Zukunft über öffentlichen Raum entschieden

Am Dienstag wurde die Zukunft des Bremer Bahnhofsvorplatzes entgültig entschieden. Des Grundstück wurde für rund 6 Millionen Euro an die Achim-Griese-Treuhandgesellschaft aus Hamburg verkauft, welche noch in diesem Jahr mit der Bebauung des Gründstücks beginnen will. Geplant sind zwei siebenstöckige Gebäude, die durch eine Durchgangspassage voneinander getrennt sind. Unter anderem soll in den Gebäuden ein Hotel und ein Gesundheitszentrum untergebracht werden.

siehe auch:
Weser Kurier: Investor will in diesem Jahr mit Bau beginnen
Weser Kurier: Sind die Pläne „großstädtisch“ oder „gruselig“?


7 Antworten auf „Zukunft über öffentlichen Raum entschieden“


  1. 1 premer 23. Februar 2012 um 19:40 Uhr

    wir sollten uns das „investorengrundstück“ auch als startpunkt für demos u.ä. bewahren. eine so offen zugängliche und ohne vorkontrollen ereichbare sammelfläche ham wa sonst auf der innerstädtischen seite vom bahnhof aus in city-nähe nicht, oder???

  2. 2 Zeichnung der Gebäude 23. Februar 2012 um 20:31 Uhr
  3. 3 Gemerkwürdigt 24. Februar 2012 um 16:59 Uhr

    Ich finds echt merkwürdig, warum der Artikel hier aufgemacht wird. Er klingt nämlich son bisschen danach, als wenn man sich einen starken Staat wünscht, der von oben nach unten regiert und zugunsten der armen Skater, die bei Betrachtung jeglicher Fallbeispiele synonym ausgetauscht werden können, den Status quo konserviert.
    Jene Diskussion um die Notwendigkeit von öffentlichem Raum ist doch eigentlich ne Alibi-Diskussion. Wo tauchen konkrete Planungsvorhaben der Kritiker auf, wenn nicht gerade über einen Verkauf etc. von Raum gesprochen wird? Mir ist da derzeit kein Beispiel bekannt. Statt dessen überlässt man doch den öffentlich Raum seiner selbst, was in der Regel Verwahrlosung bedeutet (siehe Bahnhofsvorplatz). Daher ist es eigentlich fortschrittlich zu sehen, wenn man Menschen, die etwas mit diesem Raum machen wollen, den Raum verkauft. Die Argumentation von Instandbesetzern etc. ist letztlich keine andere.

    Wie heißt es hier doch immer so schön: DIY or DIE! Und so isses auch.

  4. 4 Bullshit 24. Februar 2012 um 20:06 Uhr

    Statt dessen überlässt man doch den öffentlich Raum seiner selbst, was in der Regel Verwahrlosung bedeutet

    Wo war denn der Bahnhofsvorplatz bitte verwahrlost? Das war Raum, der allen zur Verfügung stand, den alle nutzen konnten und nutzten und der nun an irgendwelche Investoren verkauft wurde. Aus einem Raum, der allen zur Verfügung stand, wurde Privatraum, der nur noch einigen wenigen zur Verfügung steht. Ganz abgesehen von der miteinhergehenden Verdrängung.

  5. 5 @ Zeichnung der Gebäude 24. Februar 2012 um 20:09 Uhr

    Die sind ja echt mal derbst hässlich! Haha

  6. 6 Gemerkwürdigt 24. Februar 2012 um 20:24 Uhr

    Wo war denn der Bahnhofsvorplatz bitte verwahrlost?

    Ich habe nicht darüber geschrieben, dass der Platz verwahrlost ist – andererseits sicherlich auch. Ich meinte eher, dass auf dem Bahnhofsvorplatz eine massive soziale Verwahrlosung stattfindet, sichtbar ist.

    Das war Raum, der allen zur Verfügung stand, den alle nutzen konnten […].

    Das denke ich nicht. Dieser Raum, wie ich es beobachtet habe, ist viel mehr Treffpunkt der hiesigen Drogen- und Obdachlosenszene Bremens. Dazu kommen ein paar pubertierende Kids, Skater und Gelegenheitssäufer, die das Bild des Platzes prägen. Das Problem dabei war/ist, dass Menschen, die keine Lust darauf haben, in irgend einer Art belästigt zu werden, dort fehl am Platz sind bzw. sie diesen Ort meiden sollten. Insofern würde ich dir da widersprechen, dass der Platz allen offen stünde. Theoretisch vielleicht, in der Realität wohl kaum. Also hat sich so gesehen auch nichts geändert: Nun gehört der Platz halt wem anders. Verdrängung findet immer und überall statt, daran ist nicht der Verkauf irgendwelcher Plätze schuld.

  7. 7 @ Gemerkwürdigt 28. Februar 2012 um 15:45 Uhr

    So sagst also, dass die Obdachlosen, Punks, Säufer_innen, und Drogies nicht das Recht haben sich einen Platz zum verweilen zu suchen ja? Ist doch egal wenn die vertrieben werden oder wie? Jetzt können da endlich wieder zivilisierte Hotelgäste rum stolzieren und nicht mehr diese ekligen Menschen.
    Diese Aussage finde ich abartig!
    „Nun gehört der Platz halt wem anders. Verdrängung findet immer und überall statt, daran ist nicht der Verkauf irgendwelcher Plätze schuld. “
    Achso, was ist denn dann so daran schuld? Vielleicht war der Ort bisher nur theoretisch für alle offen (wobei ich dir dabei auch widerspreche) aber nun wird er ganz praktisch nur noch für bestimmte Menschen und bestimmte Funktionen offen sein.

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