Archiv für März 2012

Bleiberecht für Miroslav Redzepovic!

Wir möchten Euch um Unterstützung bitten im Kampf für ein Bleiberecht von Miroslav.
Miroslav ist der junge Rom, der Ende 2010 in Hamburger Abschiebehaft einen Suizidversuch beging.
Der heute dreiundzwanzig jährige floh im Alter von 2 Jahren mit seiner Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien nach Deutschland.
Doch die Hoffnung auf ein Leben mit Sicherheit und Perspektive erfüllte sich für die Familie nicht. Im niedersächsischen Syke lebten sie über Jahre mit Duldung, untergebracht unter unwürdigen Bedingungen im Flüchtlingsheim „Deutsche Eiche“. Der Vater von Miroslav protestierte im November 2002 auf tragische und verzweifelte Weise gegen die prekäre rechtliche und soziale Situation seiner Familie, in dem er sich im Syker Rathaus mit Benzin übergoss, anzündete und kurz darauf verstarb. Ungeachtet der Folgen für Miroslav, seine Mutter und seine vier Geschwister wurde die Familie im Jahre 2004 nach Serbien abgeschoben. (mehr…)

Nordenham: Nazis und die Todesstrafe

kopiert von oldenburgnazifrei.blogsport.de

Nachdem ein 45jähriger Kirchenmusiker aus Nordenham den sexuellen Missbrauch an drei Kindern gestanden hat, belagerte am Samstag, 17.März eine Gruppe vermummter Neonazis das Haus des Täters, zerstörte Außeneinrichtungsgegenstände und versuchte, in das Haus einzudringen. Die Nazis flüchteten, fünf der vermutlich acht Personen wurden jedoch im Verlauf des Abends von der Polizei gestellt.

Die Neonazis entstammen demselben Personenkreis, der auch den gewalttätigen Übergriff auf eine Person in der Oldenburger Kaiserstraße sowie den Farbanschlag auf den jüdischen Friedhof zu verantworten hat.

Ortskenntnis dürfte vor allem der in Brake wohnende Kevin Sinzingr bewiesen haben. Das Mitglied der NPD-Oldenburg kommt aus Nordenham und ist aktiver Teil des NPD-Unterbezirks.


Kevin Sinzingr (mitte) aus Brake bei einem NPD-Aufmarsch in Bremen

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Platz 51 …

… von 402 Landkreisen belegt der Landkreis Verden bei den Bestellungen bei Neonazi-Versänden. Die Zahl der Bestellungen pro 100.000 Einwohner_innen liegt bei 33,7.
Dies geht aus einer Analyse [hier] des apabiz hervor, welches gehackte Nazi-Versände bzw. deren Daten genauer untersucht hat.

„Inklusion“


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Brandstiftung am Wagenplatz Querlenker

In der Nacht vom 22.03. auf den 23.03. um etwa 02.30Uhr kam es auf dem Wagenplatz Querlenker zu einer Brandstiftung. Unbekannte entzündeten einen Sperrmüllhaufen, das Feuer zerstörte den dahinter liegenden Zaun auf einer Länge von etwa 10 Metern. Ein dahinter parkender LKW konnte in letzter Minute gerettet werden, wobei trotzdem ein Sachschaden an diesem entstand.

Als die ersten lauten „Feuer!“-Schreie die meisten aus den Betten rissen, war der gesamte Sperrmüllhaufen, der außerhalb des Platzes am Zaun lagerte, bereits lichterloh am brennen und nicht mehr eigenständig zu löschen. Der zum Feuer hin nächstgelegene LKW befand sichin etwa zwei Metern Entfernung, eine Seite erhitzte sich so stark, dass der Lack abplatzte und die Isolation im Inneren schmolz, der Innenraum war komplett voller Rauch. Glücklicherweise befand sich niemand im LKW, da dies sehr wohl lebensgefährlich gewesen wäre. Durch die bis zum Bahnhofsvorplatz und noch weiter zu sehende Rauchsäule wurden auch Passanten auf das Feuer aufmerksam, was die Polizei und etwa 10 Minuten nach diesen auch die Feuerwehr auf den Plan rief. Diese verhinderterte dann weiteres Übergreifen des Feuers.

Die Brandstiftung war nicht das erste Mal, das es auf dem Platz zu Sachbeschädigungen von außen kam. So wurde zum Beispiel bereits vor zwei Monaten versucht mit einem Kombi und einem Spanngurt mitten in der Nacht unser Eingangstor herauszureißen, was durch beherztes Eingreifen der Platzbewohner verhindert wurde.

Verdammte Scheiße! Wir wohnen und leben hier und solche Sachen sind immer auch ein Angriff auf unsere Lebensform und können schnell auch zu einem Angriff auf Menschenleben werden, dabei spielt es keine Rolle, ob gedankenlose Jugendliche oder braunes Pack die Täter waren. Die Azeptanz alternativer Lebensformen in der Gesellschaft scheint weiter zu schwinden, wobei wir uns nicht einschüchtern lassen werden und uns dagegen wehren.
Wagenplätze bleiben! Basta! (mehr…)

VA: Staat, Ökonomie und Geschlecht

Zur (Re-)Produktion von Geschlechterverhältnissen im Kapitalismus (Teil 2)

Tagesseminar am Samstag, 01.04.2012 mit Kim Robin Stoller
Uhrzeit: 11- 18 Uhr
Infoladen / St. Pauli-Str. 10-12 / 28203 Bremen

