„Mäurer rechnet mit Atommüll-Lieferungen“

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Noch ist Zeit – aber in einem internen Schreiben hat Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) bereits darauf hingewiesen, dass ab 2015 mit einem Transport von 20 bis 21 Castor-Behältern über Bremerhaven zu rechnen ist. Es handelt sich demnach um hochradioaktive Abfälle aus Sellafield in England, die nach Deutschland zurückgebracht werden.

Derzeit, heißt es in dem Brief an die Behörden, werde mit zwei bis vier Transporten gerechnet. Bremerhaven werde von den beteiligten Unternehmen für den Umschlag favorisiert.

Bereits im März dieses Jahres ist offenbar ein Testlauf geplant. Dann soll ein Leerbehälter zur Probe nach Sellafield geschafft werden. Anfang 2013 soll der Test-Castor dann den entgegengesetzten Weg nehmen. Zwischen den Zeilen ist zu lesen, dass Innensenator Mäurer schon bei diesen Erprobungen mit Schwierigkeiten rechnet: „Es ist davon auszugehen, dass bereits dieser Transport in der Öffentlichkeit als Atomtransport deklariert wird.“

Unklar ist, wie sich die rechtliche Situation entwickelt. Die rot-grüne Koalition will nächste Woche in der Bürgerschaft ein Verbot des Atom-Umschlags im Hafen beschließen. In erster Lesung hat das Parlament bereits zugestimmt. Heute will die Handelskammer ein kritisches Gutachten zur Änderung des Hafenbetriebsgesetzes vorlegen. Und auch das Bundesumweltministerium hat bereits Bedenken gegen den geplanten Bremer Weg geäußert. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass ein für März vorgesehener Castor-Transport über Bremen nicht zustande kommt. Die Spezial-Spedition NCS hat stattdessen eine Alternativroute beantragt.

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1 Antwort auf „„Mäurer rechnet mit Atommüll-Lieferungen““


  1. 1 Karl 17. Januar 2012 um 15:53 Uhr

    http://linksunten.indymedia.org/de/node/53498

    Neue Castor-Transporte nach Gorleben in Sicht
    Verfasst von: Wolfgang Ehmke (Benutzerkonto: Nuclear Worrier). Verfasst am: 17.01.2012 – 13:04. (unmoderiert)

    BI: „Die Mär um einen Castor-Stopp nach Gorleben wird konterkariert“

    Angeblich hat im November 2011 der letzte Castor-Transport nach Gorleben stattgefunden. Tatsächlich laufen bereits jetzt Vorbereitungen für die nächste Castor-Welle, deren Bestimmungsort nach den derzeit geltenden Verabredungen wiederum Gorleben ist, darauf verweist die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI). Eine Kalthantierung bereitet die Anlieferung der hochradioaktiven Abfälle vor. In einem internen Schreiben hat Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) bereits darauf hingewiesen, dass ab 2015 mit einem Transport von 20 bis 21 Castor-Behältern über Bremerhaven zu rechnen ist.

    Es handelt sich um hochradioaktive Abfälle aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield in England. Bremerhaven werde von den beteiligten Unternehmen für den Umschlag favorisiert. Schon im März soll ein Probelauf stattfinden. Im Frühjahr 2013 geht es von Sellafield über Bremerhaven zurück – die Frage ist, an welchen Ort. Das Bundesamt für Strahlenschutz, das Atommülltransporte genehmigen muss, geht derzeit davon aus, dass der Transport aus Sellafield zwischen 2014 und 2017 erfolgen wird.

    Wie viele Transporte für die 20 Behälter nötig sind, ist noch unklar. Ein weiterer Behälter wird draufgeschlagen als Ausgleich dafür, dass schwach- und mittelaktive Abfälle in Sellafield verbleiben.

    Außerdem, so die BI, sollen im Jahr 2014 – wie berichtet – mittelradioaktive Abfälle, ebenfalls in Castoren, aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague nach Gorleben transportiert werden.

    „Diese konkreten Planungen der Gesellschaft für Nuklearservice konterkarieren die Mär, Gorleben sei aus dem Spiel. Die Strahlenbelastung in Gorleben wirft bekanntlich immer noch viele Fragen auf und Norbert Röttgen (CDU) hält an Gorleben als Endlagerstandort unverdrossen fest“, sagte BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

    Gute Gründe, so die BI, auch in diesem Jahr immer wieder auf die Straße zu gehen. Die nächste Aktion wird am 27. Januar vor den Toren des sogenannten Erkundungsbergwerks stattfinden.

    Wolfgang Ehmke 0170 501 56 06

    Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow – Dannenberg e.V.
    Rosenstr. 20
    29439 Lüchow
    Büro: Tel: 05841-4684 Fax: -3197
    buero@bi-luechow-dannenberg.de

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