Archiv für Februar 2012

„Reemtsma auf der Krim“

Tabakproduktion und Zwangsarbeit unter der deutschen Besatzungsherrschaft 1941-1944

23. Februar | 19 Uhr | Zentralbibliothek Am Wall

Bremer BuchPremiere mit Karl Heinz Roth

Der Reemtsma-Konzern wollte durch den Zugriff auf die Tabakwirtschaft der südlichen Sowjetunion seine Kontrolle über den Tabaksektor in Europa absichern und das Unternehmen in einen global player der Lebens- und Genussmittelindustrie verwandeln. Dabei operierte er im Schatten der Wehrmacht, die die Krim und das Kaukasusgebiet als Schlüssel zur deutschen Weltherrschaft erobern und sichern sollte. Für die Tabakgemeinden und die Betriebsbelegschaften der Krim ging es dagegen ums nackte Überleben. Die Veranstaltung moderiert Jörg Wollenberg. (mehr…)

„450 Tausend Hähnchen pro Minute“

Megaschlachthof in Wietze bei Celle – Risiken und Nebenwirkungen

22. März | 18.30 Uhr | Sielwallhaus

Anfang September ging in Wietze Europas größter Geflügelschlachthof in Betrieb. Wegen einem Mangel an Zulieferbetrieben in der Region konnte der Schlachthof „lediglich“ nur die Hälfte der ursprünglich geplanten 450 Tausend Hähnchen pro Minute schlachten und muss zusätzlich aus den Niederlanden und Dänemark beliefert werden. Die Suche nach Landwirt_innen welche bereit sind für den Schlachthof Zulieferbetriebe zu bauen geht jedoch weiter. Nach den ursprünglichen Plänen des Konzerns Rothkötter sollen 420 Mastanlagen in einem Umkreis von 100 km rund um den Schlachthof in Wietze gebaut werden.
Die Industrielle Tierhaltung, nicht nur in Wietze, bringt viele negative Auswirkungen mit sich: Riesiger Trinkwasser- und Energieverbrauch, Krankheitsrisiken, nicht vorstellbares Leid für für die Tiere, Landraub und Vertreibung von Bäuer_innen in Lateinamerika, … (mehr…)

Buchvorstellung mit Freerk Huisken: Der demokratische Schoß ist fruchtbar. Das Elend der Kritik am (Neo-)Faschismus

Demokraten aus Politik und Öffentlichkeit können den (Neo-)Faschismus nicht kritisieren. Wie sollen sie auch den Nationalismus angreifen, auf dem der Faschismus gründet, wenn der für sie doch eine zentrale Produktivkraft ihrer demokratischen Herrschaft darstellt. Dafür grenzen sie ihn aus, kriminalisieren und verbieten ihn. Die auch bei den Bürgern verbreitete Ausländerfeindlichkeit wird dadurch nicht ausgeräumt. Wie auch, ist sie doch selbst ein Moment der hiesigen Ausländerpolitik. Auch die linke Antifa tut sich schwer mit der Kritik. Sie schließt sich der Enttarnung von Nazis-Codes, Nazi-Kleidung und ihrer Musik an; als würde sich jedermann von den neuen Nationaldemokraten sofort abwenden, wenn er sie nur identifizieren könnte. Besonders dann, wenn neue Faschisten ihre Kapitalismuskritik vortragen, fällt vielen Antifaschisten oft nur ein, dass diese „Wölfe“ sich mit „Schafspelzen“ verkleidet hätten. Das ist schlecht. Denn es gibt auch eine faschistische Kritik am Kapitalismus.
Zeit: 28. Februar 2012, 19:00 Uhr
Ort: Infoladen St. Pauli-Str. 10-12
Freerk Huisken, Der demokratische Schoß ist fruchtbar. Das Elend der Kritik am (Neo-) Faschismus, VSA 2012, 230 Seiten, 14,80€

„Anschlag auf Bundeswehrgebäude“

kopiert aus der taz

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Dienstag 14 Fensterscheiben eines Bundeswehr-Gebäudes in Oldenburg eingeschlagen. Außerdem sprühten sie einen Schriftzug an eine Mauer, teilte die Polizei in Oldenburg mit. Zeugen hatten zwei vermummte Täter beobachtet und die Polizei alarmiert. Das Fachkommissariat für Staatsschutzdelikte übernahm die Ermittlungen. In einem per E-Mail verbreiteten Bekennerschreiben wurde ein geplanter Umzug von Truppenteilen von Hannover nach Oldenburg als Grund für die Beschädigungen angegeben.

kopiert aus der taz

siehe auch:
[regentied]: bunte splitter bei der bundeswehr

Jetzt wissen wir Bescheid, Jörn!

