Archiv für Januar 2012

HB: Mobilisierung nach Dresden

Schon zwei Jahre in Folge konnte der größte Naziaufmarsch Europas in Dresden durch entschlossen Blockaden und Gegenaktionen verhindert werden. Auf die erfolgreichen Aktionen folgte im letzten Jahr der Gegenschlag durch die rechts-konservative Sächsische Landesregierung: Funkzellenabfrage, Telefonüberwachung, Razzien, eine Sonderkommission gegen Antifaschist_Innen und eine Welle von Verfahren gegen Blockierer_Innen und Organisator_Innen der Proteste.

Im starken Kontrast zu diesen Bemühungen steht der aktuelle Skandal um den NSU: Jahrelang konnten Nazis morden – weitgehend ungestört und finanziert von Geheimdiensten und Ermittlungsbehörden und flankiert von einem rassistischen Diskurs der die Taten als „Dönermorde“ benennt und „kriminelle Ausländer“ verdächtigt. (mehr…)

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

28.1.2012 | 13 Uhr | Hbf Hamburg

Als gemeinsamen Zugtreffpunkt, für die Anreise aus Bremen, gibt das Antifa Komitee Bremen den Infopoint Bremen HBf an und zwar um 11.15 Der Zug fährt um 11.33

checkt dertodisteinmeisteraus.de

DEL: Person von Nazis schwer verletzt

kopiert aus der taz

Fußtritte gegen den Kopf

In Delmenhorst ist ein Punker von Fans der Hooliganband „Kategorie C“ schwer verletzt worden. Er war nach einem Konzert zufällig vorbeigekommen. Der Verfassungsschutz wusste offenbar von dem Auftritt


Delmenhorster Kneipe „Die Szene“: hier wurde der Punker von rechten Hooligans verletzt.

Fans der rechten Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ haben am Samstag in Delmenhorst einen Punker schwer am Kopf verletzt. Sie waren mit Baseball-Schlägern bewaffnet. Am Montag wurde der Punker ins Klinikum Bremen-Mitte verlegt, weil er dort medizinisch besser versorgt werden kann.

Gegen 22 Uhr, so erzählen es Freunde später, sei der Punker Thomas L. (Name geändert) durch die Lange Straße in der Delmenhorster Innenstadt gegangen. „Verpiss Dich, du Schwein“, rufen ihm auf einmal einige junge Männer entgegen, als er an der Kneipe „Die Szene“ vorbeikommt. Er ahnt nicht, dass dort seit 21 Uhr etwa 50 Rocker, Hooligans und Neonazis den gewaltverherrlichenden Lieder der Bremer Rechtsrock Band „Kategorie C“ lauschen. Die Konzertbesucher hätten ihn geschubst, seien ihn „angegangen“, sagen seine Freunde. (mehr…)

„Baguette-Laden mit neuem Namen“

kopiert von weser-kurier.de

Lilienthal. „Ich habe den Laden nicht gepachtet, ich habe ihn gekauft“, sagt Björn Diederichsen. Es geht um den Baguetteladen Ecke Hauptstraße/Zinckestraße. Bisheriger Eigentümer: Hannes Ostendorf, Sänger der Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“. „Mit der Geschichte, die in den vergangenen Wochen durch die Medien ging, habe ich nichts zu tun“, betont Diederichsen. (mehr…)

Emma Goldman: Zur Aktualität ihrer Ideen

So 29.1. 16 Uhr | Kurzschluss

Emma Goldman war eine der wichtigsten öffentlich agierenden Anarchist_innen in den USA am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Wir wollen uns anhand von verschiedenen Textstellen gemeinsam grundlegend erarbeiten was Anarchismus für sie bedeutete und welche Ideen sie vertrat die Gesellschaft dahingehend zu verändern. Eine Geschichtsstunde wollen wir dennoch nicht machen: wie aktuell sind ihre Ansichten? (mehr…)

