Keine Atomtransporte durch Bremen und anderswo!

26.1. | 19 Uhr | Paradox

Am 26. Januar wird die zweite Lesung eines Gesetzesentwurfs des rot-grünen Senats stattfinden, mit dem Transporte von sogenannten „Kernbrennstoffen“ über den Bremerhavener Hafen verboten werden sollen.
Ziel ist es, laut den Grünen in der Bürgerschaft, dass es weniger AKWs gibt. Dabei würde das Gesetz – wenn es denn so beschlossen würde – nicht mal den Großteil der Atomtransporte über den Hafen verhindern: die meisten transportierten radioaktiven Stoffe werden nicht als „Kernbrennstoffe“ klassifiziert. Sie sind Vorprodukt oder Abfall der Brennstoffproduktion für AKWs. Ihr reibungsloser Transport ist somit die Voraussetzung dafür, dass es sowas wie eine Atomindustrie überhaupt gibt.
Auch wenn die Landesregierung meint eigentlich weniger AKWs haben zu wollen, möchte sie nicht, dass es für die Atomwirtschaft unmöglich wird, ihre notwendigen Transporte über den Bremerhavener Hafen laufen zu lassen. Anscheinend möchte sie nicht, dass es allzu schwierig wird, dass die deutsche Atomindustrie weiter angereichertes Uran oder fertige Brennstäbe für AKWs in aller Welt herstellen kann, und somit weiterhin von der weltweiten Nutzung von Atomkraft profitiert!
Die Bundesregierung hält es nicht für nötig, auch die Brennstoffproduktion für AKWs zu verbieten, wenn sie „aus der Atomkraft
aussteigen“ will; die Atomindustrie wird vom „Atomausstieg“ nicht beeinträchtigt und baut Produktionskapazitäten sogar noch aus. Ähnlich will die Bremische Landesregierung nur kleine Teile der Atomtransporte über den Bremerhavener Hafen verbieten, obwohl es möglich wäre, ausnahmslos alle dieser Transporte zu verhindern, und obwohl sie selbst immer sagt, für den Atomausstieg zu sein. Wir sollten uns das nicht einfach so gefallen lassen, und überlegen wie wir dazu beitragen können, selber jegliche Atomtransporte über den Bremerhavener Hafen verhindern. Wir lassen uns nicht verarschen!
Um darüber zu sprechen, laden wir alle Interessierten am Abend des 26. Januar um 19 Uhr ins Paradox, Bernhardstraße 12, ein! Zur Einstimmung auf unsere Diskussion gibt es drei Kurzfilme:

  • In Lübeck gelang es 1988 einen Atomtransport zurückzuschicken. Der Film „Fässer ohne Boden“ zeigt die darauf folgenden Auseinandersetzungen.
  • Aus 2011 außerdem je eine Doku zur Verfrachtung von Atommüll
  • und zu einer Barkassenaktion gegen einen Atomtransport im Hamburger Hafen


Klimaplenum Bremen
, Bremer Anti Atom Forum


1 Antwort auf „Keine Atomtransporte durch Bremen und anderswo!“


  1. 1 Thorsten 25. Januar 2012 um 10:58 Uhr
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