Silvester am Knast 2011

Am Silvesterabend folgten circa 150 Menschen dem Aufruf des Antifa-Komitee und versammelten sich vor der JVA in Bremen-Oslebshausen, um gegen Knäste als Instrument institutionalisierter Unterdrückung und sozialer Ausgrenzung zu protestieren.
Neben der Bremer Aktions-Samba-Band sorgten einige Redebeiträge, die die Gefangenen akustisch und auf Grund ihrer Wortwahl wohl leider kaum erreicht haben dürften, für eine gute Stimmung vor den Knastmauern. Flogen zu Beginn der Kundgebung noch Silvesterraketen und Böller über die Knastmauer, setzten die Organisator_innen im weiteren Verlauf das vom Stadtamt angeordnete Pyroverbot durch.

Die Kundgebung bildete einen schönen Abschluss des Jahres 2011. Betrachtet man die Menge der anwesenden Bullen (sechs an der Zahl), den zugewiesenen Versammlungsort und die mögliche Repression gegen die Anmelder_innen bei Nichtbeachtung des Böllerverbots, sollte eine zukünftige Versammlungsanmeldung für ähnliche Aktionen vielleicht kritisch diskutiert werden.

siehe auch:
linksunten.indymedia.org: Kundgebung „Silvester zum Knast“ Bremen
linksunten.indymedia.org: 31.12.2011, Bremen: Silvester zum Knast


3 Antworten auf „Silvester am Knast 2011“


  1. 1 beitrag von wolke ??? 04. Januar 2012 um 8:41 Uhr

    meintest du: ich halte einsitzende generell für zu blöd politische texte zu verstehen bzw. im knast sitzen nur die doofen und/oder uninteressierten?

    sag doch einfach, daß DU die redebeiträge z.b. langweilig, abgehoben, mit zu kompliziertem inhalt für diese vortragsform, oder, oder, oder fandest, anstatt anderen meinungen und fähigkeiten zu unterstellen.

    wenn die hinter der mauer was nich mitgekriegt haben, lags am ehesten an der (mal wieder) unausgegorenen technikbedienung. mal altklug: tests können rückkopplungen vermeiden helfen.

  2. 2 Stinki 04. Januar 2012 um 12:52 Uhr

    Die meisten Gefangenen dürften mit Linkem-Szene-Sprech nichts zu tun haben. Entsprechend ist es wohl nicht einfach für Viele, Texte, die mit Fremdwörtern aus linkem Szene-Jargon gespickt sind, zu verstehen. Selbst wenn viele wollten.
    Gebe da endofroad (bzw. den Autor~innen) völlig recht. Wenn man einen Redebeitrag schreibt, sollte man vielleicht vorher überlegen, an wen sich die Rede richtet. Wenn sich die Beiträge nur an uns gerichtet haben, wars ja völlig okay!
    Für viele Menschen ist unsere ach so tolle Sprechweise völlig fremd…

  3. 3 das beste... 04. Januar 2012 um 16:48 Uhr

    Das beste war tatsächlich die Kundgebung nach 15 minuten aufzulösen. Kaum Aussenwirkung (da wohnen ja auch quasi keine Leute), ausserdem wo war die Pressearbeit? Nichteinmal ein kleiner Artikel bei den üblich verdächtigen Zeitungen.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.