1. Bündnistreffen M31

7. Februar | 19.30 Uhr | Paradox

Auf einem internationalen Treffen linker Gruppen und Basisgewerkschaften aus Griechenland, Deutschland, Spanien, Polen und Österreich Anfang Dezember in Frankfurt a. M. wurde beschlossen: Für den 31. März wird unter dem Motto „M31 – European Day of Action against Capitalism“ zu einem europaweiten Aktionstag gegen die autoritäre Krisenpolitik der Troika aus EU-Kommision, IWF und EZB aufgerufen. Die antikapitalistischen Organisationen wollen damit ein deutliches Zeichen gegen den maßgeblich von Deutschland betriebenen Versuch unternehmen, die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf dem kapitalistischen Weltmarkt auf dem Rücken von Lohnabhängigen und MigrantInnen zu sanieren. Mit dem international koordinierten Protest soll auch ein Zeichen gegen die nationalistische Stimmungsmache gegen die Lohnabhängigen in den südeuropäischen Ländern und die militärische Abschottung der EU-Außengrenzen gesetzt werden. Dagegen setzen die Organisatorinnen und Organisatoren die Perspektive einer grenzübergreifenden Selbstorganisation der von der Sparpolitik und kapitalistischen Ausbeutung betroffenen Menschen. (Weitere Infos, den Aufruf u. ä. gibt es hier: march31.net) (mehr…)

AVV zum Thema ‚Demo‘

Auf der letzten AVV wurde der Wunsch geäußert, sich mal gemeinsam über Demonstrationen und alles, was so dazugehört auszutauschen. Deshalb soll genau das Thema der nächsten Autonomen Vollversammlung sein.
Die nächste AVV steigt am 10. Februar 2012 [Freitag], um 20 Uhr im Paradox.

Horreya* – Die Revolution hat erst begonnen

AktivistInnen aus Kairo berichten

Dienstag, 28.2. | 19.30 Uhr | Lagerhaus/Saal

Ein Jahr nach dem Sturz Mubaraks ist der Tahrirplatz noch immer das Symbol der weltweiten Aneignungskämpfe. Der ägyptische Aufstand Anfang 2011 sollte nicht nur einen verhassten Despoten verjagen, sondern ein ganzes menschenverachtendes Regime beseitigen. Die Menschen auf den Straßen Kairos und in ganz Ägypten zeigen, dass sie ihr Leben selbst bestimmen wollen – und haben Geschichte geschrieben. (mehr…)

Keine Atomtransporte durch Bremen und anderswo!

26.1. | 19 Uhr | Paradox

Am 26. Januar wird die zweite Lesung eines Gesetzesentwurfs des rot-grünen Senats stattfinden, mit dem Transporte von sogenannten „Kernbrennstoffen“ über den Bremerhavener Hafen verboten werden sollen.
Ziel ist es, laut den Grünen in der Bürgerschaft, dass es weniger AKWs gibt. Dabei würde das Gesetz – wenn es denn so beschlossen würde – nicht mal den Großteil der Atomtransporte über den Hafen verhindern: die meisten transportierten radioaktiven Stoffe werden nicht als „Kernbrennstoffe“ klassifiziert. Sie sind Vorprodukt oder Abfall der Brennstoffproduktion für AKWs. Ihr reibungsloser Transport ist somit die Voraussetzung dafür, dass es sowas wie eine Atomindustrie überhaupt gibt.
Auch wenn die Landesregierung meint eigentlich weniger AKWs haben zu wollen, möchte sie nicht, dass es für die Atomwirtschaft unmöglich wird, ihre notwendigen Transporte über den Bremerhavener Hafen laufen zu lassen. Anscheinend möchte sie nicht, dass es allzu schwierig wird, dass die deutsche Atomindustrie weiter angereichertes Uran oder fertige Brennstäbe für AKWs in aller Welt herstellen kann, und somit weiterhin von der weltweiten Nutzung von Atomkraft profitiert! (mehr…)

„Gefährliches Bremen“

kopiert aus der taz

Der Innensenator will geheim halten, wo die Polizei ohne konkreten Verdacht kontrolliert

In Bremen gibt es 41 Orte, an denen die Polizei Personen ohne einen konkreten Verdacht kontrollieren kann. Wo sich diese befinden, wollte Petra Kodré, Sprecherin des Innensenators aber „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht sagen.

Eine Ausnahme bilden Orte, bei denen bekannt ist, dass die Polizei diese für besonders gefährlich hält: Die Sielwall-Kreuzung, die Piepe in der Neustadt und die Discomeile. Alle sechs Monate, so Kodré, würde überprüft, ob die dort begangenen Straftaten eine Aufrechthaltung des Sonderstatus rechtfertigen würden. Dies sei keine Routine, sondern ein erhöhter Druck, diese Überprüfungen regelmäßig durchzuführen. (mehr…)