In der aktuellen Diskussion um Heteronormativität und Patriarchat wird das Verhältnis von Geschlechterherrschaft und kapitalistischer 
(Re-)Produktion häufig übergangen. Dieser Leerstelle wurde im ersten Teil des Seminars anhand der Präsentation und Diskussion von
 (queer-/)feministischen, marxistischen und marxistisch-feministischen Ansätzen begegnet. Dabei wurde als Ansatzpunkt zur Vermittlung
 zwischen diesen Ansätzen zunächst der Frage nachgegangen, wie wir in
 dieser Gesellschaft zu vergeschlechtlichen Subjekten werden und inwiefern die Kategorie ‘Geschlecht’ im Alltag, in der Familie, bei 
der Lohnarbeit u.s.w. eine Rolle spielt. (mehr…)

„Was kann Bremen außer Waffen?“

18.04.2012 | 17:30Uhr | HS Bremen

„Was kann Bremen außer Waffen? Regionalentwicklung ohne Rüstung – eine Utopie?“
(Andrea Kolling / Helmut Zachau, Bremische Stiftung für Rüstungskonversion und Friedensforschung)

Die VA findet im Rahmen der Ringvorlesung Facetten der Nachhaltigkeit in der Hochschule Bremen im Hanse-Wasser-Saal, UB-Gebäude, Neustadtswall 27b statt. Sie ist stadtöffentlich und kostenlos.
Die Ringvorlesung fand letztes Semester das erste Mal statt und ist von Studierenden und Professoren organisiert. Eine Anrechnung mit 6 ECTS ist für die glücklichen Wahlmodulbesitzer möglich, die Prüfungsleistung ist ein Portfolio (unbenotet), bei dem über das Gehörte reflektiert werden soll. Ergänzt wird das Theoretisch mit Exkursionen, die die Teilnehmenden selbst organisieren. Also alles in allem sehr libertär . Gesucht werden übrigens noch Studierende die die letzte Veranstaltung mit einem kleinen Vortrag a la Slam bereichern wollen. Kontakt: ag-nachhaltigkeit@hs-bremen.de

agitare bene – kaffee und kritik

Kurzschluss | 12.04.12 | 19.30 Uhr

Bedingungsloses Grundeinkommen

Nicht nur die Erfahrung mit Hartz!V lässt vielen Menschen das Konzept des bedingunslosen Grundeinkommens attraktiv erscheinen. Doch ist die Forderung nach diesem schon ein Schritt Richtung einer menschenfreundlicheren Welt? Wir laden alle Interessierten, Befürworter_innen und Kritiker_innen zu einer offenen Diskussion

Ausserdem ist Agitare Bene eine Kooperationsveranstaltung von Basisgruppe Antifa und Kritik im Handgemenge. Die vertretenen Inhalte stellen nicht unbedingt eine Konsensposition dar. Vorbereitet werden die Treffen von Leuten aus den jeweiligen Gruppen oder „externen“ Teilnehmer_innen

Circus Belly: Angriff auf Tierrechtsaktivist_innen

Kundgebung gegen die (Wild)Tierhaltung bei Circus Belly

Samstag, 24.03.2012 | vor Circus Belly [Ecke Hans-Bredow-Straße / Julius-Faucher-Straße] | 14 bis 16 Uhr


Foto: kriminelle-tierrechtler.de.tc

„KÖRPERLICHER ANGRIFF DER CIRCUS BELLY MITARBEITER AUF DEMONSTRANT_INNEN

Am gestrigen Mittwoch, den 21.03.2012 fand von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr eine Kundgebung vor dem Circus Belly Ecke Hans-Bredow-Straße und Julius-Faucher-Straße statt. Dieser Protest richtete sich gegen die (Käfig)Haltung und die Ausbeutung der Tiere in Zirkusshows. Während der friedlichen Kundgebung kam es zu gewalttätigen Übergriffen seitens der Zirkusmitarbeiter gegen die Demonstrant_innen.

Während der Kundgebung wurde mit Flyern und einem Transparent darauf aufmerksam gemacht, dass Tiere in einem Zirkus nicht artgerecht gehalten werden können, ob es nun Wildtiere sind oder heimische Vierbeiner. Während der friedlichen Versammlung wurden die Demonstrant_innen verbal und anschließend auch körperlich von Zirkusmitarbeitern angegriffen. Außerdem wurden die Aktivist_innen mit Morddrohungen eingeschüchtert. Dies ist nicht der erste Übergriff von Circus Belly Mitarbeitern: Der Circus Belly belässt es nicht bei verbalen Attacken, sondern es kommt immer wieder zu physischen Attacken auf Protestteilnehmer_innen. Bei der gestrigen Kundgebung wurden zwei Demonstranten geschlagen, diese haben auch Anzeige erstattet. (mehr…)

Putz & Rosen

Die Gruppe „Putz & Rosen“ lädt für Freitag, dem 23. März 2012, um 19 Uhr in den „infoladen bremen“ zu einem Vorbereitungstreffen eines Stolpersteinputztages Anfang Mai ein.
Neben der Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen von Interessierten, Unterstützer*innen und Aktiven der Gruppe, steht die Klärung von Planungs- und Organisationsfragen zum Ablauf des Stolpersteinputztages an.

Hintergrund:
Zur Zeit gibt es in Bremen 527 Stolpersteine, die einige der Millionen Opfer des deutschem Staates der Jahre 1933 – 1945 symbolisch sichtbar machen. Diese verteilen sich über das ganze Stadtgebiet und werden auf den Gehwegen vor den letzten bekannten Wohnorten, bzw. Orten der zwangsweisen Unterbringung, verlegt.
Da die Zeit und das Wetter, manchmal auch absichtliche Beschmutzung, den Messingtafeln der Stolpersteine zusetzen, werden wir für Anfang Mai einen Stolpersteinputztag (unseren vierten) initiieren.