaus und zeigt den Soldat_Innen und Politiker_Innen was wir von ihnen, Krieg und Militär halten. Auch gegen die Musikschau der Nationen gab es die letzten Jahre, noch zögerlichen, Protest. Lasst euch etwas einfallen, es gibt viele Wege zu stören.

War starts here Aufruf:
antimilitarismus.blogsport.de

Kriegstreiberei und Militarisierung markieren, blockieren, sabotieren!
Kapitalismus, Deutschland und die Bundeswehr abschaffen!

Standortschädigung und Imagebeschädigung von Drohnenproduzenten

kopiert aus der taz vom 25. Januar 2011

Fördermittel für Flugroboter

RÜSTUNG Nicht eine zivile Drohne kann man bei Rheinmetall kaufen. Dennoch sponserte Bremen die Forschung des Unternehmens mit über 1,5 Millionen Euro. Heute debattiert das Parlament

Mit 1.537.000 Euro hat die landeseigene Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) einen Forschungsverbund zur Drohnenentwicklung subventioniert, an dem der Waffenhersteller Rheinmetall Defence Electronics maßgeblich beteiligt ist.
Für die Linkspartei ist dabei klar: „Der Senat subventioniert Kriegswaffenproduzenten“, sagt die Fraktionsvorsitzende Kristina Vogt. Ausgerechnet ein Rüstungskonzern mit Milliardenumsätzen, der „blutige Kriege mit tödlicher Technik ausstattet“ profitiere von der aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stammenden Förderung, so Vogt. (mehr…)

„Zivilklausel bleibt – OHB kommt“

kopiert aus der taz

Der Akademische Senat der Uni Bremen bestätigte am Mittwoch seine Friedensliebe. Der Bundeswehr-Zulieferer OHB kann und will dennoch stiften

Dem „Frieden und zivilen Zwecken“ soll die Universität Bremen weiterhin verpflichtet sein. Dies wird nun auch in ihre Leitziele aufgenommen. Am Mittwoch bestätigte der Akademische Senat (AS) mit großer Mehrheit die Gültigkeit der „Zivilklausel“, wie er sie 1986 formuliert hatte. 18 AS-Mitglieder stimmten dafür, drei einhielten sich. Nur der Studierenden-Vertreter des CDU-nahen RCDS stimmte dagegen. Das Ergebnis ist damit eindeutiger, als die 17:11-Stimmen, mit denen die Zivilklausel einst beschlossen wurde. (mehr…)

Vorerst keine Atombrennstoff-Transporte

kopiert aus dem Weser Kurier

Bremen sperrt Häfen für Atomtransporte
Die Bürgerschaft hat mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken den Umschlag von Kernbrennstoffen über die Bremischen Häfen untersagt. Das Parlament hat das Hafenbetriebsgesetz entsprechend verändert, es soll in ungefähr zwei Wochen endgültig in Kraft treten. Bremen übernimmt damit eine Vorreiterrolle im Bundesgebiet – allerdings sind bereits mehrere Klagen gegen das Atom-Verbot angekündigt. (mehr…)

VA: Krise und Widerstand in den USA

Vortrag und Diskussion mit Matt Kearney (Wisconsin) am Dienstag 31.1. um 19.30 Uhr im Paradox

Zeitgleich zum ägyptischen Aufbruch auf dem Tahrir-Platz in Kairo, kam es im März 2011 im US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin zu Protesten gegen ein Gesetzespaket, das die Rechte der Gewerkschaften drastisch beschneiden sollte (Verlust der Tarifautonomie) und höhere Beiträge zu den Sozialversicherungen sowie massive Einsparungen zu Lasten der unteren und Mittelschichten beinhaltete. Auf dem Höhepunkt der Proteste gegen diesen Angriff der republikanischen Regierung stürmten mehrere tausend Menschen das Parlamentsgebäude und hielten es über zwei Wochen lang besetzt. Im September kam es dann mit „Occupy Wall Street“ zu einer Massenbewegung, die sich von New York aus international ausbreitete. (mehr…)