kopiert aus dem Weser Kurier

„Delmenhorster Polizeidirektor über den Kategorie C-Auftritt – Es hätte kein Konzert geben dürfen“

Der Angriff auf einen Punker Ende Januar nach einem Konzert der Bremer Hooliganband „Kategorie C“ hat Delmenhorst viel mediale Aufmerksamkeit beschert. Kritik musste sich in dem Zusammenhang auch die Polizei anhören. Kriminaldirektor Jörn Stilke, Leiter der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land, gibt im Gespräch mit Andreas D. Becker zu, dass die Polizei in diesem Fall auch Fehler gemacht hat. Aber er wünscht sich auch mehr Zivilcourage.

In einem Fernsehinterview haben Sie gesagt, dass in besagter Nacht nicht so gearbeitet wurde, „wie es absolut zufriedenstellend gewesen wäre“. Hat die Polizei aus Ihrer Sicht Fehler gemacht?

Jörn Stilke: Wir haben nicht so gearbeitet, wie ich mir das vorgestellt hätte. Für mich hätte es kein Konzert geben dürfen. Fertig. Das ist die Quintessenz von allem. (mehr…)

„Politisch motivierte Gewalt nimmt zu“

kopiert aus dem Weser Kurier

Bremen. Linksextreme Gewalt hat 2011 deutschlandweit deutlich zugenommen. Auch in Bremen bestätigen vorläufige Zahlen der Innenbehörde dieses Bild. Zahlreiche Straftaten haben sich im Zusammenhang mit Aktionen gegen den NPD-Aufmarsch Ende April ereignet. Auch die rechtsextremen Straftaten nehmen im kleinsten Bundesland zu.

Nach vorläufigen Zahlen haben sich die linksmotivierten Straftaten im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 mehr als verdoppelt. So hat die Bremer Polizei 240 linksmotivierte Straftaten registriert, davon allein 79 Gewalttaten. Zuvor waren es noch 96 Straftaten gewesen. Innenressort-Sprecherin Petra Kodré verweist jedoch darauf, „dass sich davon allein 138 Vorfälle im Zusammenhang mit Aktionen gegen den NPD-Aufmarsch Ende April 2011 ereignet haben.“ Ohne dieses unerfreuliche Großereignis sei kaum eine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr erkennbar. (mehr…)

Delmenhorst und seine Nazis

NDR: Angst vor Neonazis in Delmenhorst

Radio Bremen: Ohne Zweifel Notwehr

300 gegen rechte Gewalt in Delmenhorst

Am Samstag, den 4. Februar 2012 haben circa 300 Personen in Delmenhorst gegen rechte Gewalt demonstriert. Dabei führte die Demonstration vom Bahnhof in die Innenstadt, wo es auf dem Marktplatz eine Kundgebung mit Redebeiträgen gab, und wieder zurück zum Bahnhof.
Anlass für die Demonstration waren die Überfälle von Nazis auf alternative Jugendliche in Delmenhorst in der Nacht vom 21. auf den 22. Ja­nu­ar während eine Konzerts der Neo­na­zi-​Hoo­lig­an­band Ka­te­go­rie C – Hung­ri­ge Wölfe. Bei einem der Übergriffe wurde u.a. eine Person lebensgefährlich verletzt [Info].

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Bundeswehr-Bus angezündet


Musikschau der Nationen. Tausende Gäste. Fast alle Hotels ausgebucht. Die ganze Stadt voller Fahrzeuge der Bundeswehr und anderer Armeen. Die meisten davon waren stark bewacht. Es gibt trotzdem genug Möglichkeiten an einzelne Fahrzeuge zu kommen. Während der Musikschau der Nationen wurde am Rembertiring ein Bus des Marine Musikkorps angezündet. Scheinbar war dies die einzige militante Aktion an diesem Wochenende. Schade. Nächstes Jahr gibt es hoffentlich mehr Widerstand. War starts here. Bundeswehr und Krieg sabotieren!

Sonntagsfahrt nach Bremerhaven

Bremerhaven als eine Drehscheibe im Atomkreislauf ist uns eine Erkundung wert. Mit Tee und Drahtesel wollen wir uns aufmachen, Yellowcake-Spuren auf dem Asphalt verfolgen.

Los geht’s gemeinsam ab Bremen, wir treffen uns am Hauptbahnhof und nehmen den Zug nach Bremerhaven!

Wann: 12. Februar 12:30 Uhr, Gleis 6, Hauptbahnhof Bremen

Nicht vergessen: Rad mitbringen

Bis Sonntag! klimaplenum Bremen